Kultur

Anonymous – wie ein gefährlicher Medienhype um die Internetguerilla wuchert

Die Politiksendung RBB-Kontraste sendet heute Abend in der ARD einen Bericht über „Anonymous – wie ein gefährlicher Medienhype um die Internetguerilla wuchert„. Dieser ist vorab schon ins Netz gestellt worden.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Sie bekommen zurzeit fast unbegrenzte Sympathien: die Internetguerrila, die angeblich ganz transparent Missstände in Politik und Wirtschaft aufdeckt. Als moderne Robin Hoods nehmen sie scheinbar selbstlos den Kampf gegen jeden auf, den sie selber zum Feind bestimmen. Das Beispiel ACTA, das gerade gescheiterte Handelsabkommen, hat gezeigt, dass sie den Kampf auch gewinnen. Doch ist Anonymous wirklich immer nur selbstlos und frei von wirtschaftlichen Eigeninteressen?

Der Bericht möchte vor der „Propaganda“ von Anonymous warnen und begeht dabei den Fehler, voreingenommen mit ganz viel „Gegenpropaganda“ zu antworten. Das Ergebnis ist dabei journalistisch schwach, schade um die vielen inhaltlichen Fehler. Das Thema hätte man auch anders kritisch angehen können, denn Potential und wichtige Fragestellungen gibt es ja durchaus.

Schade auch, dass alleine das ACTA-Anonymous-Video mit der ganzen Anti-ACTA-Kampagne gleichgesetzt wurde:

Eine Desinformationskampagne mit Wirkung: Unzählige Politiker haben sich vom Protest gegen ACTA beeindrucken lassen und gegen den Vertrag gestimmt.

Die Macher von Anonymous-Hamburg wurden dazu auch interviewt:

Anonymous Hamburg
„Zu dem Sachverhalt stehen wir ein bisschen kritisch, denn das Video war ja zu dem Zeitpunkt schon zwei Jahre alt. Das haben wir uns sehr zu Herzen genommen und auch für die nächsten Projekte, die ja auch schon online sind, wirklich einen sehr, sehr engen Fakt-Check hinzugefügt.“

Selbstkritik ohne Konsequenzen. Das Video hat seinen Zweck ohnehin bereits erfüllt.

KLARTEXT
„Sie nehmen doch schon für sich in Anspruch, dass das was Sie publizieren, dass das auch stimmt?“
Anonymous Hamburg
„Wir nehmen nicht in Anspruch, dass das, was wir posten, stimmt. Wir nehmen in Anspruch, dass das, was wir posten die, die es ansehen, dazu anregt, sich darüber informieren.“

Pech, wer das nicht tut. Anonymous übernimmt also keine Verantwortung für Fehlinformationen. Die Begründung – fragwürdig:

Anonymous Hamburg
„Anonymous ist kein formaler Verein, Anonymous ist keine juristische Person, Anonymous muss sich nicht rechtfertigen für das, was Anonymous tut.“

Bis auf den Fehler mit der Fefe-Verteidigung in der Mitte, war das ja eine ordentliche Antwort. Warum also „Selbstkritik ohne Konsequenzen“, wenn die Macher vorher gesagt haben, dass sie jetzt besser Fact-Checking machen?

Ich kam beim ersten Durchschauen auf mindestens fünf Fehler. Wer Lust hat, kann in den Kommentaren auf Fehler hinweisen.

Aber zurück zu Kontraste. Die Redaktion beschreibt sich und ihren Anspruch auf ihrer Webseite:

Das Magazin geht den Dingen auf den Grund, neugierig und mit sorgfältiger Recherche. KONTRASTE deckt Hintergründe auf, erklärt Zusammenhänge und bezieht Stellung. KONTRASTE steht für seriöse Information des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: investigativ, analytisch, kritisch.

Davon kann man sich in dem Beitrag ein gutes Bild machen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
114 Kommentare
  1. Ein Fehler, den viele Machen, ist anzunehmen, Anonymous wäre eine Gruppe. Dabei ist Anonymous das Gegenteil einer Gruppe; jeder kann Anonymous sein, wenn er will. Am ehesten kann man noch von einer „Bewegung“ sprechen, aber auch nur im semantischen Sinne, da Anonymous viele unterschiedliche Bewegungen und Beweggründe vereint.

    1. Genau das wollte ich auch schreiben.

      In dem Beitrag wirkt es teilweise so, als ob die zwei in Grün Anon sein. Klar, sind sie uach, aber eben NICHT NUR.

