NPP 260 Crossover Female TechTalk„Leute, die weniger als 10 Tabs offen haben, sind mir suspekt.“

Sara Nill und Elisabeth Steffen vom Podcast Female TechTalk sprechen in dieser Crossover-Folge mit Constanze Kurz. Aber Vorsicht, man könnte nach dem Anhören eventuell Lust bekommen, sich mehr mit Technik zu beschäftigen.

So stellt sich eine AI einen Hacker-Schreibtisch vor, wenn er von Bob Ross gemalt worden wäre. (Symbolbild, Diffussion Bee)


Die neue Folge unseres Podcasts ist eine Crossover-Folge mit Female TechTalk. Da wird es wenige überraschen, dass sich eine vorweihnachtliche Damenrunde zusammengefunden hat.

Sara, Constanze und Eli
Im Podcast: Sara, Constanze und Eli.

Female TechTalk hat bisher 23 Folgen im Kasten. Sie drehen sich um Frauen in der Welt der Informatik und im weitesten Sinne um die Frage, warum eigentlich immer noch so wenige das Fach studieren. Die Podcasterinnen Sara Nill und Elisabeth Steffen halten dagegen und versuchen, das Studienfach näherzubringen. Hört man rein, kann man zuweilen Lust bekommen, selbst ein Studium der Informatik aufzunehmen. In der aktuellen Folge werden aber auch ein paar Aspekte besprochen, die in der akademischen Welt der Computerwissenschaft kritikwürdig sind.

Wir sprechen im Podcast natürlich auch über netzpolitik.org und das Privileg, unabhängig von Werbung, Tracking, Paywalls oder Clickbaiting arbeiten zu können. Außerdem geht es um den Chaos Computer Club und darum, wie man eigentlich einen Geheimdienst verklagt.

Die nächste Folge von Female TechTalk wird es übrigens schon im Januar geben!

Mit in dieser Folge: Sara Nill, Elisabeth Steffen und Constanze Kurz. Dank an Serafin Dinges.


Den Netzpolitik-Podcast NPP kann man im mp3-Format oder als ogg-Datei herunterladen oder bei Spotify abonnieren.

No Tracking. No Paywall. No Bullshit.

Unterstütze auch Du unseren gemeinwohlorientierten, werbe- und trackingfreien Journalismus.

Die Arbeit von netzpolitik.org finanziert sich zu fast 100% aus den Spenden unserer Leser:innen. Werde Teil dieser einzigartigen Community und unterstütze jetzt unsere Arbeit mit einer Spende.

Jetzt spenden

13 Ergänzungen

  1. „Leute, die weniger als 10 Tabs offen haben, sind mir suspekt.“

    Von einer Webseite, ok. Ansonsten ist sowas ein konkretes Sicherheitsrisiko, verschiedene Seiten offenzuhalten, mit aktiven Inhalten, womöglich noch im selben Prozess…

    1. „im selben Prozess“ gilt nur für IT-Monotheisten denke ich. :-)

      So weit ich erinnere war es eines der neueren Features des Firefox jedem Tab einen eigenen Prozess zu geben.

      Gilt das [problemum] evtl. nur für Windows und/oder Google Chrome? ;)


      von meinem Linux Desktop geschrieben (2 offene Tabs) :)

        1. Warum sind viele Tabs ein Sicherheitsrisiko?

          Ab einer bestimmten Nummer friert der Rechner ein & macht schlapp.
          Aber das ist ja eher ein Thema der Leistung, denke ich.

          1. Denial oft Service kann der Einstiegspunkt sein!

            Nee, das hatte ich da nicht im Sinn. Es geht um Tabs verschiedenster Seiten, deren Verhalten Nutzer in der Praxis nicht kennen.

            Netzpolitiktabs sind da eher kein Problem, habe ich auch. Für „Tabs der gleichen Seite“ jedoch, gibt es keine Absolution, z.B. wenn dynamisch Werbung nachgeladen wird. Abstufungen nach Seitensorte ja, aber nicht immer völlig harmlos.

  2. Es ist immer schön, Constanze in einem Podcast zu Gast zu haben… Danke immer wieder für die Verknüpfungen zwischen Technik & Gesellschaft.

    Bit&Bäume… denn ja, die vielen Klimagruppen hängen einfach oft noch sehr an Big Tech. Schön, dass es daher viele Kollektive gibt, die Strukturen Bereitstellen.
    Hier sind mit cryptpad & Framasoft einige tolle Organisationen aus anderen Ländern vorne mit dabei.

    Meine eigentliche Frage bezieht sich auf Wahlcomputer, denn Constanze sagte, dass das ein Sschwerpunktthema ist:
    Wieso erkennen fast alle (außer Bolzo) die Präsidentschaftswahl in Brasilien an?
    Sind die Geräte, die in Brasilien genutzt werden besser, als das was in Europa versucht wurde?
    Und falls es eine berechtigte Kritik an dem dortigen System gibt, wie würde man eine Siutation wie 2019 in Bolivien vermeiden?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_Bolivien_2019#Ergebnisse_und_Reaktionen

    Freue mich auf eure Einschätzung hierzu.

    1. Danke. :}

      Ich habe mich nicht detaillierter mit den heutigen brasilianischen Wahlcomputern beschäftigt, ich erinnere mich aber spontan an einen Vortrag eines Brasilianers im Jahr 2014, in dem mehrere Schwachstellen der Computer gezeigt wurden. Aber das ist ja auch schon einige Jahre her.
      Im Einsatz sind verschiedene Varianten der Wahlcomputer bereits seit 2000, vernetzte Komponenten hatten sie damals nicht. Die gesamte Wahlbevölkerung wählt also schon viele Jahre an der „Urna Eletrônica“, mehr als 400.000 Wahlcomputer waren schon damals im Einsatz. Das bedeutet auch, dass ein signifikanter Anteil der Bevölkerung schon gar nichts anderes mehr kennt. Nirgendwo auf der Welt lief das vergleichbar ab, höchstens noch Indien könnte man vergleichen.

      1. danke für die Antwort.

        Mich würde das schon interessieren, warum das mit dem Wahlcomputern in Brasilien klappt und hier nicht.
        Das wäre auf jeden Fall ein Artikel wert.
        Vielleicht in Zusammenarbeit mit einem brasilianischen Portal/Journalisten?

    2. „Bit&Bäume… denn ja, die vielen Klimagruppen hängen einfach oft noch sehr an Big Tech. Schön, dass es daher viele Kollektive gibt, die Strukturen Bereitstellen.“

      Ich stelle es mir als ziemliche Herausforderung vor, „Digital Natives“ von GAFAM weg zu bekommen, wenn sie schon als Baby auf Papis iPad herumgepatscht haben („Oh mein Gott, guck dir das an, Schatz. Die Kleine ist ja soooo klug!“) und später schon im frühen Alter ein Android-Smartphone geschenkt bekommen haben, auf dem latürnich Whatsapp installiert ist.

  3. Danke für den Podcast. Bei mir ist es genau anders herum, alle die mehr als 5 oder 10 Taps offen haben und oder Taps NIEMALS schließen. Sind mir genauso suspekt wie Menschen die immer alles zuerst in eine Suchmaschine eingeben.

    Verallgemeinern lässt es sich halt nicht. ich denke man kann sehr viel mit Skripten machen und sich aktualisierenden Feeds. Wörter und Inhalte kann man auch offline nach schlagen ohne das man dafür ein Internet benötigt und sogar Routing klappt doch offline. Browser sind einfach unheimlich ineffizient.

    Wenn ihr wenigstens 10 Terminals geschrieben hättet, aber Taps .. ;D

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.