Algorithmen von Facebook sorgen dafür, dass Nutzer bevorzugt die Inhalte angezeigt bekommen, die Facebook für die Nachrichten hält, die beim Nutzer am Besten ankommen – und am meisten Interaktionen und Aufenthaltszeit auslösen. Das kann dazu führen, dass die eigene Weltsicht bestärkt wird und die Nutzer in einer Filterblase oder Echokammer feststecken.
Das NDR-Magazin Zapp hat jetzt ein kleines Online-Tool gebaut, mit dem man die Nachrichtenströme von alternativen und klassischen Medien gegenüberstellen kann. Zur Methodik heißt es:
Die Auswahl der sogenannten alternativen Medien erfolgte in Zusammenarbeit mit der Kommunikationswissenschaftlerin Natascha Buhl von der Universität Hamburg. Im Rahmen ihres Dissertationsprojektes erforscht sie Medienkritik und politische Ideologie von Gegenöffentlichkeiten im Internet. Dazu hat sie eine etwa 60 Webseiten umfassende Liste erstellt. Die Webseiten wurden als alternative Medien ausgewählt, wenn sie sich selbst als solche bezeichnen, sich also z.B. gegen den „Mainstream“ positionieren. [..] ZAPP hat aus Buhls Liste die elf Medien mit den meisten Facebook-Likes für den News-Stream ausgewählt.
Bei den klassischen Medien wurden 13 Webseiten ausgewählt. Das Projekt dient nach Aussage von Zapp der Veranschaulichung und kann keine exakten Filterblasen wiedergeben.