      Was die ganzen Fehler sind hätte ich aber gern gewusst :) habs nur nebenbei gehört.

      1. lol, das mit den DDOS per E-Mail hat mein Gehirn schon rausgefiltert. Kann mich daran schon nicht mehr erinnern. Muss mir das noch mal angucken. :D

      1. Christoph: Nein, so muss ich es nicht sehen. Wenn es um Wikipedia-Löschadmins geht, schluckt auch niemand die „Keiner ist Verantwortlich“-Erklärung…

  2. „We are Leagion“
    Es gibt Anonymous nicht
    4Chan ist nicht die website von Anonymous
    Anonymous hat keinen Führer
    Anonymous ist nichts und niemand, jeder ist Anonymous
    Es gibt keinen Grund wieso >WIR< es tun
    Es gibt keinen Grund das es jemand tut
    Niemand tut es.
    Welcome to the Internet Faggots

  3. Ok, wenn hier auf den Fehler hingewiesen wird, die Fernsehmacher würden -völlig aus der Luft gegriffen- behaupten, Anonymous sei eine „Gruppe“, frage ich mich, wenn nicht, was dann? Anonymous selbst sagt ja in seinem PR-Video „We are LEGION“

    Mich würde interessieren, was konkret diese Fehler sind, die die Fernsehleute begangen haben! Die meiste Kritik, die man an Anonymous haben kann, artikulieren die beiden vermummten grünen Männchen selbst.

    1. Anonymous sind nicht wirklich eine Gruppe. So ähnlich wie Leute, die im Stau stehen oder in einer Schlange vor einer Kasse keine Gruppe sind.
      Es ist leider sehr schwer zu erklären.

      Die meisten Leute, die das Internet nur von Facebook und amazon kennen und Anonymous nur von Aktionen wie im Bericht, werden nicht verstehen was Anonymous ist.

    2. Naja, mit dem „We are Legion“, ist eben nicht die Legion gemeint ist, wie wir sie zum Beispiel aus Asterix kennen, sondern das ist eine Anspielung auf die Bibel.
      Markus 5,9:
      And Jesus asked him, “What is your name?” He replied, “My name is Legion, for we are many.”
      Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er sprach: Legion heiße ich; denn wir sind viele.

    1. @holli: Das ist der Klassiker:

      „Wir nehmen nicht in Anspruch, dass das, was wir posten, stimmt. Wir nehmen in Anspruch, dass das, was wir posten die, die es ansehen, dazu anregt, sich darüber informieren.“

      Kann man machen, aber dann muss man auch in Kauf nehmen, dass der Vorwurf der publizistischen Verantwortungslosigkeit kommt. Die Realität ist ja leider nicht so, dass alle ach so medienkritisch an Inhalte ran gehen. Viel zu viele glauben alles, was sie lesen (und/oder glauben wollen).

  4. Auch wenn ich nicht so recht verstehe, warum man Anonymous nicht als „Gruppe“ bezeichnen darf, wenn sie es selbst tun, probiere ich es mal mit einer eigenen Formulierung:

    Anonymous sind eine Bewegung hormongesteuerter junger Männer, die sich für unglaublich wichtig halten. Leider fehlt ihnen der Mut, mit offenem Visier zu streiten.

    1. Informiere dich bitte über Project Chantology und die Methoden von Scientologoy. Dann wirst du erfahren woher die Masken kommen und warum sie nötig waren und sind.
      Beste Grüße.

      1. Schon klar, dass das nicht die selben Personen waren. Das ist ja das Problem, dass es eben keine feste Gruppe ist. Ich glaube das kann man einfach nicht komplett überblicken, ich kann es jedenfalls nicht.

    2. Ich habe Gerüchte gehört, dass es auch weibliche Anons geben soll…

      Aber das ist bestimmt nur so eine Urban Legend wie die Spinne in der Yucca-Palme und die Aliens auf Area51, also bitte nicht ernst nehmen.

    3. Psssst…. Silke. Böse Zungen behaupten ja, dass auch das weibliche Geschlecht in diesem Kollektiv vertreten ist ;)
      Irgendwie finde ich Ihren…Beitrag…durchaus interessant. Hach ja, er hat sowas bissiges, leicht provokantes. Und natürlich dürfen Sie, wenn es Sie glücklich macht, Anonymous als Gruppe bezeichnen. Ihnen verbietet das sicherlich niemand. Sie werden daraufhin aber leider nur ein Köpfschütteln ernten. Aber das ist jetzt nicht von Belang.

