Technologie

Marokko: Blockade von VoIP-Diensten

Seit Ende 2015 können die Kund_innen der drei großen Provider in Marokko nicht mehr über VoIP-Dienste wie Skype, WhatsApp und Viber telefonieren. Laut der zuständigen Behörde fehlen den Diensten die notwendigen Lizenzen, um Telefondienste anzubieten – außerdem stellen sie „einen gravierenden Verlust für nationale Telekommunikationsanbieter dar“.


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Bisher werden nur Gespräche verhindert, die über mobile Internetverbindungen laufen, laut einer anonymen internen Quelle eines der Telekommunikationsunternehmen sollen in Kürze jedoch auch Internettelefonate über WLAN verhindert werden.

Der bekannte marokkanische Youtuber Amine Raghib rief am Dienstag alle Marokkaner_innen auf, am 16. und 17. Januar ihre Handys aus Protest auszuschalten. Die Blockade stelle einen „Affront gegen die Meinungsfreiheit“ dar: „Wenn Sie heute VoIP sperren, wer weiß, welche Entscheidung sie morgen treffen.“ Über Facebook gaben bereits mehr als 20.000 Menschen an, an der Protestaktion teilnehmen zu wollen. „Mit dieser Kampagne wollen wir den Unternehmen zeigen, dass wir keine Schafe sind, sondern Konsumenten die respektiert werden sollten“, sagte einer der Organisatoren. Das Internet sei ein freier Raum und niemand habe das Recht, es zu blockieren.

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7 Kommentare
  1. Zitat:„Wenn Sie heute VoIP sperren, wer weiß, welche Entscheidung sie morgen treffen.“

    Also, wäre ich Regierungschef, würde ich doch mal gleich jedwede nicht akustische Kommunikation, außer Email bzw. Briefpost verbieten!
    Wenn die Leute Informationen haben sollen, dann sollten sie gefälligst in die Printmedien gucken!
    Das fördert die heimische Wirtschaft und schädigt den internationalen Terrorismus, da dieser durch die mangelnde Kommunikationsmöglichkeit keine neue Anhängerschaft rekrutieren kann!

  2. Meine Frau wohnt noch in Marokko und wir haben mittlerweile keine Möglichkeit mehr, uns über VoIP-Dienst zu unterhalten. Nicht nur Viber, WhatsApp and Skype sind gesperrt wurden, mittlerweile auch Tango, IMO, WeChat und so weiter.

    1. Mein Arbeitskollege hat sich eine Asterisk ins Netz gestellt, um mit seinen Kollegen in Dubai zu telefonieren … verschlüsselt, versteht sich!
      Da es sich um keinen offiziellen Provider handelt, naja, den Rest darfst du dir Denken!
      Ja, das Ding läuft auch in Virtual Box!

      Passenden SIP Client auf das Endgerät und schon „rollt“ die Show!

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