Überwachung

Auch PaysafeCard bannt VPN Provider

d916439942 Mastercard und Visa hatten Anfang Juli begonnen Zahlungen an VPN Provider zu verweigern – auch, wenn dies von offizieller Seite nicht bestätigt wurde. Ende Juli folgte dann PayPal, indem das Unternehmen den Account des VPN Providers iPredator sperrte – wiederum ohne offizielle Begründung oder Stellungnahme. Nun scheint PaysafeCard mitzuziehen und verweigert die Zahlung an jegliche VPN Provider. Simple Begründung ist, dass man nicht zurückverfolgen könne, falls sich ein Kunde rechtswidrig verhält. Und außerdem würden diese Dienste eben oft von Leuten benützt, die etwas zu verbergen hätten.


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In terms of security it is a very high risk for paysafecard, because you cannot trace where the information is coming from. In many cases VPN services are used for businesses which have something to hide – this can be any illegal business because if the address is anonymous, you cannot trace where all the information is coming from. (Michaela Unger, Paysafecard PR Specialist)

Auch, wenn den VPN Providern noch genügend andere Zahlungsmethoden zur Verfügung stehen – unter anderem virtuelle Währungen – ist es bezeichnend, dass in den letzten Monaten immer mehr Dienstleister Zahlungen an VPN Provider verweigern. Gleichzeitig gibt es eine immer größere Nachfrage nach VPN Zugängen.

25 Kommentare
  1. diese Nulpen. man braucht den kack VPN damit die gemanachhause-sperre umgangen werden kann. und für p2p filesharing. natürlich kaufe ich das ding an der tanke (anonym unter ner kamera), weil ja sonst CC/Paypal meinen Namen mit genanntem service haben. ätzend.

    1. Man braucht ein Kack-VPN, wenn man eine Lust hat, das der eigene Datenverkehr mitgeschnitten wird. Und ja, Filesharing ist damit auch möglich. Offenbar dürfen heutzutage Bezahldienste darüber entscheiden, was legal ist und was nicht.

  2. Shit. Das System Paysafecard war irgendwie meine Hoffnung für anonymes Bezahlen im Internet. Diese Eigenschaft hat auch Bargeld und diese Eigenschaft gilt es ins „digitale“ hinüber zu retten. Eine Begründung wie
    „Simple Begründung ist, dass man nicht zurückverfolgen könne, falls sich ein Kunde rechtswidrig verhält.“ geht in diesem Zusammenhang ja gar nicht. Da macht wohl jemand mächtig Druck im Hintergrund…

  3. Die spielen nicht nur Polizei, sondern sie bauen sich ihr eigenes Rechtssystem auf – in dem es keine Unschuldsvermutung gibt: Menschen, die ihre Privatsphäre schützen wollen, werden abgestraft und ausgeschlossen.

    Im Grunde müsste man polizeilich dagegen vorgehen: Wo es keine rechtskräftigen Urteile gibt, muss bezahlt werden. Denn wer ist hier bitte der Souverän, wenn ein Dienst(!)leister sich die Autorität heraus nimmt, die Entscheidungen des Souveräns zu ignorieren?! Der Dienstleister wird dafür bezahlt, dass er Dienste für den Kunden erbringt – und nicht dafür, die Dienste zu verweigern!!

    2013 – merkwürdiger Kapitalismus ..

    1. kunden und dienstleistung

      du kannst sie nicht zwingen dich als kunden zu nehmen.

      wenn ein unternehmen mit dir kein geschäft machen will, dann tut es das nicht und nimmt nicht dein geld.

      das ist in manchen fällen sehr ärgerlich, aber da wird dir auch die polizei nicht helfen

      1. Blödsinn. Der Gesetzgeber müsste ja nur festlegen, dass es ein Recht auf anonyme Bezahlung gibt, und dass ein Kunde nicht nur deshalb bei einem Rechtsgeschäft benachteiligt werden darf, weil er die anonyme Bezahlung verlangt. Dann könnte man dieses Recht ggf. mit der Polizei durchsetzen. So ist es ja auch nicht erlaubt an der Ladentür ein Schild aufzuhängen, dass man nicht an Schwarze oder Juden verkauft.

      2. kunde ist man aber bereits, wenn man die karte an der tankstelle gekauft hat. Dann sollte sie gefaelligst auch eingeloest werden!!!

