Netze
Netzneutralität, Breitbandausbau, freie Netze, Plattformen und Internet Governance.
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: Übersetzung der Indymedia Presseerklärung # 5
: Übersetzung der Indymedia Presseerklärung # 5 Presseerklärung # 5 (Übersetzung), 22.10.04
===============================================Zwei Wochen nachdem die Festplatten zweier Indymedia-Server im Londoner Büro einer Web-Hosting-Firma in US-Besitz namens Rackspace beschlagnahmt wurden, beantwortet Caroline Flint, Staatssekretärin im britischen Innenministerrium, schriftliche Fragen des Parlaments mit der Aussage, dass „keine britischen Strafverfolgungsbehörden involviert waren.“ Die Beschlagnahmung legte mehr als 20 Indymedia-Websites, einen Teile der Indymedia-Radiostream-Kapazitäten und andere Projekte lahm. Die Server wurden eine Woche später zurückgegeben, weil „die gerichtliche Verfügung“ vollstreckt worden war“. Dennoch hat Indymedia bisher keinerlei Informationen darüber, wer die Server beschlagnahmt hat und wer nun möglicherweise Kopien der gesamten öffentlichen und persönlichen Informationen besitzt, die sie enthielten.
Ein Sprecher des FBI behauptete gegenüber Agence France-Presse ursprünglich, dass das FBI Rackspace den gerichtlichen Vollzug androhte, allerdings „auf Betreiben eines dritten Staates.“ Derselbe Sprecher dementierte später, dass das FBI in irgendeiner Weise involviert sei.
Einige Tage nach der Beschlagnahmung bestätigte eine leitende Staatsanwältin aus Genf ebenfalls, dass sie ein Strafverfahren gegen Indymedia eingeleitet habe; und allerdings keine Beschlagnehmung gefordert habe.
Eine italienische Untersuchungsrichterin aus Bologna bestätigte, dass sie ein Ersuchen an US-Behörden ausgestellt habe, um die IP-Log-Dateien des Servers zu erhalten, die bestimmte Artikel betreffen, die auf der italienischen Indymedia-Seite veröffentlicht wurden. Auch sie sagt, dass sie dabei nicht die Beschlagnahmung der Server beantragt habe.
Die ‚Electronic Frontier Foundation (EFF)’, die die rechtlichen Interessen von Indymedia vertritt, hat alle in Frage kommendenden Stellen in den USA kontaktiert – u.a. das FBI, das Außenministerium und den Federal District Court von Texas -, die die gerichtliche Verfügung hätten ausgestellt haben können, auf die sich das öffentliche Statement von Rackspace vom 8. Oktober hinsichtlich der Indymedia-Server bezieht. Keine von ihnen übernimmt die Verantwortung für die Beschlagnahmung.
„Wurden unsere Server von Aliens entführt?“ fragt Clara, Indymedia-Aktivistin aus den Niederlanden. „Zwei Wochen sind vergangen und wir sind keinen Schritt näher an der Antwort auf die Frage, wer die Server mitgenommen hat, warum, oder wenigstens auf welchem Kontinent sie waren.“
Die einzige bekannte Tatsache ist, was Rackspace in seiner Aussage bekannt gemacht hat: dass sie in den USA eine gerichtliche Verfügung erhalten haben. Die ‚Electronic Frontier Foundation’ bemüht sich nun, diese Verfügung offenzulegen.
In der Zwischenzeit wächst die internationale Entrüstung. 5.000 Einzelpersonen haben bisher die Indymedia-Solidaritätserklärung unterschrieben (solidarity.indymedia.org.uk) und eine große Zahl von Menschen kontaktieren Indymedia weiterhin mit Angeboten zur Unterstützung, um zu verhindern, dass in der Zukunft noch einmal geheime Verfügungen und mysteriöse Behörden Indymedia-Seiten schließen lassen.