      Um nicht vom eigentlichen Thema abzukommen: Dieser Beitrag von der ach so seriösen, gut recherchierenden ARD (Vorsicht! Ironie im Tiefflug), ist ja fast so erheiternd, wie das „Geschwurbel“ was einst kreuz.net fabrinziert hat. Mich würde wirklich einmal brennend interessieren, ob der/die Schöpfer/in von diesem „Beitrag“ jüngst gegen die Wand gelaufen ist, oder auf natürlich Art und Weise, schlicht ein/e Idiot/in ist….

      Grüße
      Is

      1. Klar, sicherlich sind auch ein paar Frauen dabei. Aber die Art der Kraftmeierei, die von Anonymous betrieben wird, scheint mir doch größtenteils männlich geprägt zu sein. Die vermummten, grünen Männchen aus dem Bericht, die sich nicht trauen, in die Kamera zu sagen, dass sie gegen Acta sind, sind ja ein guter Beweis. Sollten sie allerdings auf vermummte Weibchen stoßen, die ebenso einen auf wichtige Untergrundkämpferinnen machen, lassen sie es mich wissen. In der Tat würde das ein kleinwenig meine These ankratzen…

        Aber da sie geäußert haben, dass der Beitrag völlig idiotisch sei, bin ich auf ihre Belege gespannt. Bestimmt können sie einen ganzen Aufsatz darüber schreiben, was dort nicht stimmt. Also, legen sie los. Ich lasse mich gerne überzeugen!

      2. Vielleicht sollten Sie einfach erklären, was Ihnen genau daran Freude macht provokante „Thesen“ in den Raum zu stellen, ohne dieses auch anhand von Beispielen zu untermauern auf die man eingehen könnte. Eine Pauschalisierung Ihrerseits bezüglich hormongesteuerter Männer lehne ich grundlegend ab. Und mal am Rande… auch Frauen sind hormonell gesteuert… während der Mensis oder Schwangerschaft sogar noch deutlich mehr… böse Zungen würden den Frauen dann Zickigkeit unterstellen.
        Ihnen allerdings unerstelle ich nur einen Hang zum Bitteren, wenn es um das männliche Geschlecht geht. Statt Dialoge zu suchen, provozieren Sie nur und stehen sich selber dabei im Weg.

        Diese Wortwahl dürfte in ungefähr Ihrem Niveau gerecht werden. An dieser Stelle… Butch oder Femme? Ich vermute ersteres.

      3. Seien Sie gegrüßt Silke, an diesem wunderschönen Morgen. Vielleicht haben Sie recht und es sind nur ein paar Frauen, vielleicht haben Sie auch unrecht und es sind mehr Frauen, als Sie denken. Das kann Ihnen leider niemand so genau sagen. Genauso wie niemand genau sagen, wie viele Menschen denn nun wirklich Anonymous Aktivisten sind und wie viele einfach nur pupertierende Hosenscheißer. Verzeihen Sie meine barsche Ausdrucksweise. Ich wollte Ihnen eigentlich ein Video posten, zu einer Anonymous Aktivistin (Das Thema handelte aber leider nicht von ACTA, sondern von Scientologie), aber dummerweise finde ich es gerade nicht. Sollte ich aber wieder darüber stolpern, poste ich es Ihnen gerne.

        Was Sie hier aber posten, finde ich größtenteils ziemlich engstirnig. Vor allem Ihre Aussage zu den grün vermummten „Männchen“. Vielleicht mögen Sie recht haben, aber ich sehe das ganze von beiden Seiten. Vielleicht sind diese beiden Anonymous Aktivisten. Vielleicht legt uns aber auch die ARD herein. Diese Option sollte man, egal wie sehr man für oder gegen Anon ist, nicht außer acht lassen. Haben Sie vielleicht schon einmal daran gedacht, dass diese beiden Männer vielleicht „gekauft“ sind, oder sogar Mitarbeiter der ARD sein könnten, die nur ihrem Befehl folgen und sowas in die Kamera sagen? Ich traue dies der ARD durchaus zu, denn wer so erbärmlich recherchiert…

        Mhh einen ganzen Aufsatz könnte ich jetzt nicht dazu schreiben, zumal mir auch gerade die Zeit fehlt, denn eigentlich sollte ich mich mehr auf die Vorbereitung für mein Staatsexamen konzentrieren, aber ich nehme mir gerne die Zeit für Sie, um Ihnen wenigstens zu antworten. Und ich glaube, wenigstens ein Beispiel sollte hier ausreichend sein. Wenn nicht, auch gut. Dann müssten Sie aber auf eine Antwort von mir warten, die dann auch wesentlich ausführlicher wäre. Ich berufe mich hier auf das Beispiel, was schon einmal genannt wurde, weil es mit das Offensichtlichste ist. „DDos Attacke via e-mail“. Ganz ehrlich. Das ist schon absurd. Ohne großen Aufwand, würde man an die richtigen Informationen gelangen, denn man bräuchte nur DDos bei Google eingeben. Und zack, hätte man Seitenweise Infomaterial und manche sogar so ausführlich, dass sogar der letzte Idiot dies verstehen würde. Aber unsere Freunde von der ARD scheinen es ja besser zu wissen.

