Was vom Tage übrig blieb: Shutdowns, Sri Lanka und Stockfotos

Nicht alle Fälle von „In einem afrikanischen Land gibt es kein Internet“ sind gleich. Sri Lanka berät über ein Datenschutzgesetz nach europäischem Vorbild. Großbritannien kopierte illegal Daten aus dem Schengener Informationssystem. Und ein Wettbewerb zur Illustration von Cyberkriminalität sucht nach Alternativen zu grünen Nullen und Einsen. Die besten Reste des Tages.

Der Ausblick aus dem Büro ist derzeit leicht getrübt.

An explainer for when the internet goes down: What, who and why? (African Arguments)
Dass das Internet in manchen Ländern hin und wieder mal ausgeschaltet wird, ist inzwischen leider keine Neuigkeit mehr. Dieser Artikel greift nun noch einmal die feineren Unterschiede zwischen Abschaltungen, Drosselungen und Blocks auf. Dazu werden viele der Beispiele aus der jüngeren Zeit aufgegriffen und in den jeweiligen Kontext gesetzt.

Missbrauch des Schengen-Informationssystems: Großbritannien kopierte Daten (Heise)
Die EU-Kommission hat indirekt bestätigt, dass britische Behörden illegal Daten aus dem Schengener Informationssystem kopiert und diese an Dienstleister in den USA weitergegeben haben. Einem bereits im Vorjahr von EUObserver veröffentlichten Bericht zufolge habe es sich dabei um sensible Daten gehandelt, die allerdings teils hoffnungslos veraltet oder schlicht falsch waren. EU-Abgeordnete fordern nun Aufklärung von der Kommission.

Summary: Sri Lanka Personal Data Protection Bill (Medianama)
Sri Lanka berät seit einigen Wochen über den Entwurf eines Datenschutzgesetzes. Als Vorbild nimmt der Entwurf die DSGVO, jeweilige Gesetze in Australien und Singapur sowie den indischen Entwurf. Der Artikel ist sehr detailliert, gibt aber einen interessanten Einblick in die Entwicklung des Datenschutzes in einem südasiatischen Land, über das man ansonsten eher wenig hört.

How might we reimagine a more compelling and relatable visual language for cybersecurity? (OpenIdeo)
Schwarze Hoodies, grüne Einsen und Nullen, Schlösser, Brecheisen und natürlich dramatische Close-Ups auf Tastaturen: Cyberkriminalität angemessen als Bild darzustellen, ist eine Herausforderung. Deshalb gibt es nun einen Wettbewerb mit Preisen bis zu 7.000 Dollar für innovative Ideen zu diesem Thema. Und ja, dieser Hinweis ist natürlich nicht ganz uneigennützig. So langsam gehen uns die Bilder aus…

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.