We Are Anonymous: Einblicke in LulzSec, Anonymous und Co.

Die Hackergruppe LulzSec arbeitet naturgemäß gegenüber seinem „großen Bruder“ Anonymous lieber im Verborgenen. Ein neues Buch der Forbes-Reporterin Parmy Olson behauptet jetzt, neue Einblicke öffentlich zu machen. Auch wenn nicht alle Informationen korrekt sind, es bietet durchaus neue Perspektiven.

Das Buch „We Are Anonymous: Inside the Hacker World of LulzSec, Anonymous, and the Global Cyber Insurgency“ gibt’s auf Englisch entweder beim Verlag oder bei Amazon (Affiliate Link).

Ich konnte bisher nur wenige Kapitel lesen, aber es liest sich durchaus spannend. Die Autorin präsentiert bisher nicht öffentlich bekannte Fakten und Hintergründe, die sie vor allem aus Chats bezieht, die sie angeblich mit allen maßgeblichen Beteiligten führte. Die Veröffentlichung interner Informationen aus Chatlogs und Co. ist vor allem während der laufenden Ermittlungs- und Gerichtsverfahren fragwürdig, aber öffentlich ist öffentlich.

Auf Cryptome gibt’s Leseproben aus den Kapiteln zu Sabu und LulzSec’s Verhältnis zu Julian Assange.

Die Wired-Journalistin Quinn Norton bewertet das Buch in einer Rezension als fehlerhaft, aber episch. Gestern legte Norton mit einem eigenen Artikel nach: Wie Anonymous Ziele auswählt, Angriffe startet und mächtige Organisationen in die Knie zwingt.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

4 Ergänzungen

  1. „…mit allen maßgeblichen Beteiligten führte.“
    Was ist das denn? Die stehen bestimmt Rede und Antwort. Macht man so, wenn man die Sicherheitsdienste auf dem Hals hat. Außerdem findet man die Leute so ohne Weiteres, weil die zu gern Ihre Daten hinterlassen. So einen Satz würde mir nichteinmal meine Großmutter abnehmen.

    Tut mir leid…netter Versuch etwas zu vermarkten, aber eben auch nur ein Versuch.

  2. gähn* schliess mich (1.) an. es interessiert nicht welcher anon wo seine arbeitstelle hat und welche frau ihm bei seiner politischen arbeit den di** massiert für eine copy-paste story, die nur menschen interessieren könnte ohne internet. — anon, die actionpuppe

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.