Der Download von 3D-Drucker-Bauplänen für einsatzbereite Schusswaffen wird ein großes Stück einfacher. Ab dem 1. August stellt die Plattform defcad.com fertige Vorlagen ins Internet, darunter auch das des semi-automatischen Gewehres AR-15, das sich bei Massenmördern in den USA großer Beliebtheit erfreut.
Hintergrund ist ein Umschwenken der Trump-Administration, die entschieden hat, ein noch von der Obama-Regierung begonnenes Gerichtsverfahren nicht mehr weiterzuverfolgen. Wired schreibt:
Vor zwei Monaten hat das US-Justizministerium [dem libertären Waffennarren Cody Wilson] eine Einigung angeboten, um einen Rechtsstreit zu beenden, den er und eine Gruppe von Mitklägern seit 2015 gegen die US-Regierung angestrengt hatte. Wilson und seine Anwälte haben ihre juristische Argumentation auf „freie Rede“ gestützt: Sie hoben hervor, dass das US-Außenministerium beim Verbot, die 3D-Modelle zum Download anzubieten, nicht nur sein in der US-Verfassung garantiertes Recht, Waffen zu besitzen, verletzt hat, sondern auch sein Recht, Information frei zu teilen.
Wie gut die selbst-gedruckten Waffen tatsächlich funktionieren, bleibt vorläufig unklar. Vor fünf Jahren hatte das Make Magazin mal eine solche Waffe hergestellt, mit durchwachsenem Erfolg. Seitdem sind allerdings einige Jahre ins Land gezogen. Wir werden es wohl bald herausfinden.
