Während unserer „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz am 1. September 2017 haben wir einige Interviews geführt, die wir in der nächsten Zeit veröffentlichen werden.
Adrienne Fichter ist Journalistin beim Medien-Startup Republik und Herausgeberin und Co-Autorin des Buchs „Die Smartphone-Demokratie“. Sie sprach mit uns im Interview über politisches Microtargeting und erläuterte die Probleme, die für das demokratische Gemeinwesen durch diese Art politischer Beeinflussung entstehen. Beim Microtargeting werden Werbeinhalte im Netz auf kleinteilige Gruppen oder sogar einzelne Individuen zugeschnitten. Meistens merken die Empfänger der Nachrichten nicht, dass nur sie diese Inhalte erhalten. Problematisch sei laut Fichter auch, dass es für Medien und die Wissenschaft nicht mehr nachvollziehbar ist, was die Leute wirklich sehen. Das wertvolle Gut der politischen Öffentlichkeit werde auf diesem Wege unterwandert.
Das Gespräch findet Ihr auch auf unserem Youtube-Kanal oder als Podcast. Viel Spaß!
Auf der „Das ist Netzpolitik!“-Konferenz hat Adrienne Fichter gemeinsam mit Martin Fuchs auch einen Vortrag gehalten. Ihr findet ihn sowohl auf Youtube als auch bei media.ccc.de.

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2 Kommentare zu „Interview mit Adrienne Fichter: Politisches Microtargeting gefährdet die Demokratie“
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Politisches Microtargeting – eine tolle Wortschöpfung wieder mal. Einfach ausgedrückt bedeutet es wohl nichts anderes als „Wir erzählen jeder Gruppe, was sie hören will und sorgen dafür, dass andere Grupen, denen wir etwas anderes erzählen, nichts davon mitbekommen.“. Wer solche Strategien anwendet, hat jede Glaubwürdigkeit verloren.
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Politisches Microtargeting – eine tolle Wortschöpfung wieder mal. Einfach ausgedrückt bedeutet es wohl nichts anderes als „Wir erzählen jeder Gruppe, was sie hören will und sorgen dafür, dass andere Grupen, denen wir etwas anderes erzählen, nichts davon mitbekommen.“. Wer solche Strategien anwendet, hat jede Glaubwürdigkeit verloren.
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