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Erstmal kein OpenXML als ISO-Standard

Heise: Microsofts OpenXML verpasst (vorerst) Befürwortung als ISO-Standard . Knapp daneben ist auch vorbei – Microsoft hat die Befürwortung des Dokumentenformats Office Open XML (OOXML) für eine ISO-Standardisierung nach Angaben des Softwarekonzerns ganz knapp verpasst. Angesichts der vielen Ja-Stimmen spricht Microsoft aber bereits von „starker weltweiter Unterstützung für OpenXML vor der abschließenden Phase des ISO-Standardisierungsprozesses“.…

  • Markus Beckedahl

Heise: Microsofts OpenXML verpasst (vorerst) Befürwortung als ISO-Standard .

Knapp daneben ist auch vorbei – Microsoft hat die Befürwortung des Dokumentenformats Office Open XML (OOXML) für eine ISO-Standardisierung nach Angaben des Softwarekonzerns ganz knapp verpasst. Angesichts der vielen Ja-Stimmen spricht Microsoft aber bereits von „starker weltweiter Unterstützung für OpenXML vor der abschließenden Phase des ISO-Standardisierungsprozesses“.

Über ein Drittel der qualifizierten Stimmberechtigten hielten die Spezifikation demnach momentan noch nicht reif für die Weihen der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Der Microsoft-Entwurf hat somit bei seinem ersten Anlauf nicht die erforderlichen Mehrheiten für eine rasche Standardisierung per „Fast Track“-Verfahren gefunden. Die OpenXML-Spezifikation hat weder die erforderliche Mehrheit der voll stimmberechtigen Länder erhalten, noch haben sich ausreichend Mitgliedsstaaten der ISO insgesamt für das Format erwärmen können.

Gestern war noch bekannt geworden, dass Frankreich, Grossbritanien, Korea und Lettland gegen OpenXML gestimmt hatten. Da wir leider Microsoft-Land sind, gab es hier eine Zustimmung. Die endgültige Abstimmung soll im März 2008 sein.

Mehr Informationen und Stimmen bietet Groklaw: The results of the ISO voting: Office Open XML is Disapproved.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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