In kanadischen Flughäfen sollen Gespräche aufgezeichnet werden

In zahlreichen kanadischen Flughäfen wurden bereits hochauflösende Kameras und Mikrofone installiert um auch (private) Gespräche aufnehmen zu können. Die Mikrofone sind laut kanadischem Zoll noch nicht in Betrieb wie das Edmonton Journal und futurezone berichten.
Die Canada Border Services Agency (CSBA), der kanadische Zoll, möchte damit das organisierte Verbrechen und Schmugglerringe bekämpfen. Diese würden Flughafenmitarbeiter bestechen oder eigene Leute einschleusen und so die geschmuggelte Ware am Zoll vorbeilotsen. Als Gegenmaßnahme wurden bereits vom Zoll kontrollierte Bereiche eingerichtet, die nun auch audio-visuell überwacht werden sollen. Dabei werden aber nicht nur private Gespräche von Reisenden aufgenommen, sondern das Flughafenpersonal und deren Gespräche werden ebenfalls kontinuierlich überwacht. Gewerkschafter fürchten, dass missliebige Äußerungen eines Arbeitnehmers in dessen Akte landen könnten.
Laut kanadischem Recht muss die CSBA, bevor sie die Mikrofone in Betrieb nimmt, der Datenschutzbehörde ein Gutachten über die Auswirkungen auf die Privatsphäre vorlegen. Die Datenschutzbehörde spricht anschließend nicht bindende Empfehlungen aus und die Mikrofone können eingeschaltet werden. Bisher wurde noch kein Gutachten eingereicht.

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Die CBC zitiert den kanadischen Minister für Öffentliche Sicherheit Vic Toews wie folgt:

„I have heard that some recordings were made, and I have indicated to them that that is not to occur without a privacy assessment being made and that any recordings that have been made will be destroyed“

Es gab bereits mindestens eine Aufnahme von einem Gespräch zwischen Flughafenpersonal und Passagier.
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6 Ergänzungen

  1. Da gibt es so ein altes Buch, wohl 1948 geschrieben: „Nineteen Eighty-four“. Das Zieldatum ist zwar auch lange abgelaufen, aber das Ziel wird klarer implementiert.

  2. Es ist schlimm mit anzusehen wie angeblich gefestigte „Demokratien“ im Einklang mit Diktatorischen Regiemen in dieser Welt den neuen technischen Möglichkeiten ihre Bürger permanent zu Überwachen und Erziehen zu wollen allesamt nicht Widerstehehen können von China bis England.
    Das lässt leider nichts Gutes für die Zukunft erahnen , wenn die Technik noch Ausgefeilter und Inteligenter wird , wir haben zwar 1984 nicht ganz Eingehalten , aber 2032 könnte es durchaus klappen mit der dystopische Gesellschaft von San Angeles aus „Demolition Man“!

    „Diese gleicht einem futuristischen Garten Eden, in dem weder Umweltverschmutzung, Arbeitslosigkeit, noch Kriminalität existieren – genauso wenig wie fleischliche Nahrung, körperliche Nähe, Küsse oder gar Sex, geschweige denn Rockmusik oder Schimpfworte.“ ect ……natürlich ständig Überwacht.
    Genau darauf steuern wir zu und niemand zieht die Notbremse.

  3. Laut CBC gab es wohl schon Aufzeichnungen und der „public safety minister“ Vic Toews hat die CBSA angewiesen, das Aufzeichnen zu stoppen, bis ein Datenschutzgutachten durchgefuehrt und bewertet wurde. Scheint wohl schon laenger gemacht zu werden und kam jetzt erst raus.

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