Dorothee Bär (CSU) erklärt in einem lesenswerten Beitrag auf Cicero.de: Die „Generation Kostenlos“ gibt es nicht. Vielleicht gibt es das ja auch in gedruckter Form für ihre Kolleginnen und Kollegen.
Es handelt sich dabei nicht um eine Generation von jungen Menschen, die am liebsten alles gratis und ohne Rücksicht auf Verluste haben möchten. Es handelt sich dabei um eine Generation, die nicht einsieht, dass sie auf die Möglichkeiten des technischen Fortschritts verzichten muss, nur weil man es nicht auf die Reihe bekommt, die nötigen Rahmenbedingungen für das Leben in einer veränderten Welt zu schaffen. Der Ruf nach der Politik ist dabei das eine. Das andere sind zeitgemäße Geschäftsmodelle, ein echtes und faires Angebot an die Verbraucher, für das zu Gebrauchende auch adäquat zu bezahlen.
Zwischen den Zeilen gibt es auch eine deutliche Absage an ACTA zu lesen:
Auch die Politik muss ihre Hausaufgaben machen. So können wir nicht auf der einen Seite fordern, dass der Zugang zum Internet einem Grundrecht gleich kommt, und auf der anderen Seite beim sogenannten „Three-Strikes-Modell“ damit drohen, den Menschen genau dieses Grundrecht auf bestimmte Zeit zu entziehen. Auch müssen wir beispielsweise darauf achten, Internetprovider nicht mit Aufgaben zu betreuen, die eigentlich im Bereich der Exekutive angesiedelt sind – im Sinne unserer demokratischen Gewaltenteilung. Wir müssen also darauf achten, dass sich hier nicht Maßstäbe und Grundsätze auf eine Art und Weise verschieben, die wir so nicht akzeptieren dürfen.