Technologie

Warum wir uns nicht vor Schusswaffen aus dem 3D-Drucker fürchten müssen

Waffenbastler stellen ihre Baupläne ins Internet und träumen von Knarren für alle. Doch bisher hat kaum jemand tatsächlich funktionierende Plastikwaffen mit dem 3D-Drucker produziert. In Deutschland wäre das ohnehin verboten.

Revolver aus 3D-Druck
US-Behörden fanden 2016 bei einem Passagier am Flughafen Reno diesen Revolver aus 3D-Druck. Er stellte sich als nicht gebrauchsfähig heraus, war aber mit scharfer Munition geladen. CC public domain Transport Security Administration

Waffen aus dem 3D-Drucker tauchen immer wieder als Schreckgespenst in der politischen Debatte auf. Zuletzt sorgte eine Ankündigung der US-Regierung für Aufsehen, nicht mehr juristisch gegen die Verbreitung von Druckvorlagen für Schusswaffen vorzugehen. Das ließ Anhänger uneingeschränkten Schusswaffenbesitzes in den USA jubeln. Doch nicht für lange: Ein Bundesrichter hat fürs Erste die freie Verbreitung von Waffenplänen im Internet verboten, mehrere Staaten gehen nun rechtlich dagegen vor. Wir brauchen uns jedoch vorerst ohnehin wenig Sorgen über Amokläufe mit Pistolen und Gewehren aus dem 3D-Drucker machen: Denn bisher wurden kaum funktionsfähige Schusswaffen hergestellt.


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Die zunehmende Verbreitung von 3D-Druckern in den vergangenen Jahren macht das Selberdrucken von Schusswaffen möglich, zumindest im Prinzip. 2013 stellte die Gruppe Defense Distributed in den USA den Bauplan für die angeblich erste komplett 3D-druckbare Handfeuerwaffe mit dem Namen „Liberator“ ins Internet. Tests von Fachkundigen zeigten aber rasch, dass die Qualität der mit handelsüblichen 3D-Druckern selbstproduzierten Knarren zu wünschen übrig ließ: Sie seien „höchstens durch Zufall funktionsfähig“, urteilte c’t Hacks vor fünf Jahren nach einem Test.

Polizeikräfte auf der ganzen Welt beschlagnahmen seither immer wieder 3D-gedruckte Waffen. Doch sie sind in den seltensten Fällen tatsächlich gebrauchsfähig. In einem aktuellen Fall in Australien stellte ein Bastler zwar Griff und Abzug aus gedrucktem Plastik her, ohne Schlagbolzen aus Metall blieb die Waffe aber funktionsuntüchtig. Generell eignet sich das geschichtete Plastik aus dem Drucker kaum für komplexe Erzeugnisse wie eine Schusswaffe, urteilt der Fachblog 3Dprint.com. „Die explosive Kraft beim Abfeuern einer Kugel ist schlicht zu stark für die Kunststoffe.“

Wenig überraschend ist daher, dass bei Tests von Polizeibehörden in Australien und Großbritannien die Versuchsdrucke explodierten. Unter Waffennarren finden die Eigenproduktionen wenig Gnade: „Jeder erfahrene Schütze wird wohl sagen: ‚Nein, danke – ich mag meine fünf Finger. Und meine zwei Augen'“, sagte Graham Park, Vorsitzender eines australischen Waffenbesitzervereins.

Keine Fälle aus Deutschland bekannt

In Deutschland sind den Behörden keine Fälle bekannt, in denen selbstgedruckte Waffen beschlagnahmt oder bei Straftaten verwendet wurden. „In der Polizeipraxis hat das Thema bislang keine Relevanz“, schrieb das Bundeskriminalamt Ende Juli in einer Antwort an netzpolitik.org. Die Behörde warnt vor unbedarften Experimenten mit Waffen aus dem 3D-Drucker: „Die Benutzung ist mit einer hohen Verletzungsgefahr für den Schützen behaftet, das heißt von den hergestellten Waffen oder Waffenteilen geht vor allem eine erhebliche Selbstgefährdung aus.“

Rechtlich gibt es keinen Unterschied zwischen Waffen aus dem 3D-Drucker und anderen Eigenbauten. Nach dem deutschen Waffengesetz erfordert die Herstellung von Waffen durch Private eine Erlaubnis (§26 WaffG). Diese gilt immer nur zeitlich befristet und für eine bestimmte Anzahl von Schusswaffen. Wer unerlaubt selbst Waffen herstellt, muss mit harten Strafen rechnen, schreibt der Rechtsanwalt Jens Ferner in seinem Blog.