        Trotzdem danke ich Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um mir zu antworten.
        Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Freitag.

        Grüße
        Is

    4. Dann reden. Unqualifizierte Kommentare, die sie mit keinem einzigen Fakt belgen können zeugt nur von der absoluten Unfähigkeit, auf einem vernünftigen Niveau zu diskutieren. Sprechen sie auch derart populistisch, wenn es um andere Themen geht? Pauschalisieren sie gerne, obwohl sie offenbar keinerlei Hintergrundwissen haben?

      Versuchen sie bitte zu verstehen, das Anonymous ein Kollektiv ist. Jeder kann Anonymous sein. Einige steuern Aktionen, die andere wieder nicht gut finden. Doch ob man die Sabotage von pornografischen Seiten, rechtsextremen internetversandseiten oder das Stehlen von Daten der mexikanischen Drogenmafia positiv oder negativ sieht, steht jedem frei. Doch halten sie sich, wenn das über ihren Intellegt geht, bitte freundlicherweise mit solch pauschalierenden, populistischen Kommentaren zurück.

  5. „wir sind eine legion“ und dann der „emailangriff auf amazon“. wirklich schlecht recherchiert von kontraste.
    diese typen mit grünen schlumpfmasken gabs letzte woche schon auf arte (rebel yell) , keine ahnung was das soll

  6. „wir sind eine legion“ und dann der „emailangriff“. wirklich schlecht recherchiert von kontraste.
    diese typen mit grünen schlumpfmasken gabs letzte woche schon auf arte (rebel yell) , keine ahnung was das soll

    1. also theoretisch könnte sich die Reporterin selbst eine Maske übern Kopf ziehen, sich für Anonymous ausgeben und alles erzählen, was sie will

  7. „We are Legion“ heiß nicht wir sind eine legion sondern „Wir sind Legion“
    Um das zu verstehen ist Recherche nötig. Legion ist ein Dämon aus der christlichen Mythologie in dem viele Seelen stecken.
    Anonymous assoziiert sich somit von vornherein mit etwas Bösem was den Newfags schon klarmachen sollte das wir keine gutmenschlichen Weltretter sind…
    wir wollen ein freies Internet ohne Kontrolle und Zensur und ansonsten nur lulz!! aus der Einstellung ist 2008 auch #OpChanology entstanden.
    Kapierts endlich Faggots. Wir tun zwar manchmal gutes aber sind ne Hassmaschine!!!

    1. Das ist das mit Abstand lächerlichste, was ich in einer Anonymous-Diskussion bisher lesen musste. Und ich musste eine MENGE Unsinn lese, aus dem AnonAustria-Umfeld usw. …

      1. pls get cancer and die ! you know absolutly nothing about anonymous fuckin failfagbiatch. Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. So ist es und nicht anders und jetzt geh bitte wieder RTL2 anschauen du Untermensch !

      2. Erna ich bin seit 04 dabei und jeder Anon weiß was das bedeutet….
        4chan (unser Ursprung) wurde Ende 2003 von m00t gegründet und ich kam in der Zeit dazu wo es grad begonnen hat aus m00t seinem IRC rauszukommen… Ich gehör zu den Leuten die intern nicht mal als Oldfags sondern als Originalfags bezeichnet werden…
        Ich gehör also zu den Leuten die Anon zu dem gemacht haben was sie mal waren bzw immernoch sind (wenn man die Newfags mal ausklammert)… und das ist eine Hassmaschine…

    2. Och man =( Mein Beitrag wurde gelöscht. Dabei habe ich mir so viel Mühe gegeben, AppleJack =(

      Dann halt anders…. *grummel* : Was du hier erzählst, ist Schwachsinn.

      1. „Komm doch her und zwing mich, du nichtsnutziger Dummschwätzer ;P“

        Schöne Replik auf die fehlende Netiquette bzw. Kinderstube (die wohl mitr dem D-Zug durchquert wurde) :-)

      2. @keitos.

