Was vom Tage übrig blieb: Postverlust, KI in Zügen und „transparente“ Datengeschäfte

Die österreichische Post verschlampt Datenschutzanfragen, Künstliche Intelligenz soll Aggression in Zügen erkennen und Facebook muss transparenter mitteilen, wie es Daten einsetzt. Die interessantesten Reste des Tages.

Eine Achterbahnfahrt der Gef^W Himmelverhältnisse. Aber nichts anderes würden wir von einem April erwarten.

Wie die Post meine Datenschutzanfrage verschlampt hat (Futurezone)
Nach der Datenschutzaffäre um die österreichische Post hat die Journalistin Barbara Wimmer ihre eigenen Daten dort abgefragt. Wie sie herausfinden musste, geht die Post nicht wirklich sensibel mit solchen Anfragen um.

Randalierer im Zug: Aggressionserkennung durch KI (Heise)
Siemens hat ein „Aggressionserkennungssystem“ entwickelt, das demnächst in Regionalzügen in Berlin und Brandenburg zum Einsatz kommt. Die KI-verstärkte Videoüberwachung soll erkennen, wenn jemand Stress macht, und die Leitstelle alarmieren. Indizien: laute Stimmen und schnelle Bewegungen. Klingt stumpf und ist es auch, aber irgendjemand wird das sicher als „intelligent“ bezeichnen. Bis dahin: beim Junggesellinnenabschied im Zug nicht zu schnell hampeln.

Datengeschäfte: Facebook ändert auf EU-Druck die Nutzungsbedingungen (Heise)
Facebook ändert seine Nutzungsbedingungen und muss zukünftig transparenter machen, wie Daten durch den Konzern weiterverwendet werden. Nach langen Gesprächen mit der EU-Kommission und europäischen Verbraucherschutzbehörden soll Facebook nun insgesamt seine AGBs nutzer:innenfreundlicher und verständlicher gestalten.

Doch keine Uploadfilter? (Funk)
Das öffentlich-rechtliche Funk-Angebot hat mit „Die da oben!“ ein neues Format und komprimiert Debatten im Bundestag auf unter fünf Minuten Zusammenfassung. Hier gibt es die vergangene Debatte um Uploadfilter. Das ist gelungen.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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