Das Waffenrecht wurde 2017 das letzte Mal vom Bundestag geändert. Waffen aus dem 3D-Drucker sind im Gesetzestext bisher nicht explizit erwähnt. Das lässt eine Lücke offen für die Verbreitung von Bauplänen: Das deutsche Waffenrecht verbietet es nicht grundsätzlich, digitale Vorlagen für Schusswaffen herzustellen und zu verbreiten, urteilte ein Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags im Vorjahr. „Ein Handlungsansatz wäre folglich, auch die Erstellung und Verbreitung solcher Vorlagen unter Erlaubnisvorbehalt zu stellen“, schreiben die Autoren. Ein Verbot der Druckvorlagen könnte dabei helfen, illegalen Waffenbau schon in der Planungsphase zu vereiteln.

Verbot von Druckvorlagen nicht auf der Agenda

Die Politik sieht derzeit noch keine große Gefahr durch gedruckte Waffen. Auf eine Rundfrage von netzpolitik.org hin erhob keiner der innenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen im Bundestag die Forderung nach einem Verbot von Besitz oder Verbreitung der Druckvorlagen. Die Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, die CSU-Abgeordnete Andrea Lindholz, warnte in einer schriftlichen Antwort vor „aktionistischen Schnellschüssen“. Der Gesetzgeber könne allenfalls bei Bedarf nachbessern. Die grüne Abgeordnete Irene Mihalic wies darauf hin, dass die unrechtmäßige Herstellung von Schusswaffen bereits jetzt mit hohen Strafen belegt sei.

Mordinstrumente aus dem Drucker sind wohl noch für einige Zeit keine reale Bedrohung. Doch die Technik entwickelt sich stetig weiter, auch kommen immer mehr preisgünstige Modell auf den Markt. Auf längere Frist wird das wohl bedeuten, dass die Waffenproduktion mit eigenem Gerät und Bauplänen aus dem Internet leichter wird. Davor sollten wir gefeit sein.

30 Kommentare
      1. Wurde auch nicht als Dokumentarfilm ettiketiert.
        Star Trek mit seinen durch Bewegungsmelder öffnenden Schiebetüren war auch keine Dokumentarfilm, dennoch gibt es die Dinger heute in jedem Supermarkt…

  1. Ein Verbot von Bauplänen und Anleitungen ist keine Lösung, sondern öffnet die Wege zur Zensur und Gedankenkontrolle.
    Ich möchte frei leben und mir nicht von Angsthasen in der Gesetzgebung jeden Mist regulieren lassen.
    Offensichtlich sind nur noch wenige
    in der Lage, Freiheit zu erkennen und ihren Wert zu schätzen.
    Das Volk möchte >>Sicherheit<< und ist bereit dafür alles an Freiheit aufzugeben…
    Der Betrug in dem Tauschgeschäft ist offensichtlich aber unsichtbar für den Wähler….

    1. Absolute Freiheit wäre Anarchie, abwer auch nur relativ, weil sich hier hinterher auch nur der grausamste, stärkste, rücksichtsloseset Durchsetzt.
      Demokratie bedeutet eben ein gesundes Verhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden!
      Ich will im Internet nicht übershüttet werden mit den Bildern des GRuens aus den dunkelsten Ecken des Darknets!
      Die Freiheit der einen hört da auf wo die Freiheit der anderen beginnt!

  2. Mit Profi Maschinen (Lasersinter) kann man auch Metall drucken. Die erreichbaren Festigkeiten reichen an herkömmliche Metalle. Wenn man jetzt alle kritischen Teile z. B. bei einem Dienstleister in Metall drucken lässt und alles drum herum daheim auf seinem FDM Drucker macht… Bleibt abzuwarten, ob der Dienstleister die Bauteile erkennt und ablehnt?