        Na das ist doch mal wieder so typisch. Man wird von irgend so einem Dahergelaufenen dumm von der Seite angemacht, man wehrt sich und prompt kommt der Nächste um die Ecke und kreidet es einem an. Müsste ich nicht so lachen, würde ich vielleicht mit dem Kopf schütteln. Zu herrlich ist das

    3. Und ich finde dies ist die beste Zusammenfassung, die ich je über Anonymos gelesen habe, darum….“Verlasst diese Männer, ihr unreinen Geister!“

  8. Hehe, der Schluss ist gut

    Klartext
    „Man hat so das Gefühl, wenn sich irgendwer nicht so verhält, wie Anonymous das gerne hätte, dass er dann mit einer Bedrohung rechnen muss.“
    Anonymous Hamburg
    „Das ist doch der Sinn und Zweck von Propaganda, oder?“

  9. Anonymous ist ein kollektiv, keine Gruppe… Ausserdem ist nicht jeder, für alles, was Anonymous macht. Jeder Protestiert für das, was er für richtig hält!

      1. Was ist denn der Unterschied zwischen einem Bürger und einem Anonymous?

        Einen Anonymous kann man nur Anhand seiner gerade begannen Tat diffamieren/werten. Einen Bürger kann man seine Lebensgeschichte vorwerfen um ihn Mundtot zu machen. Um jetzt nur mal die negative Sache zu nennen.

      2. Der Titel beinhaltet einen Wiedererkennungwert ohne Falschangabe und Offenlegung mit Integration des Ziels wobei dem Betrachter frei gestellt bleiben soll, ob ein Mensch oder ein Computer agiert.

        Was schlägst Du als Alternative vor?

      3. Weil Bürger bereits negativ assoziiert ist. Und A so ziemlich das Gegenteil von (Gut-)bürgerlichem Engagement ist. Dem man nämlich auch allerhand vorwerfen kann. Nicht von ungefähr gibt es Begriffe wie Gutmenschen, Wutbürger etc.

  10. Deine Wortwahl bestätigt mich ja in meiner Einschätzung und den Vokabeln, die ich benutzt habe. Thanks!

    Und selbstverständlich kann man Anonymous journalistisch als eine Gruppe bezeichnen. Sie geben sich ja sogar ein Namen unter dem sie agieren.

      1. Wenn sie gemeinsam für ihre Sache demonstrieren gehen. Oder Videos produzieren, in denen sie von „wir“ sprechen oder drohen, den anderen zu bestrafen… – ja klar, wieso auch nicht?

  11. das die sich trauen so nen dreck online zu stellen! wer zahlt sowas? WIR!!! da sollte man beschwerde einreichen, seine gez gebühren absetzten, damit so ne scheisse gar nicht erst produziert wird…

    ich will dit nicht mal propaganda nennen das video! das ist lulz in purer reinheit! immer das habt ihr verstanden!

    fehler sind sicher hunderte drin…ich zähl dann mal….

    1. Da fällt mir aber tausendfach andere Sch.. ein, die täglich ebenfalls von den ÖR produziert wird. Auch wenn das Argument „XY ist aber noch schlechter“ kein gutes ist, lass die Kirche mal im Dorf. Immerhin stößt es eine Debatte an.

      1. Da gibt es zahlreiche. Ich habe nicht die Muße, sie einzeln zu benennen. Der Vorspann ist schon ein ganz anderer (anders bebildert, andere Kamerapositionen …). Dann beim Überflug über 4chan spricht die Off-Stimme der Autorin bei netzolitik-Version von Pornografie, bei der offiziellen rbb-Version von Kinderpornografie, die sich dort unter dem Deckmantel der Anonymität finde – was die Sache sicher vor allem verschärfen soll.. Man müsste eine Transkription machen, wenn man die Unterschiede wissen will.

      2. Ergänzung: Natürlich ist das kein netzpolitik-Video. Der Link ins Archiv des rbb und zu dem dort liegenden Video ist eben ein andere als der zur Seite. Offenbar handelt es sich um die Vorversion der Probe. Das Licht ist noch nicht richtig eingeregelt … http://www.rbb-online.de/kontraste/

        Man müsste eigentlich nur die Transkription zur Archivseite mit dem gesendeten Video vergleichen. (Allerdings müsste man dazu auch noch Bild-Austausch-Varianten hinzuziehen.)

  12. Dürfte ich die selbsternannten arbeits- und obdachlosen Weltretter von Occupy Hamburg bitten sich aus Diskussionen rauszuhalten von denen sie nix verstehen. DDoS via email: ich lachte !

