In der IT-Infrastruktur des Deutschen Bundestages klaffen nach wie vor zahlreiche Sicherheitslücken, berichtet die Süddeutsche. Zwar wurden offenbar einige Lehren aus dem Bundestagshack im Jahr 2015 gezogen: So hat der Ältestenrat etwa eine neue Firewall bewilligt, die bestimmte interne Netze besser voneinander abtrennen soll.
Allerdings schwirrt weiterhin eine hohe Zahl privater Tablets und Smartphones im Netz herum, die nicht zentral verwaltet werden. Ebenfalls uneingeschränkt scheinen sich Programme auf Rechnern von Abgeordneten ausführen zu lassen. Nicht beschränkt ist auch die Nutzung von USB-Anschlüssen.
Die Analyse ist 101 Seiten lang und wurde im Februar fertiggestellt. Sie fällt in ein Jahr, in dem Bundestagswahlen stattfinden und Politiker ausländische Einflussnahme fürchten, zum Beispiel durch das Veröffentlichen von E‑Mails mit sensiblen Inhalten aus gehackten Netzwerken. Einige der Schwachstellen werden nach Angaben von Mitgliedern der IuK-Kommission – die für die IT des Bundestags verantwortlich ist – während des Wahlkampfes und danach bestehen bleiben.
