19 Institutionen aus dem Bereich freier Bildungsangebote (Open Educational Resources, OER) fordern im Rahmen eines sogenannten „Schmerlenbacher Appells“, dass mit öffentlichen Mitteln finanzierte Angebote für Flüchtlinge frei und offen zur Verfügung gestellt werden müssen. Konkret bezieht sich die Initiative auf die Ankündigung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), „Flüchtlinge durch Bildung integrieren“ zu wollen und dafür 130 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die zentrale Forderung des Appells lautet dementsprechend:
Von der öffentlichen Hand geförderte Lernmaterialien müssen offen lizenziert sein!
Und in der Tat ist offene Lizenz gerade im Kontext von Flüchtlingen und Asylsuchenden von besonders großer Bedeutung, weil dann ohne Rechteklärung Übersetzungen und auch andere Anpassungen vorgenommen werden können. Bezogen auf die geplante Initiative des BMBF regen die Unterzeichner des Appells an, „auf transparente Mittelvergabe zu achten und etablierte Akteure und bestehende Materialien aus dem Bereich OER einzubinden.“
Schließlich verweist der Appell auch auf bereits bestehende OER-Angebote wie zum-willkommen.de, das offene Lernmaterialien für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen und Asylsuchenden anbietet.