    1. i liek u faggot… :3
      danke das du für mich das antworten übernommen hattest… war ne runde auf gore fappieren und das hat mal wieder gedauert… :3

  13. Wirklich ein schlechter Beitrag von den ÖR. Ich bin froh dass dies nicht die Regel ist. Hoffendlich wird es dafür beim nächsten mal eine bessere Leistung vom Journalistenteam. Kann mir gut vorstellen dass die ARD sich auch etwas schämt dafür…

    Aber was solls. Bad PR is Good PR.

    Übrigens Grundsatzdiskussionen sind uncool. Bin nicht seitdem dabei gewesen, als das Legion Zeugs entstand, nehme diese Parolen aber sonst auch ohnehin nicht wirklich ernst. Wer sich aber darüber ergötzt, dem fällt wohl nichts anderes ein, an dem man Anon kritisieren könnte…

  14. Das Problem ist doch an dieser Bewegung das eben jeder mitmachen kann, das es dann innerhalb dieser Bewegung mal Menschen gibt die besseres Know How haben als ne Webseite voll zu pingen ist ja auch nicht bestreitbar.

    Aber im Umkehrschluss kann sich eben auch jeder Hinsetzen und nen Interview zu dem Thema geben, dann werden diese „Interviews“ als Aussage von Anonymous hergenommen. Und hier liegt doch der Fehler, es gibt weder ein Ziel noch eine Struktur und deswegen auch keinen Sprecher oder jemanden der den Sinn erklären kann. Und irgendeine Journalistin die dazu ein Buch schreibt, yehawww immer schön auf den Zug aufspringen und Geld rausziehen…

    Macht halt Angst wenn man blöd findet was von Anonymous angegriffen bzw nicht tolleriert wird. Selbst wenn da hin und wieder ein paar Leute hoch genommen werden die mehr gemacht haben, den Geist der mit Anonymous (und ich bin sicher kein Fan davon Infrastruktur mit DDoS Angriffen zu blockieren) freigetreten wurde kann man schwerlich wieder einfangen.

    Aber wer Dinge wie ACTA oder die Gema in ihrer Form gut findet hat warscheinlich eher weniger mit meinem Weltbild gemein.

    Wenn Anonymous alles gelangweilte Männer sind die unsere schöne Weltordnung kaputt machen wollen dann sind alle Arbeitslosen faul und Linuxnutzer stinken, sind doch Gruppen oder? (Nur für den Fall -> Ironie)

    1. Achso, ganz am Anfang das liest sich komisch mit Problem. Das war eher so gemeint das ich glaube das das von vielen Leuten nicht verstanden wird und das dass das Problem beim Verständnis ist.

      1. mit Problem liegst du da verdammt richtig… diese Newfaggotry ist für Anonymous ein riesen Problem da diese meinen Verschwöhrungstheorien wie 9/11, Chemtrails, NWO usw. , Tierschutz und sonstigen Scheißdreck unter die Anon-Flagge zu drücken… deswegen haste erstaunlicher Weise nur auf FB Terror zwischen Oldfags und Newfags… die Newfags die es ins IRC packen haben meist ein gewisses Grundwissen und verstehen das wie Aktivisten FÜR das Internet sind uns nix anderes…

  15. Ok, nach den etwa 50 Kommentaren habe ich gelernt, dass der Fernsehbeitrag unterirdisch, falsch und mit „hunderten“ von Fehlern versehen sein soll. Aber keiner macht sich die Mühe, diese gravierenden hundertfachen „Fehler“ aufzuschreiben. Bitte liebe Herren, dann mal los! Oder meint ihr etwa den Kram, den die vermummten, grünen Männchen in die Kamera sagen??

    1. ach und silke… ich kenne reichlich femanons (weibliche anons)… das sind mehr wie es den anschein macht nur diese schicken bei sowas wie interviews meist die männer vor… ;)

    2. Fehler 1: In der Einleitung werden Berliner Demonstranten mit Guy Fawkes Maske als „Fans“ bezeichnet. Ich behaupte mal, diese wurden nicht gefragt, ob sie nun Fans oder wirkliche Anons sind. Vllt nahm man ja an, Anonymous gibt es gar nicht außerhalb des Internets.

      Fehler 2: Die Verwendung des Wortes „Datenklau“ lässt mir die Nackenhaare hochstehen. Daten kann man nicht klauen. Es sei denn man reißt die Bits und Bytes mit einer Zange aus den Festplatten und entwendet die. Habe schon mal einem CDU Politiker den Unterschied zwischen Klauen und Kopieren beibringen wollen. Entweder hat er nach Stundenlanger Diskussion keine Lust mehr gehabt oder es tatsächlich verstanden.