Mehr Informationen erhalten sie unter http://www.indymedia.org/fbi (mit allen älteren Presseerklärungen), http://solidarity.indymedia.org.uk oder per E‑Mail an press(a)indymedia.org (auch deutsch).
Indymedia ist ein weltweites Netzwerk, dass aus z.Z. 144 autonomen Independent Media Centers besteht, die offen zugängliche Newswire für alle zur Verfügung stellen, die Texte, Fotos, Ton- oder Video-Dateien veröffentlichen wollen, insbesondere zu politischen und zu Themen sozialer Gerechtigkeit
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: Indymedia ‑Das Märchen vom Server, den niemand beschlagnahmt hat
: Indymedia ‑Das Märchen vom Server, den niemand beschlagnahmt hat The Inquirer hat aktuell einen Artikel zum Thema „Indymedia: the tale of the servers ’nobody’ seized“.
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: Relaunch bei Creative Commons
: Relaunch bei Creative Commons 
Das Creative Commons – Projekt hat ein neues Website-Design, welches noch angenehmer als das Alte ist. Mittlerweile gibt es auch mehr Infos zu den nationalen Umsetzungen, wie beispielsweise die deutschen Lizenzen. Leider gibt es aber immer noch keine deutschsprachigen Informationen, oder habe ich da was übersehen? [via BoingBoing]
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: WikiNews – Freie Nachrichtenquellen
: WikiNews – Freie Nachrichtenquellen WikiNews ist eine neue Projekt-Idee aus dem Wikipedia-Umfeld:
„Die Idee, die hinter dem Projekt Wikinews steht, ist nicht weniger gewagt. Wir streben an, eine freie Nachrichtenquelle zu schaffen, die jeden Menschen einlädt, Berichte über große und kleine aktuelle Ereignisse beizutragen, sei es aus direkter Erfahrung oder in Form einer Zusammenfassung aus anderen Quellen. Wikinews gründet sich auf die Idee, dass wir etwas Neues erschaffen, nicht etwas Altes zerstören wollen. Es basiert auf dem Glauben, dass wir gemeinsam eine großartige und einzigartige Nachrichtenquelle aufbauen können, die die Medienlandschaft bereichern wird.“
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: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter
: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter Freitag, 15.10. 19–21 Uhr, newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin
Jörg Richter behauptet, daß das derzeitige Benutzer-Modell (Programme, Dateien, Verzeichnisse, …) nicht geeignet ist, um den Computer tatsächlich als Informations- und Wissensmedium einer Großzahl von Menschen zugänglich zu machen. Das geltende Benutzerschnittstellen-Paradigma „WIMP“ (Windows, Icons, Menus, Pointing Device) basiert auf Forschungen der 70er Jahre (Xerox PARC), und wurde seitdem nicht wesentlich verändert. Z.T. hat sich die Benutzerschnittstelle sogar „zurückentwickelt“, da ursprüngliche PARC-Konzepte, von Firmen, die kommerziell erfolgreicher waren (Apple, Microsoft) mißverstanden oder umgedeutet wurden.
Der Marktdruck hat heute eine zerklüftete Softwarelandschaft redundanter Applikationen geschaffen, die die Arbeitswelt des Benutzers in kleine Stücke zerhackt. Anstatt sich voll auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, muß der Benutzer sein Kurzzeitgedächntis ständig mit dem Umschalten zwischen Applikationen, dem Verschieben von Fenstern und dem Suchen nach Dateien belasten. In der Forschung wird längst an neuen Interface-Ideen gearbeitet, die die Potentiale des Computers als Werkzeug des Geistes besser ausschöpfen. Es wird 20 Jahre oder länger dauern, bis einige dieser Ideen den Mainstream erreichen. Daß die Bedienung von Computern schon heute ganz anders aussehen kann, zeigt der „Semantische Desktop“ des DeepaMehta-Projekts.
