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The Dark Side of Cyberspace

Das PC Global Projekt von „Weltwirtschaft Ökologie & Entwicklung – WEED e.V.“ organisiert diesen Monat wieder eine kleine Speaker’s Tour zum Thema „The Dark Side of Cyberspace – Ein Blick hinter die saubere Fassade der Computerindustrie“. Zwei chinesische AktivistInnen werden an verschiedenen Orten über die Auswirkungen der Finanzkrise und die Arbeitsbedingungen in Chinas Weltmarktfabriken berichten.…

  • Markus Beckedahl

Das PC Global Projekt von „Weltwirtschaft Ökologie & Entwicklung – WEED e.V.“ organisiert diesen Monat wieder eine kleine Speaker’s Tour zum Thema „The Dark Side of Cyberspace – Ein Blick hinter die saubere Fassade der Computerindustrie“. Zwei chinesische AktivistInnen werden an verschiedenen Orten über die Auswirkungen der Finanzkrise und die Arbeitsbedingungen in Chinas Weltmarktfabriken berichten.

Hier sind die Tourdaten:

15.12. – Berlin
14–16 Uhr – TU Berlin Hauptgebäude / Straße des 17. Juni 135 / Raum H 0106
19–21 Uhr – IG Metall Haus / Alte Jakobstraße 149 / Raum E01 – E0

17.12. – München
19 Uhr – IG Metall (genauer Ort noch nicht bekannt)

18.12. – Dresden
19 Uhr – In der ‚Veränderbar’ / Görlitzerstraße 42 / Hinterhof

Junge Frauen bauen in Chinas Weltmarktfabriken Computer für den US-amerikanischen und europäischen Markt zusammen. Ihre ohnehin prekären Jobs sind nun in Folge der Finanzkrise bedroht.

Jenny Chan und Charles Ho von der chinesischen Organisation SACOM Students and Scholars against Corporate Misbehaviour ( www.sacom.hk) berichten über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die chinesische Exportindustrie: Auf der einen Seite beobachten sie drohende Arbeitslosigkeit und eine Schwächung der Rechte der ArbeiterInnen. Auf der anderen Seite sehen sie eine Zunahme von Protesten auf der Straße und von gerichtlichen Rechtseinforderungen durch die ArbeiterInnen. Außerdem stellen Jenny Chan und Charles Ho neueste Berichte über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferunternehmen großer Computerkonzerne vor.

Die dunkle Seite des Cyberspace stellt die Lebensrealität der meist jungen WanderarbeiterInnen dar, welche in den High-Tech Sweatshops schuften: Exorbitante Überstunden zu den Stoßzeiten, niedrige Löhne und ein unzureichender Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Fabriken sind keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu Arbeitsunfällen und Vergiftungen. Zudem fehlt es an einer unabhängigen gewerkschaftlichen Organisierung.

Wir wollen Strategien einer Unterstützung der chinesischen ArbeiterInnen diskutieren.
Über welche Potenziale verfügen öffentliche Einrichtungen wie Universitäten und Gemeinden, wenn sie Computer einkaufen? Wie können soziale Kriterien, wie beispielsweise das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung, im öffentlichen Einkauf beachtet werden?

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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