      Fehler 3: „Email-DDos“ gibt es nicht.

      Fehler 4: Anonymous ist keine Bürgerorganisation. Man kann streiten ob es eine Gruppe ist, aber eine Organisation ganz sicher nicht.

      Fehler 5: Das Video ist natürlich nicht inhaltlich schlicht falsch, da es zu seiner Zeit auf den Fakten seiner Zeit basiert. Das wurde der „Journalistin“ auch so gesagt, schien es aber wohl in der Endfassung des Beitrags trotzdem ignoriert zu haben.

      Fehler 5.1: Das Video ist also auch keine Desinformationskampagne!! Find auch toll wie im nächsten Satz gesagt wird, dass Politiker sich vom Protest haben beeindrucken lassen. Als wäre das etwas falsches…

      Fehler 6: „sich feige hinter einer Maske versteckt“ – Dafür dass die beiden überhaupt eingewilligt haben, sich dazu zu äußern, kann man nicht wirklich von Feigheit sprechen. Der Wunsch nach Datenschutz scheint wohl gleich als feige zu zählen. Allgemein neigt der Beitrag jede Aussage als verwerflich zu bezeichnen, was ich nicht mal verwerflich finde. zB „Jeder ist für sein Tun verantwortlich“ wird als zynisch bezeichnet.

      1. zu 6)
        “sich feige hinter einer Maske versteckt”
        Das behaupten ausgerechnet Politiker welche sich standhaft dagen wehren das zb. die Polizei Namenschilder bekommen soll.

    3. Ein Grundproblem des Berichtes ist, dass er tendenziös ist. Alles positive, was im Bericht über Anonymous gesagt wird, wird relativiert, alles negative betont:

      „Sie geben sich als moderne Robin Hoods, als Kämpfer für Gerechtigkeit […] aus. Sie offenbaren vermeintliche Missstände“ (alles in einem ironischen Ton)

      „[…] vermeintlich so selbstlose Internetguerilla“

      „Leicht gesagt wenn man sich feige hinter einer Maske versteckt“

      Es werden die Angriffe auf einige Firmen erwähnt, nicht aber die Hintergründe und Ergebnisse.

      Fehler:

      „Geheime Gruppe von Netzaktivisten“. Anonymous ist nicht geheim, sondern anonym.

      „Datenklau“. Man kann Daten nicht stehlen.

      „Tausende Menschen beteiligren sich an den Emailattacken, die die Websites blockierten“. DDoS-Attacken werden nicht per Email durchgeführt. Stichwort „LOIC“.

      „Ihr [ACTA] Video ist […] über 300 Millionen mal geklickt worden, obwohl es falsch ist.“ Für diese Behauptung werden keine Argumente angetreten. Daher gehe ich davon aus, dass es keine gibt.

      „Unzählige Politiker haben sich vom Protest beeindrucken lassen und gegen den Vertrag gestimmt.“ Mal abgesehen davon, dass es die natürlichste Sache der Demokratie ist, wenn sich Politiker von Bürgern „beeindrucken“ lassen, haben hier natürlich die Argumente gegen ACTA eine Rolle gespielt, die im Bericht nie erwähnt werden.

      „Er [Tatortautor] wagte es mit Kollegen Anonymous zu kritisieren.“ Der offene Brief der 51 Tatortautoren kritisiert nicht Anonymous. Tatsächlich kommt das Wort „Anonymous“ nicht im Brief vor. Es geht um Urheberrecht, Verwertungsrecht und pro-ACTA-Propaganda.
      Er fantasiert dann noch, dass ihm im „Schutz der Anonymität“ legal Gewalt angetan werden könne. Sollen hier die Alpträume eines Unbeteiligten die Diskussion weiterbringen?

      Dann kommen noch so tolle Schlussfolgerungen wie

      „Es ist fragwürdig wenn Posts zum eigenständigen Denken und Recherschieren anregen sollen.“ Lieber ohne zu Nachzudenken alles glauben, was im RBB gesendet wird?

      Von Menschen fordern, dass sie nachdenken bevor sie etwas tun, wird als zynisch bewertet.

      Alles in allem ein ziemlich besorgniserregendes Bild, was der RBB da von Anonymous, Bürgern und der Welt im Allgemeinen, verbreitet. Erinnert stark an das schon länger kursierende Bild etwa http://ldrlongdistancerider.com/images/Freedom.jpg ([…] repeat after me: I am free).