    2. „Eigenes Rechtssystem“ ? -> Riecht schon ein wenig nach Verstoß gegen das Geldwäschegesetz und das ZAG, oder ? Dafür würde ich auch nicht meine BaFIn-Zulassung gefährden…

      Gruß Robert

    1. beim bezahlen mit paysafecard wird deren webseite aufgerufen und damit besteht eine verbindung zu deinem rechner und damit ueber vpn.

      die bezahlung wird dann einfach lapidar verweigert mit der meldung, dass die karte nicht ausreichend guthaben aufweise oder sonstwie gesperrt sei. eine frechheit!!!!!

  4. Paysafecard ist eh tot seitdem man keine Karten mehr kombinieren kann. Früher hab ich das ganz gern benutzt weil man damit auch zahlen konnte wenn man keine Kreditkarte hat, bzw. es anders als bei Paypal egal war ob man aus DE kommt und in UK einkauft, bzw. „angeblich“ dort wohnt.

  5. Spätestens seitdem MyPaysafeCard für viele Dienste zur Pflicht geworden ist (z.B. Gutscheine usw.), haben Paysafekarten kaum noch Vorteile gegenüber Prepaid-Kreditkarten (z.B. cash4web).

  6. Oh, das sieht aber echt schlecht aus für Autoverkäufer. Soweit ich weiß, lassen sich mit Autos Drogen schmuggeln aber auch Morde begehen, damit dürften die wohl als nächstes von den Kreditkartenbetreiber geblockt werden.

  7. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die alle freiwillig auf das Geld verzichten. Es sei denn, dass Klientel neigt besonders zu Betrügereien gegenüber dem Zahlungsanbieter.

  8. Wozu dann noch paysafecard nutzen? Ist das anonym bleiben nicht DER Vorteil von paysafe? Ich meine, sonst ist das System doch total für den Poppes.

  9. Nur mal zur Info an alle Überraschten:

    Das Ziel ist das Totalverbot aller anonymen Zahlungs- und Geldströme. Elektronisch ist es fast verwirklicht, in Papier ist es deutlich im Anmarsch (siehe Bargeldgrenzen in anderen europäischen Ländern).

    Informiert Euch mal über die „Szene“ der Anti-Money-Laundering-Community. Der Geist der gesamten Geldwäschegesetzgebung der vergangenen Jahre besteht aus „Bargeld ist böse. Wer Bargeld nutzt, ist kriminell. Wir müssen jeden Cent verfolgen und überwachen können, damit die Verbrecher nicht die Weltherrschaft an sich reißen.“. Unter diesem Vorwand kommt das Bargeldverbot – mit Sicherheit.

    Das Verbot anonymen E-Geldes ist übrigens derzeit in Arbeit (siehe EU-Geldwäscherichtlinie).

    Das anonyme elektronische Geld gibt es noch nicht lange, ist in den Köpfen der Menschen nicht verankert und kann auf Knopfdruck verboten werden.

    Das anonyme (physische) Bargeld gibt es seit Jahrhunderten, ist für immer noch für sehr viele Menschen selbstverständlich im Alltag und ist allein schon strukturell und logistisch nicht so einfach abzuschaffen. Deshalb kommt das Verbot per Salamitaktik.

  10. Ja gut aber kann man das nicht umgehen indem … also die VPN Dienste schalten ja oft nen externen Zahlungsverwalter dazwischen der für sie die Zahlungen abwickelt. Insofern zahlt man dann an den Zahlungsanbieter und den kann man ja trotzdem mit Paysafe Card bezahlen insofern würde das den Dienst ja nur betreffen wenn man direkt bei denen bezahlen würde. Außerdem – woher will PSC & Co. wissen wen man mit der Karte bezahlt

    1. beim bezahlen mit paysafecard wird deren webseite aufgerufen und damit besteht eine verbindung zu deinem rechner und damit ueber vpn.

      die bezahlung wird dann einfach lapidar verweigert mit der meldung, dass die karte nicht ausreichend guthaben aufweise oder sonstwie gesperrt sei. eine frechheit!!!!!

  11. Ich hatte mir extra für ein VPN paysafecard Guthaben zugelegt, welches nun nutzlos wurde. Auf meine erste Beschwerde-Mail an PSC antworteten Sie mir, dass die Rückerstattung 7,50€ kostet und 2-3 Wochen dauert. Auf meine zweite Beschwerde-Mail mit Androhung des Rechtsweges rückten Sie dann mit folgender URL raus, mit der es kostenlos und innerhalb weniger Tage gehen soll. Ich bin gespannt.

  12. Ich habe letzten Freitag (23.08.2013) für 1 Monat VPN bei Ipredator per Paypal bezahlt.
    Da ist nix gesperrt, zumindest von Deutschland aus kann man ipredator mit Paypal bezahlen.

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