Überwachung

Gesichtserkennungssoftware in San Diego County im Einsatz

Im San Diego County wird wohl offenbar eine Gesichtserkennungssoftware eingesetzt, berichtet das Center for Investigative Reporting. Informationen über den Wohnort, vorausgegangene Verhaftungen, Vorstrafen und andere persönliche Informationen können über eine Personen abgerufen werden, nur indem ein Foto von dieser gemacht wird.


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In der Datenbank befinden sich 348.000 Personen und über 1,4 Millionen Fotos. Mit Hilfe des Tactical Identification System können dann die Personen identifiziert werden. Offenbar wird das System schon seit Anfang des Jahres eingesetzt. Insgesamt sind 133 Galaxy Tablets von Samsung im Einsatz, mit denen die Fotos gemacht werden und auch gleich die Informationen über die betreffende Person abgerufen werden. Bisher wurden weit über 5.500 Anfragen an das System gesendet.

Das System wird auch von weiteren Behörden, etwa auch die Immigrations- und Zollbehörde, getestet. Es ist also zu erwarten, dass in naher Zukunft die Technik auch in anderen Bereichen und Gebieten eingesetzt wird.

7 Kommentare
    1. Widersprüche.

      Einerseits fordert die Internet Schwarm Intelligenz, die Whistleblower-Freunde und Digital Natives, dass alles transparent sein soll. Andererseits schreit man „Hilfe!“, wenn per Gesichtserkennung und algoritmischer Datenverknüpfung jede/-r entblättert und durchsichtig gemacht wird. Ich habe mir noch keine Meinung bilden können zu den vielen verschiedenen Themen. Aber mir fallen Widersprüche auf. Vielleicht ist die „gläserne Welt“ nicht grausam sondern einfach nur transparent … aufhalten wird man die Technik nicht, es wird ein Zeitalter der weitgehenden Überwachung und Information kommen. Man wird das nicht mehr abschalten und zurückdrehen können. Vielleicht entstehen in zwanzig Jahren Enklaven, in denen sich in Wäldern Menschen ohne Internet und Funk einmümmeln und ein besseres Leben zu leben versuchen …

      1. zu „Enklaven, in … Wäldern“

        Ich empfehle Fahrenheit 451 zu lesen. Dann wird schnell klar, wie „demokratisch“ ein „Staat“ agiert, wenn Menschen zu der letzten Konsequenz gezwungen werden um ihre Selbstbestimmung nicht aufgeben zu müssen.

        Dein Wald ist heute das Abschalten des Handy, verbarrikadieren deines Rechners und der Verzicht auf soziale Netzwerke – kurz der Verzicht auf das Internet und damit auf das Grundrecht der freien Kommunikation. Du musst das nicht tun, ganz wie die alte Frau im Roman nicht verbrennen musste.

        Doch tust Du das nicht, dann gibst Du garantierte Grundrechte auf. Du kannst auch ohne Grundrechte gut leben. Doch wozu ist dann das Grundgesetz da? Ganz zu Schweigen von der Frage, was mit anderen Menschen ist. Mit Snowden zum Beispiel. Du gibst mit Deinen Rechten also auch fremde Grundrechte auf.

        In einer zum Dorf gewordenen Welt bedeutet das den Verzicht darauf Mensch zu sein, ganz als würde jedes Gespräch mit meinem Nachbarn vom großen Bruder kontrolliert und bewertet und damit menschlich frei unmöglich. Der daraus resultierende Zwang macht das Recht auf informelle Selbstbestimmung zur Farce und Demokratie zur Technokratie.

        Wenn der gläserne Mensch Transparenz ist, dann ist Transparenz Diktatur.

  1. Irgendwann wird man in Deutschland freiwillig eine Burka tragen. Männchen und Weibchen. Man möchte es nicht glauben, aber US-Forscher arbeiten daran, Mauern blickfrei zu machen, durch Mauern in Häuser zu schauen. Das ist kein November-Scherz.

  2. Das geht ja garnicht. Ab jetzt werde ich nie wieder ein iPad von dieser Hassfirma Apple kaufen. Skrupellos finde ich, 133 wehrlose Galaxy Tabs von Samsung für so-etwas zu missbrauchen. Nur weil die Schnüffel-App vermutlich niemals eine Freigabe für Apples Softwaregefängnis namens AppStore erhalten hätte.

    Bieg dein Weltbild.

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