Das BKA hat in seiner Öffentlichkeitsarbeit wohl eine offene Flanke entdeckt und erklärt jetzt nochmal die Sache mit dem Bundestrojaner. Zumindest laut der Zeitschrift Chip. Schade eigentlich, das Medienspektakel wurde ja immer surrealer und man wunderte sich über all die Menschen und Journalisten, die sich tatsächlich vor einem unkontrollierbaren Trojaner in ihren Spammails fürchteten. Nun soll es aber einen neuen Namen geben und „Remote Forensic Software“ klingt ja auch etwas Bürgerfreundlicher. Vor allem kann fast niemand etwas mit dieser englischen Wortkombination anfangen. Auf jeden Fall soll der Bundestrojaner laut BKA jetzt sowas wie eine Wanze, bzw. Keylogger sein.
Golem: Bundestrojaner wird lokal auf dem Rechner installiert
In die Frage, wie die umstrittenen Online-Durchsuchungen funktionieren, will die Zeitschrift Chip etwas Licht gebracht haben. Demnach ist die als „Bundestrojaner“ bezeichnete Software eher eine Wanze, eine Software die direkt durch den physikalischen Zugriff auf dem Rechner der Zielperson installiert wird. Die Behörden müssen sich also einen direkten Zugang zum System verschaffen, z.B. in die Wohnungen eines Verdächtigen eindringen.
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Die oft als Bundestrojaner bezeichnete Software sei mit dem Begriff „Trojaner“ eigentlich falsch beschrieben, dem Artikel zufolge wird das Werkzeug nur in Ausnahmefällen per Online-Übertragung auf den Zielrechner gespielt, denn die Erfolgsaussichten dieser Methode seien einfach zu schlecht.
Wir können ja einfach weiter von Bundestrojaner sprechen. Ist ja ein mittlerweile eingeführter Begriff.