    1. Kritische Teile sind da idR Lauf mit Kammer und Verschluss. Ich wuerde davon ausgehen, dass Dienstleister da bereits jetzt ein Auge drauf haben, denn prinzipiell kannst Du das auch jetzt schon vom Metallverarbeiter Deiner Wahl drehen/fraesen lassen. Und das waere „Herstellung einer Waffe“ seitens des Dienstleisters, denn nach deutschen Waffenrecht zaehlen bereits die elementaren Bauteile als Waffe. Was uebrigens ein signifikanter Unterschied zur ueblichen Situation in den USA ist.

  3. Wie wäre es mal mit dem Wortzusatz „vorerst“ im Titel?
    Du schreibst doch selbst im letzten Absatz, dass sich die Technik immer weiter entwickelt, so wird es mit Sicherheit auch in Zukunft Kunststoffe geben die sich hervorragend für die Waffenherstellung eignen!
    An sowas Forschen auch alle Militärs, denn extrem leichte aber hochstabile Waffen sind natürlich ein Träumchen für jeden Krieger…!
    Is‘ scho a bissl ClickBait deine Überschrift… =-/

  4. In jedem Baumarkt kann man sich ein Rohr mit 8mm Innendurchmesser kaufen. Wenn man da hinten eine Patrone reinsteckt und dann mit einem kleinen Nagel draufhaut hat man eine Schusswaffe die deutlich besser funktioniert als die ganzen 3D druck Exemplare.
    Wir sollten Baumärkte verbieten!
    Wir sollten Rohre und Nägel verbieten!
    Wir sollten verbieten Anleitungen wie man eine Patrone in ein Rohr steckt im Internet zu veröffentlichen!

    1. Rohre und Nägel oder Baupläne für Rohre und Nägel dienen hauptsächlich den Zwecken harmlose Konstruktionen zu ertsellen (Gebäude, Leitungen bla).
      Gewehrläufe, Kimme und Korn usw. dienen hauptsächlich dazu Waffen zu entwickeln.
      Wer diesen Unterschied nicht machen kann lebt in einer schwarz-weißen Welt!

      1. Überraschung, Bunthut: Gewehrläufe sind Rohre!
        Im Falle von Schrotgewehren sogar Glattrohre. D.h. sie unterscheiden sich nicht im geringsten vom Wasserrohr ausm Baumarkt. Es ist ein und das selbe Bauteil.

          1. Ich zitiere mal den von Bunthut verlinkten Artikel:
            „Die Rohre früher Geschütze bestanden aus rohrförmig angeordneten Stäben aus Schmiedeeisen, die ähnlich einem Fass von Stahlbändern zusammengehalten wurden (Stabringgeschütz). Diese wurden durch aus Bronzeguss oder Gusseisen hergestellte Rohre abgelöst. Mit den Fortschritten der Metallurgie und der beginnenden Industrialisierung wurden auch Geschützrohre seit dem 19. Jahrhundert ausschließlich aus Stahl gefertigt.“

            Spezialstähle verringern das Gewicht, erhöhen die Lebensdauer und verbessern die Zuverlässigkeit.
            Wenn man bereit ist dabei Kompromisse einzugehen kriegt man jedoch mit Angsteisen (=mehr Material) den Job auch erledigt.

          2. Sicher. Realistisch ist man allerdings vermutlich erfolgreicher beim Einsatz dieses Rohres als Schlagwaffe. Oder man baut gleich eine Schuetzenmine, wenn man Treibladungen fabrizieren kann.

            Diese Diskussion ueber Schusswaffen ist in den USA stark ideologisch aufgeladen und hat dort eher weniger mit einem realen Bedrohungsszenario zu tun. Zumindest letzteres gilt mE auch fuer den lokalen Ableger.

  5. Es ist günstiger (glaube ich) und einfacher eine Waffe auf dem Schwarzmarkt oder im Ausland zu kaufen (Grenzkontrollen gibt’s ja nicht), wenn man eine zu brauchen glaubt, als einen 3D Drucker zu kaufen, der entsprechend stabile Polymere verarbeiten kann.

