In einem Interview auf SWR2 hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ein Kompetenzzentrum für Staatstrojaner angekündigt. Dies komme aber frühestens in einem Jahr. „Ich gehe davon aus, dass es mindestens ein Jahr dauert. Das kommt immer darauf an, was man an Basis dazu kauft und was man selber entwickeln muss. Das lässt sich jetzt nicht abschätzen.“, so Friedrich. Das BKA soll im Moment ein Konzept entwickeln, Friedrich geht davon aus, dass dann wohl alle Bundesländer mitmachen.
Bis jetzt ist übrigens alles prima gelaufen, die Software wurde immer ausführlich getestet, und, ähm, natürlich hat man sich dazu nicht den Quellcode angeschaut:
Also unsere Experten, die die Software, ich sage mal passgenau für das, was sie damit machen wollten, bestellt haben, haben natürlich ausprobiert und sehr genau untersucht, was kann diese Software? Denn sie darf nur das können, was auch das Gericht angeordnet hat. Richtig ist, dass wir nicht in den sogenannten Quellcode geschaut haben.
Bis das neue Kompetenzzentrum steht werde man weiterhin Software einsetzen, die es auf dem freien Markt zu kaufen gebe, man wolle „die aber sehr genau nach ihren Wirkungsweisen und nach dem, was sie kann“ untersuchen lassen. Auch möchte man den Quellcode sehen. Man wolle mit den Unternehmen darüber verhandeln, welche „unabhängige Stelle außerhalb der Sicherheitsbehörden“ den Quellcode untersuche, das könne z.B. das BSI sein. Denn man vermutet, dass die Unternehmen den Quellcode nicht direkt dem BKA geben wollen, wenn dieses einen eigenen Trojaner entwickeln will.
Hier ist die MP3 und hier das Transcript als PDF.