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Lobbyverband will mehr Überwachungstechnik verkaufen

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) will durch seine Mitglieder mehr Überwachungstechnik verkaufen. Dafür wurden jetzt die Generalsekretäre der Parteien befragt, wie sie denn zu den neuen und innovativen Technologien, wie Biometrie und Videoüberwachung, stehen. Das Ergebnis wurde in eine Pressemitteilung gepackt. Zwar werden auf der Seite auch die kompletten Antworten der Parteien versprochen, hinter…

  • Markus Beckedahl

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) will durch seine Mitglieder mehr Überwachungstechnik verkaufen. Dafür wurden jetzt die Generalsekretäre der Parteien befragt, wie sie denn zu den neuen und innovativen Technologien, wie Biometrie und Videoüberwachung, stehen. Das Ergebnis wurde in eine Pressemitteilung gepackt. Zwar werden auf der Seite auch die kompletten Antworten der Parteien versprochen, hinter dem passenden Link findet man allerdings nichts.

„Bei einigen Techniken allerdings sind die Politiker unnötig skeptisch“, konstatiert Bernd Seibt, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheitssysteme. „Es würde Deutschland gut tun, wenn die Parteien die Vorteile der Sicherheitstechnik und nicht die Risiken in den Vordergrund stellten. Eine gute Sicherheitsinfrastruktur erhöht die innere Sicherheit als Standortvorteil Deutschlands.“

Natürlich befürwortet nur die CDU/CSU uneingeschränkt diese Technologien und wird dafür lobend in der Pressemitteilung erwähnt. Ansonsten kann ich mir über die Antworten der anderen Parteien jetzt keine Meinung bilden, weil ich dazu gerne die kompletten Antworten der Parteien lesen würde. Und nicht nur den Best-of-remix aus Sicht des ZVEI in deren Pressemitteilung.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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