Das Projekt „DeepaMehta“ wurde Anfang 2000 von Matthias Staps und Jörg Richter gegründet. Das Besondere an DeepaMehta ist die gehirntaugliche Benutzerschnittstelle, die vollständig auf Mind Maps / Concept Maps basiert. Semantische Beziehungen zwischen Themen werden direkt dargestellt. Es gibt keine (sichtbaren) Programme, keine Dateien, keine Fenster, kein Speichern. Stattdessen erzeugen Individuen und Arbeitsgruppen ihre Begriffe, Sichtweisen und Arbeitsabläufe selbst. DeepaMehta ist seit 1 Jahr im Beta-Stadium und wird in Forschungs- und Community-Projekten erprobt und weiterentwickelt. DeepaMehta ist Open Source und steht unter der BSD Lizenz.
Die „Reducing the Semantic Distance“ Verantstaltung ist für 2 Stunden geplant. Der erste Teil gibt Einblicke in die HCI-Forschung, gemischt mit historischem Video-Material und Spielfilmausschnitten. Im zweiten Teil wird das DeepaMehta-Projekt „live“ demonstriert und diskutiert. Ziel der Verantstaltung ist das Setzen von Zukunftsimpulen.
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: Auf dem Weg zur „World Intellectual Wealth Organisation“
: Auf dem Weg zur „World Intellectual Wealth Organisation“ Die Genfer Deklaration ist ein eindrucksvoller Schritt hin zur Bildung einer breit angelegten Koalition von Menschen, Organisationen und Ländern , die ein Überdenken der Ziele und Mechanismen zur Gewährung von monopolisierter Kontrolle über verschiedene Arten von Wissen durch die internationale Gemeinschaft fordert. Sie bietet viele konstruktive und konkrete Vorschläge für Veränderungen in den Zielen, der Politik und den Prioritäten der WIPO. Sie gibt vielfältige und einsichtige Argumente für einen Neuentwurf der Copyright- und Patent-Abwägungen, um dem Gemeinwohl der gesamten Menschheit besser zu dienen.
Wir sind überzeugt, dass neue Antworten manchmal neue Fragen erfordern und nicht eine sorgfältigere Wiederholung der alten Fragen. Eine Weltorganisation für Geistiges Eigentum wird verständlicherweise immer zu der Anwendung der vorgegebenen Werkzeuge der Monpolisierung neigen, die sie als Geistiges Eigentum bezeichnet; einen Begriff, den wir für ideologisch aufgeladen und gefährlich verschleiernd im Bezug auf die erheblichen Unterschiede der durch ihn vereinnahmten Rechtssysteme halten.
Während sie über eine bessere und möglicherweise gesellschaftlich nachhaltigere Form der Gewährung von eigentumsähnlichen Monopolen über verschiedene Formen von Wissen betrachten kann, wird es der WIPO nicht leicht fallen, einen Blick auf diese alternativen Lösungen zu werfen. WIPO ist nicht, was wir brauchen.
Wir brauchen eine Weltorganisation für geistigen Reichtum („World Intellectual Wealth Organisation“), verpflichtet der Forschung und Förderung von neuen und innovativen Wegen der Schaffung und Verbreitung von Wissen. Gewährung eingeschränkter Monopole und beschränkter Kontrolle über bestimmte Arten von Wissen mag Teil der Werkzeuge dieser neuen Organisation sein, jedoch nicht das Einzige, und möglicherweise nicht das Wichtigste.
Wir begrüßen und unterstützen die Genfer Deklaration und laden ihre Verfasser, Unterzeichner und die Vereinten Nationen dazu ein, nicht nur über die zukünftige Rolle der WIPO nachzudenken, sondern auch, was für eine Organisation wir an ihrer Stelle benötigen.
