In eigener SacheNeue Chefredaktion für netzpolitik.org

Wir bekommen eine neue Chefredaktion. Anna Biselli wird Markus Beckedahl nachfolgen, der uns mit neuen Aufgaben erhalten bleibt. Außerdem suchen wir eine weitere Person, denn die Chefredaktion soll künftig ein Zweierteam sein.

Markus Beckedahl und Anna Biselli
netzpolitik.org bekommt eine neue Chefredaktion. CC-BY-SA 4.0 Darja Preuss/owieole

Wir haben Neuigkeiten: netzpolitik.org bekommt eine neue Chefredaktion! Anna Biselli wird Markus Beckedahl als Teil der neuen Chefredaktion nachfolgen. Diese soll künftig aus einem Zweierteam bestehen, daher gehen wir auf die Suche nach geeigneten Kandidat:innen. Markus Beckedahl wird netzpolitik.org als starke Stimme erhalten bleiben und sich wieder verstärkt auf Analysen, Kommentare und Podcasts konzentrieren. Außerdem übernimmt er im Team und nach außen weiter eine vernetzende und beratende Rolle.

Markus Beckedahl hat netzpolitik.org vor 18 Jahren gegründet, über die Jahre hat er es vom 1-Mann-Blog hin zum öffentlichen Knotenpunkt der digitalen Zivilgesellschaft und zur wichtigsten deutschsprachigen Publikation für digitale Freiheitsrechte entwickelt. Dabei sind wir immer weiter gewachsen, personell und vor allem auch publizistisch. netzpolitik.org hat heute 17 Angestellte auf 12,5 Vollzeitstellen und im Jahr 2021 ein Jahresbudget von etwa einer Million Euro, das fast ausschließlich über Spenden im Rahmen der freiwilligen Leser:innenfinanzierung ermöglicht wird.

Wachsendes Themenfeld, wachsendes Team

Um nachhaltige interne Strukturen zu schaffen, haben wir einen Organisationsentwicklungsprozess eingeleitet. In diesem Rahmen haben wir gemeinsam beschlossen, den Übergang in der Chefredaktion einzuleiten. Dazu sagt Markus Beckedahl:

netzpolitik.org ist mittlerweile groß genug, nachhaltig und gemeinwohlorientiert durch die eigene Community finanziert und publizistisch profiliert, um sich auch ohne mich in verantwortlicher Position weiterentwickeln zu können. Es war ein großer Spaß und eine spannende Chance, in einer Pionierrolle die Grenzen zwischen Journalismus, Aktivismus sowie Politik für und im Netz auszuweiten und weiterzudenken. Ich möchte jetzt auch andere Sachen ausprobieren und wieder mehr Zeit zum inhaltlichen Arbeiten, zum Nachdenken über neue gesellschaftliche Fragestellungen und für neue Projekte haben. Ich habe großes Vertrauen in Anna Biselli, dass sie diese Aufgabe mit ihren eigenen Stärken gut ausfüllen wird.

Die Aufgaben einer Chefredaktion in unserem wachsenden und starken Team mit zahlreichen Themenfeldern sind sehr vielfältig. Wir haben uns deswegen für eine Doppelspitze entschieden, damit unterschiedliche Fähigkeiten und Qualifikationen sich ergänzen und die Arbeitsbelastung sowie die Verantwortung geteilt werden kann. Als einen Teil der Doppelspitze hat die Redaktion Anna Biselli gewählt.

Zweite Hälfte der Doppelspitze gesucht

Anna Biselli ist Informatikerin und kam 2013 ins Team. Sie hat die Entwicklung von netzpolitik.org seitdem entscheidend mitgeprägt. Zuletzt hat sie als Chefin vom Dienst die Redaktionsarbeit koordiniert. Unter anderem mit Recherchen zur digitalisierten Migrationskontrolle und zu Überwachungsgesetzen hat Anna Biselli immer wieder wichtige netzpolitische Debatten angestoßen und ermöglicht. Sie sagt zu ihrer neuen Aufgabe:

netzpolitik.org hat sich in den letzten 18 Jahren ständig verändert. Ich fühle mich sehr geehrt von dem Vertrauen, diese Weiterentwicklung in der kommenden Zeit mitgestalten zu dürfen. Dabei kann ich mit einem großartigen Team arbeiten, das eine enorme netzpolitische Expertise und einen starken Sinn für die gesellschaftlich relevanten Fragen der Digitalisierung vereint. Ich freue mich auf die gemeinsame Reise.

Auch die zweite Person für das Chefredaktionsteam wird in einem Verfahren unter Beteiligung der Redaktion ausgewählt. Wir haben die Stelle ausgeschrieben und freuen uns auf Bewerbungen von Menschen, die mit dem Team Impulse im gemeinwohlorientierten Journalismus und der digitalen Gesellschaft setzen wollen.

Wir freuen uns auf den spannenden Umbruch und werden euch auf dem Laufenden halten.

Über netzpolitik.org

netzpolitik.org ist ein vielfach ausgezeichnetes gemeinnütziges Medium, unter anderem mit dem Grimme-Online-Award, „Team des Jahres“ beim Medium-Magazin und nicht zuletzt durch die Landesverrats-Ermittlungen, die ein damaliger Verfassungsschutzpräsident und heutiger Verschwörungsideologe angezettelt hatte. Die Redaktion begleitet Fragen zu Politik, Technik, Recht und Kultur der digitalen Gesellschaft.

Die Arbeit findet an der Schnittstelle von Journalismus und Zivilgesellschaft statt: netzpolitik.org versteht sich als journalistisches Angebot, das nicht neutral ist, sondern aus der Perspektive von Grund- und Freiheitsrechten über die Digitalisierung berichtet. netzpolitik.org ist einer der Vorreiter des spendenfinanzierten und gemeinnützigen Online-Journalismus im deutschsprachigen Raum. Team-Mitglieder werden regelmäßig als Expert:innen von anderen Medien, von Parlamenten und Gerichten angefragt.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

2 Ergänzungen

  1. Herzlichen Glückwunsch Anna, möge die neue Arbeit Freude bereiten und stets Netzpolitik.org’s und hoffentlich auch deinem Wohl dienen!

    Was Markus angeht … nun, irgendwann holt einen das Alter ein, von daher Hut ab, dass du es einsiehst und dich zum alten Eisen gesellst. Hab gehört, die Finger fallen vom jahrelangen Tippen schon fast ab — Nein, bin gespannt, was du als nächstes anpacken wirst. ;-)

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.