Was vom Tage übrig blieb

Schöner streamen ohne Schuldgefühle und schöner visualisieren ohne Copyright

Airbnb fertigt auf Grundlage eines ominösen Algorithmus Risikobewertungen von Kund:innen an, wir fragen uns, wo sich besser CO2 einsparen lässt – beim Fliegen oder Streamen? – und freuen uns über freie Illustrationen des Landes Brandenburg zum Thema Open Access. Die besten Reste des Tages.

Pünktlich zum Wochenende haben wir heute fast schon einen lauen Frühlingsabend.

Airbnb Has Secret ‘Trustworthy Scores’ and This Privacy Group Is Demanding to See Them (Vice)
Das Wohnungsportal Airbnb nutzt einen Algorithmus, um die Vertrauenswürdigkeit seiner Nutzer:innen zu messen. Wird das eigene Profil zum Beispiel mit der Kategorie „antisozialer Tendenzen“ in Verbindung gebracht, könnte dies einer Buchung im Wege stehen. Doch wie genau die Risikobewertung abläuft, ist unklar. Der Algorithmus ist patentiert und das Unternehmen hält sich äußerst bedeckt. Das ‚Electronic Privacy Information Center‘ hat jetzt behördlich Beschwerde eingereicht, um eine transparentere Bewertung zu erreichen.

Streamen ohne Schuldgefühle: Was Nutzer für den Klimaschutz tun können (Heise)
Ist Serien streamen schlimmer als fliegen? Sicherlich nicht. Und doch ist es notorisch schwierig, die CO2 Emissionen pro Stunde Streaming genau zu schätzen. Denn während sich der Stromverbrauch des Endgeräts gut messen lässt, sieht die Sache bei Netzen und Datenzentren deutlich anders aus. Laut Ralph Hintemann vom Berliner Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit „ist der CO2-Fußabdruck der einzelnen Nutzung zwar merklich, aber auch nicht so hoch, dass man Streaming verteufeln sollte.“ Wer wirklich das Klima schonen möchte, sollte trotzdem eher versuchen, technische Geräte lange zu nutzen – und beim nächsten Urlaub auf das Fliegen zu verzichten…

Freie Illustrationen und Icons aus der Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg zum Thema Offenheit in Wissenschaft, Forschung und Kultur (Open Access in Brandenburg)

Getreu dem Motto „öffentliches Geld, öffentliches Gut“ fährt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg seit dem Sommer 2019 eine Open Access Strategie. Erklärtes Ziel des Vorhabens ist es, alle Akteure, die in das wissenschaftliche Publizieren involviert sind, zusammen zu bringen. So soll ein Beitrag dazu geleistet werden, das von fünf Verlagen dominiert akademische Publikationswesen offener zu gestalten. Und nebenher gibt es eine Reihe vielseitiger und frei lizenzierter Vektorgrafiken.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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