43 Studenten
-
: Mexiko: Auch internationale Ermittler Ziel von Staatstrojanern
„Lebendig hat man sie mitgenommen. Lebendig wollen wir sie wiederhaben. Solidarität mit den 43 verschwundenen Studenten“, steht auf einem Graffiti in Mexiko. : Mexiko: Auch internationale Ermittler Ziel von Staatstrojanern Eine internationale Delegation von unabhängigen Ermittlern ist mit der Spähsoftware Pegasus des israelischen Herstellers NSO attackiert worden. Wie das kanadische Forschungsinstitut Citizen Lab berichtet, fanden sich auf Mobiltelefonen der Ermittler Spuren des Staatstrojaners, dessen Verwendung Citizen Lab kürzlich auch bei mehreren Angriffen auf kritische Journalisten, Aktivisten und führende Oppositionspolitiker in Mexiko nachwies. Die Ermittler sollten das Verschwinden von 43 Studenten in der Stadt Iguala im Jahr 2014 aufklären.
Die New York Times schreibt dazu (eigene Übersetzung):
Der Hauptansprechpartner der Gruppe von Ermittlern erhielt mit der Spähsoftware Pegasus durchzogene Textnachrichten; eine Cyberwaffe, für die die Regierung von Mexiko zweistellige Millionenbeträge ausgab, wie eine unabhängige Analyse ergeben hat. Das Mobiltelefon des Koordinators wurde von fast allen Gruppenmitgliedern als Kommunikationsmittel zwischen Ermittlern, ihren Quellen, der internationalen Kommission und der mexikanischen Regierung genutzt.