Was vom Tage übrig blieb: EU-Supermacht, NSA-Spionage und Chinas Überwachungstechnik

Die EU ist „regulatorische Supermacht“ der Netzpolitik geworden und die NSA spioniert so viel wie noch nie zuvor. Ein Professor spricht über Datenökonomie und Gerechtigkeit, und Chinas Technologien sind gefahrenreich. Die besten Reste des Tages.

Ok, wir geben es zu. Dieses Bild entstand schon um 17 Uhr.

Europa vs. Big Tech (Republik)
Die Europäische Union hat sich zur „regulatorischen Supermacht“ gemausert, die selbst unter den Konzernlenkern im Silicon Valley überraschende Fans gefunden hat, berichtet Adrienne Fichter in ihrem großen Überblick über die EU-Netzpolitik der letzten Jahre. Fortschritte beim Datenschutz wurden dabei allerdings leider mit Einbußen bei der Netzfreiheit durch die Urheberrechtsreform erkauft. Leseempfehlung!

NSA hat 2018 deutlich mehr Ausländer überwacht (heise online)
Die Zahl der Nicht-US-Bürger:innen, die durch den US-Geheimdienst ausspioniert wurden, ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Doch nicht nur Fremde standen im Visier: Genauso gab es Hunderte Millionen Abfragen zu Telefonaten vom Amerikaner:innen, wie aus dem jährlichen Bericht des US-Geheimdienstbeauftragten hervorgeht.

Will China Export its Illiberal Innovation? (New York Times)
IT-Produkte und Apps, die in China entwickelt wurden, werden im Ausland immer beliebter. In China werden sie jedoch auch dafür verwendet, besonders Minderheiten und Andersdenkende zu überwachen. Nick Frisch verknüpft auf spannende Weise Geschichten zu Chinas Zensurapparat mit dem weltweitem Vormarsch genau solcher Produkte.

Bundesagentur für Arbeit: Wie Datenhändler die Jobbörse missbrauchen (tagesschau.de)
Datenhändler schalten auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit täglich tausende Stellenanzeigen, die Daten der Bewerber verkaufen sie weiter. SWR-Reportern gelang es, diese Masche nachzuweisen.

Data Protection Commission opens statutory inquiry into Quantcast International Limited
(Irish Data Protection Commission)
Die irische Datenschutzbehörde wird die Online-Werbefirma Quantcast überprüfen. Das US-amerikanische Unternehmen ist einer der größten Datensammler weltweit und auch in Deutschland aktiv. Das Verfahren geht zurück auf eine Kampagne der britische Nichtregierungsorganisation Privacy International.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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