Unterzeichner: u.a. Free Software Foundation Europe und Netzwerk Neue Medien
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: Indymedia bekommt Server zurück – Aber alles noch immer unklar
: Indymedia bekommt Server zurück – Aber alles noch immer unklar Indymedia hat jetzt wohl die Server zurück bekommen, allerdings ist immer noch unklar, was zu der Beschlagnahmung führte. (Golem, Heise und Wired berichten)
Es ist schon mal sehr ungewöhnlich und stark kritisierungswürdig, dass das US-amerikanische FBI in England einen Server beschlagnahmt, weil Berlusconi-Italien hinter Indymedia Terroristen vermutet und die Schweiz sich beschwerte, dass zwei Bilder von Zivilpolizisten dort mal veröffentlicht worden seien. Vielleicht sind dies aber auch nur „Nebelbomben“ und es gibt einen ganz anderen Hintergrund?
Noch sind die Server nicht wieder online, da man diese erstmal sorgfältig untersuchen will, wer weiss, was für Backdoors und sonstiges auf einmal in den Tiefen des Systems verborgen sind. Eine Begründung für die Beschlagnahmung gibt es bisher noch nicht, dafür weltweite Proteste gegen das Vorgehen. In den USA hat sich die Electronic Frontier Foundation eingeschaltet und eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die für Rede- und Meinungsfreiheit sowie das Recht auf Kommunikation eintreten.
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: Wikipedia-CD zum downloaden
: Wikipedia-CD zum downloaden Die deutsche Wikipedia-Sektion hat endlich ein Image der Enzyklopädie auf CD gebannt und bietet diese seit heute zum Download an. Das ganze enthält ca. 130.000 Artikel und mehr als 5000 Bilder.

Das 699 MB grosse ISO-File gibts zum „normalen“ Download bei Freenet.de, viel besser ist allerdings der Download via Bittorrent, was rasend schnell sein soll.
Lustigerweise kam die Grüne Jugend im Rahmen der copy4freedom-Kampagne vor einem halben Jahr schon auf diese Idee und sie packten eine komprimierte Version der deutschen Wikipedia-Sektion auf eine herunter skalierte Knoppix-CD mit drauf, die ebenfalls über Bittorrent vertrieben wurde.
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: Server zur unabhängigen und anonymen Berichterstattung in Groß-Britannien von FBI beschlagnahmt
: Server zur unabhängigen und anonymen Berichterstattung in Groß-Britannien von FBI beschlagnahmt Die britische Niederlassung des amerikanischen Internetprovider Rackspace übergab am Donnerstag Morgen die Server dem FBI. Dabei handelte es sich um Rechner des unabhängigen Nachrichtenzentrums Indymedia, auf denen auch Indymedia-Ableger 20 anderer Nationen betrieben wurden, um die eines Anbieter für Radiostreaming und die der Linuxdistribution BLAG. Der Provider gibt zu Gründen der Maßnahme keine Angaben.
Nachdem amerikanische Institutionen in den letzten Monaten mehrfach unabhängige Medienzentren angriffen, legt Indymedia den Zusammenhang mit einem Vorfall vor zwei Wochen in Frankreich nahe. Bei dem wurde Indymedia Frankreich, die auch über dem beschlagnahmten Server erreichbar war, vom FBI aufgefordert Fotos von zwei schweizer Zivilpolizisten von ihren Seiten zu nehmen. Der Heise-Verlag greift in seinem Newsticker Spekulationen auf, nach dem die Liste der Deligierten des Parteitages der Republikanischen Partei Amerikas oder „ein privater Rechtsstreit“ Grund für die Übergabe der Server an das FBI sein soll.
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: Viele Fotos von der Freifunk Summer Convention
: Viele Fotos von der Freifunk Summer Convention Hier gibt es ganz viele Fotogalerien von der Freifunk Summer Convention, die vergangene Woche im dänischen Djursland zu Ende ging. Mehr als 200 Teilnehmer aus 32 Staaten kamen zusammen, um über Wireless-Lan und Open Spectrum zu diskutieren, sich auszutauschen, Antennen zu bauen und zu networken. Mehr als 1400 Fotos und 18h Film sollen so mindestens zusammen gekommen sein, die noch alle auf Nachbearbeitung warten.