Was vom Tage übrig bliebPalantir, Parlamentsvergangenheit und Prandenburg

Was macht Julia Reda heute? Und wann bekommt Brandenburg schnelles Netz? Fragen über Fragen. Dazwischen die Antwort auf eine Informationsfreiheitsanfrage. Die besten Reste des Tages.

Berlin Himmel
Was für schönes Wetter heute wieder in Berlin …

5G kommt sogar nach Brandenburg (Golem.de)
Teile der Redaktion, die im überschriftlich hervorgehobenen wunderschönen Bundesland wohnen, hatten ambivalente Gefühle. Zum einen: Yay, jemand denkt an uns. Zum anderen: Ist es hier wirklich so schlimm, dass das einen Artikel wert ist? Nunja, es ist wie es ist und es kann so einfach sein. Die ersten 5G-Sendestandorte sind im Land der Felder und Seen in Betrieb, Vodafone hat’s vorgemacht.

Julia Reda: Im Namen des Urheberrechts (Zeit Online)
Letztes Jahr im Rahmen der Proteste um die EU-Urheberrechtsreform bekam sie plötzlich ziemlich viele Fans im Teenager-Alter, ziemlich ungewöhnlich für eine EU-Parlamentarierin. Mittlerweile sitzt Julia Reda nicht mehr im Parlament. Henrik Oerding hat nachgefragt, was sie eigentlich heute tut: „Sie hat nach neuen Mitteln gesucht für die Themen, bei denen sie innerhalb der parlamentarischen Demokratie nicht weiterkam. Und sie gefunden“, schreibt der Autor.

Konzept „Palantir gegen COVID-19“ (FragDenStaat.de)
Über eine Informationsfreiheitsanfrage ist nun das Konzeptpapier öffentlich geworden, dass die Datenanalyse-Firma Palantir ans Bundesgesundheitsministerium verschickte. Darin beschreibt Palantir seinen Plan zur datengestützten Corona-Verbreitungsanalyse mit seinem System „Foundry“. Ins Geschäft kamen das Ministerium und Palantir dann aber wohl nicht.

Bye, Amazon (tbray.org)
Dass Amazon nicht unbedingt zu Den Guten™ gehört, ist hinlänglich bekannt. Ob ausgebeutete Mitarbeiter oder plattgewalzte Konkurrenten, der US-Konzern ist nicht zimperlich, solange es der Quartalsbilanz nützt. So auch mitten in der Corona-Pandemie. Nun hat es einem Top-Manager gereicht, der nicht länger mitansehen wollte, wie Amazon um Hilfe bittende Mitarbeiter diskreditierte und feuerte. In einem offenen Brief geht der Ex-Vizepräsident von Amazon Web Services, Tim Bray, mit seinem ehemaligen Arbeitgeber sowie dem „Kapitalismus des 21. Jahrhunderts“ generell ins Gericht: „Ich kündige in Bestürzung darüber, dass Amazon Whistleblower entlässt, die auf die Lage von Lagermitarbeitern aufmerksam machen wollten, die Angst vor Covid-19 haben“, schreibt Bray.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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