    Es ist mMn. sinnvoller in Prävention zu investieren (gut ausgebildete und ausreichend viel Polizei, sicheres Gefühl auch nachts im Park oder am Bahnhof, etc.), damit die Menschen nicht glauben, eine Waffe zu benötigen. Ein Verbot wird kaum eine Verbrecherin oder einen Verbrecher abhalten.

    Ein Verbot von 3D gedruckten Schusswaffen(-teilen) bringt wahrscheinlich nicht viel, denn Schusswaffen sind doch schon quasi verboten. Es hält vielleicht ein paar Leute ab, aus Spaß oder Neugierde eine Waffe zu basteln – Verletzung in dem Fall wären eher Unfälle und keine absichtlichen Handlungen. Gefährlich wird es, wenn sich die Spirale immer weiter dreht, und jeder eine Waffe will und dann „einfach hat“ und sie dann möglicherweise auch „einfach mal benutzt“.

    Waffenkontrolle funktioniert nach meiner Überlegung nur so lange, wie die Menschen glauben, dass ihnen niemand bei einem Verbrechen ohne Tötungsabsicht mit einer Schusswaffe begegnet (Einbrecher und Einbrecherinnen, Vergewaltigerinnen und Vergewaltiger, Räuber und Räuberinnen).

    Auch vor 30 Jahren konnte man sich mit Baumarkttools eine Waffe bauen. Dann nich Silvester abwarten…
    Wir sollten dafür gefeit sein, indem wir ALLEN Menschen in unserer Gesellschaft Sicherheit bieten, dass niemand das Gefühl hat, man könnte einfach abgestochen werden.

  6. Die große Gefahr ist, das diese Pistolen nicht oder nur sehr schlecht bei Sicherheitskontrollen
    gefunden werden.
    Dann kann sich jeder so eine Waffe drucken, ob das dann so gut ist ??

  7. Menschen werden sich bewaffnen, wenn sie sich bedroht fühlen. Und das wahrscheinlich in einer Weise, dass der entsprechende Waffen-Kategorie (Pfefferspray < Messer < Pistole), vor der sie sich fürchten, angemessen erscheint erscheint. Ebenso werden sie sich "angebracht" (Sarkasmus) verhalten, wenn sie auf eine schwierige Situation treffen, in der sie eine mögliche Waffe des Gegenübers (noch) nicht sehen und dementsprechend präventiv handeln.

    Wir sollten Mühe in Prävention investieren, damit die Menschen NICHT anfangen, sich so bedroht zu fühlen, dass sie meinen, eine Schusswaffe sei angebracht (Jogger nachts im Park, Raub auf offener Straße, oder beim Eindruch). Sind die Waffen erstmal im Umlauf und muss bei jeder Verkehrskontrolle, bei jedem Raub, bei jedem Einbruch mit Waffenbesitz bzw. Einsatz gerechnet werden, dann dreht sich die Sprirale immer und immer weiter – siehe USA.

    Will sagen, dass ein Verbot alleine (!) nicht oder kaum was bringt, aber es wäre auch nicht unbedingt kontraproduktiv, aber es kostet Resourcen, die es möglichweise besser in Prävention einzusetzen gilt. Es wird Bastlerinnen und Bastler ggf. abhalten, aus Spaß eine Waffe zu drucken. Das wird vielleicht Unfälle, d.h. ungewollten Einsatz, mit diesen Waffen verhindern oder reduzieren.

    Aber der Schlüssel liegt in den Köpfen der Menschen, (gefühlte) Sicherheit.

  8. Wer schon einmal mit einer 9mm oder 357 geschossen hat, der weiß welche Kraft dahinter steckt. Ein kleiner Fehler an der gedruckten Waffe & du hast eine Hand oder Gesicht gehabt. Aber es soll immer welche geben, die sich nicht belehren lassen.

    1. Das ist natuerlich Bloedsinn, man kann aus dem Rueckstoss, also letztlich Impulsuebertrag, bei Schussabgabe kein „Gefuehl“ fuer die Belastung der Waffe entwickeln, BTDT.

