Das freie Film- und Musikabspielprogramm VLC wird künftig für die neue Generation der Apple-Computer mit INTEL-Prozessoren weiter entwickelt. Grund für die Software-Unterstützung seitens der plattformübergreifenden Software aus Frankreich war die Haltung des Apple-Konzerns gegen das umstrittene französische DADVSI-Gesetz, so VideoLAN in einer Erklärung: Das Gesetz, für das im März die Abgeordneten stimmten, gefährde das Entwickeln von VLC, da es französischen Bürgern verbiete, Software zu benutzen, die das Digital Restriction Management (DRM) umgehe.
Apple setzte sich gegen das Gesetz zur Wehr, weil es seinen iTunes-Musikstore im Internet bedroht sah. Schließlich sieht das Gesetz auch vor, dass Musikdateien in einem für jedermann zugänglichen Format wie MP3 online verkauft werden – nicht so bei Apple, das sein eigenes Format pflegt. „Dennoch – OS X wurde auf den bestatteten Resten von FreeBSD gebaut und nutzte für Safari, was noch vom aufgeblähten Browser von KDE gerettet werden konnte. Das kann nur bedeuten, dass sie Open Source gänzlich annehmen“, merkt VideoLAN-Entwickler Sam Hocevar an. Das VideoLAN-Team erkennt die Bemühungen von Apple gegen das Gesetz an und hat beschlossen, den VLC-Player künftig nicht mehr für die Mac-Versionen G4 und G5 zu entwickeln, sondern gleich für die schnelleren Macs mit den neuen INTEL-Prozessoren. Der Player ist laut versiontracker.com das am häufigsten heruntergeladene Programm für OS X. Eine neue Version soll den Wechsel von alten G4-Rechnern auf die neuen INTEL-basierten erleichtern und beschleunigen.