Was vom Tage übrig blieb

Rückrufe, Regeln und Reformen

Eine Sicherheitslücke machte LTE-Telefonate unsicher, Facebook will mehr gegen Rassismus auf seiner Plattform unternehmen und eine Analyse will jetzt schon die Grundlage dazu legen, dass die nächste Urheberrechtsreform besser ausfällt als die letzte. Die besten Reste des Tages.

Fernsehturm
„Lieber Freund, was für ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzen, mehr Omelette als Mensch.“ Friedrich Nietzsche.

Sicherheitslücke ermöglicht Abhören von Mobilfunkanrufen (Ruhr-Universität Bochum)
Forschende an der Ruhr-Uni Bochum haben Sicherheitslücken bei Basisstationen mancher Hersteller gefunden. Dadurch konnten sie Telefonat mithören, die über Voice-over-LTE geführt wurden, wenn sie in derselben Funkzelle wie die Zielperson waren. Dafür mussten sie das Zielhandy „kurz nach dem abzuhörenden Anruf“ selbst anrufen, heißt es in der Pressemitteilung der Universität. Die Hersteller der Basisstationen wurden informiert, „die Schwachstelle sollte weitestgehend behoben sein“.

Facebook verbannt „Zwarte Piet“ von Plattformen (Spiegel Online)
Facebook will mit neuen Hausregeln gegen rassistische und antisemitische Stereotype auf seiner Plattform vorgehen. Darunter fällt auch der sogenannte „Zwarte Piet“, der laut niederländischer Erzählung Helfer des Nikolaus sein soll und meist mit Blackface dargestellt wird. Generell will das soziale Netzwerk den Umgang mit politischen Nachrichtenseiten ändern, wie sich aus einem Bericht zu Community-Regeln ablesen lässt.

Ein modernes Urheberrecht (freiheit.org)
Nach der Reform ist vor der Reform. Während Deutschland noch berät, wie sich denn nun die EU-Urheberrechtsreform am besten umsetzen lässt, haben Philipp Otto, Lukas Daniel Klausner und netzpolitik.org-Autor Leonhard Dobusch eine umfangreiche Analyse des Status quo verfasst. Dabei geht es nicht nur um die aktuellen Reformbemühungen, zur Sprache kommt auch ein ausführlicher Future Check, um im Jahr 2030 zu einem besseren Urheberrecht als heute zu kommen. Das knapp 50-seitige Papier steht unter einer CC-Lizenz und ist im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung erstellt worden.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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