      Davon abgesehen waere Flintenmunition sowohl was Druecke als auch Kompensation der fehlenden Genauigkeit angeht die passendere Wahl. Das Thema ist in den USA wie gesagt stark ideologisch aufgeladen. Wer was ueber durchaus effiziente improvisierte Waffen lernen wollte, saehe sich an, was man in Afghanistan, Irak oder aehnlichen Gegenden entwickelt hat.

      1. in Dtl. haben wir genug Verbote, insb. auch im Waffenrecht, wo mittlerweile schon Taschenmesser reglementiert sind, d.h. in typisch dt. Manier quasi bald schon der Zahnstocher verboten ist. Bei Schusswaffen haben wir schon Verbot der Eigenherstellung (wie auch immer, also auch via 3D Druck), Verbot des Besitzes (egal ob Eigenbau oder „normal“). Da ohne Munition auch Schusswaffen harmlos sind: Verbot des Besitzes von Munition (und dafür eine Erlaubnis zu bekommen ist noch schwieriger als es schon für den Waffenbesitz ist). Um „richtig“ Sinn zu ergeben muss man geladene Schusswaffe auch noch dabei haben: Verbot zu führen. Was soll also noch ein Verbot der Konstruktionspläne? Entweder habe ich (eher unwahrscheinlich, da fast unmöglich) die jeweils nötigen Ausnahme-Erlaubnisse, dann werde ich mir kaum Waffen selber bauen wollen und brauche auch keine Pläne (wer es aus Spaß/Hobby/Interesse dennoch will UND die übrigen Erlaubnisse auch schon hat, bedeutet m.E. keine relevante zusätzliche Gefahr). Und wer (wie letztlich praktisch wir alle) die nötigen Erlaubnisse nicht hat, verstößt beim Führen einer geladenen Schusswaffe schon jetzt gegen mindestens drei Verbote. Ob er sie sich die dann noch selber baut (warum?, Schwarzmarkt wäre einfacherer und im Gebrauch wohl auch sichererer) und dabei noch ein Verbot verletzt, spielt dann keine Rolle mehr. Ein zusätzliches Verbot auch für die Pläne macht keinen Unterschied mehr. Da in einer (ehemals?) freien Gesellschaft aber Verbote gerechtfertigt sein müssen, also hier insb. mit einer relevanten Bedrohungslage, die dadurch plausibel mitigiert werden soll/kann, wäre das also kaum zu rechtfertigen, da realistisch praktisch kein Effekt zu erwarten ist. Und eine Bedrohungslage gibt es auch – mag das auch nur aktuelle so sein – nicht; falls sich das ändert, mag sich das in diesem Punkt ändern, aber nicht im ersten Punkt.
        In den USA ist das alles wohl anders. Dort ist Besitz, Herstellung usw. grnds. ERLAUBT, ggf. in Teilen eingeschränkt/reglementiert (Backgroundcheck, Wartezeiten usw.; und für Vorbestrafte gilt meist ein Verbot). Aber auch das bringt wenig, da sich das meist nur an die Waffenläden richtet; privat zu privat, insb. auf Gun-shows kommt man ganz legal ohne all das an Schusswaffen UND Munition. Schwarzmarkt gibt es natürlich on-top, genau wie bei uns. Aber da mag es ja ein Motiv für die Eigen-Herstellung geben, nämlich dass die Waffe nirgends registriert ist. Folglich ist die Eigenherstellung via 3D druck und die nötigen Pläne dort eher ein Thema, da damit die dortige bisherige Reglementierung unterlaufen werden kann.

  9. Ob sie nun funktioniert oder nicht, als Bedrohung würde eine 3D-Waffe sicherlich wahrgenommen werden. Oder glaubt jemand, dass in einem Flugzeug das Bordpersonal zu einem mit einer 3D-Waffe drohenden gefährlich aussehenden Attentäter sagen würde: „Ach komm, Junge – Leg das Ding weg, Du willst doch deine Finger behalten.“ Würde nicht sogar der vielleicht nur eine Schuß aus der Waffe genügen, ein Loch in die Flugzeughülle zu schießen?

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