    4. Ein Grundproblem des Berichtes ist, dass er tendenziös ist. Alles positive, was im Bericht über Anonymous gesagt wird, wird relativiert, alles negative betont:

      „Sie geben sich als moderne Robin Hoods, als Kämpfer für Gerechtigkeit […] aus. Sie offenbaren vermeintliche Missstände“ (alles in einem ironischen Ton)

      „[…] vermeintlich so selbstlose Internetguerilla“

      „Leicht gesagt wenn man sich feige hinter einer Maske versteckt“

      Es werden die Angriffe auf einige Firmen erwähnt, nicht aber die Hintergründe und Ergebnisse.

      Fehler:

      „Geheime Gruppe von Netzaktivisten“. Anonymous ist nicht geheim, sondern anonym.

      „Datenklau“. Man kann Daten nicht stehlen.

      „Tausende Menschen beteiligren sich an den Emailattacken, die die Websites blockierten“. DDoS-Attacken werden nicht per Email durchgeführt. Stichwort „LOIC“.

      „Ihr [ACTA] Video ist […] über 300 Millionen mal geklickt worden, obwohl es falsch ist.“ Für diese Behauptung werden keine Argumente angetreten. Daher gehe ich davon aus, dass es keine gibt.

      „Unzählige Politiker haben sich vom Protest beeindrucken lassen und gegen den Vertrag gestimmt.“ Mal abgesehen davon, dass es die natürlichste Sache der Demokratie ist, wenn sich Politiker von Bürgern „beeindrucken“ lassen, haben hier natürlich die Argumente gegen ACTA eine Rolle gespielt, die im Bericht nie erwähnt werden.

      „Er [Tatortautor] wagte es mit Kollegen Anonymous zu kritisieren.“ Der offene Brief der 51 Tatortautoren kritisiert nicht Anonymous. Tatsächlich kommt das Wort „Anonymous“ nicht im Brief vor. Es geht um Urheberrecht, Verwertungsrecht und pro-ACTA-Propaganda.
      Er fantasiert dann noch, dass ihm im „Schutz der Anonymität“ legal Gewalt angetan werden könne. Sollen hier die Alpträume eines Unbeteiligten die Diskussion weiterbringen?

      Dann kommen noch so tolle Schlussfolgerungen wie

      „Es ist fragwürdig wenn Posts zum eigenständigen Denken und Recherschieren anregen sollen.“ Lieber ohne zu Nachzudenken alles glauben, was im RBB gesendet wird?

      Von Menschen fordern, dass sie nachdenken bevor sie etwas tun, wird als zynisch bewertet.

      Alles in allem ein ziemlich besorgniserregendes Bild, was der RBB da von Anonymous, Bürgern und der Welt im Allgemeinen, verbreitet. Erinnert stark an das schon länger kursierende Bild etwa „repeat after me: I am free“.

      1. DIe Tatortautoren waren Free-Rider, ihre Agenda hatte mit dem Abkommen null und nichts zu tun.

        Die Darstellung im Anonymous Video war übertrieben und sachlich in der Endphase unrichtig. Es ist aber nicht so, dass dies den Ausschlag gegeben hat, sondern nur das Bewusstsein geschaffen, näher hinzusehen, Es hat überhaupt keine sachliche Kritik am Abkommen in den klassischen Medien gegeben. Dann wäre ja auch aufgefallen, dass die Tatortautoren nur den Medien-Buzz für ihre Agenda genutzt haben.,

  16. Wenn Amerikanische Politiker sagen sie wollen den Iran oder andere Länder bombardieren auch mit tausenden Toten , regt sich kein Politiker der angeblich zivilisierten Welt mehr dagegen auf oder wagt es dagegen Anzugehen.
    Aber ein paar Internetaktivisten werden als schlimmste „Verbrecher“ oder „Cyberterrroristen“ gebranntmarkt , nur weil sie es wagen etwas am Staatlichen Gewaltmonopol zu rütteln?
    Wieviel Tote gab es eigentlich schon durch Anonymous und wieviel durch staatlich millitärische Cyberkriege oder Drohnen?
    In was für einer physiophren Welt leben wir denn eigentlich.
    Dies will Anonymous Aufzeigen und nichts Anderes.

  17. Das Schlimme ist, dass im Falle ACTA hier gewissermaßen die Gegenthese aufgestellt wird, nämlich, dass wenn Anonymous Unrecht hatte, und wer wolle das bestreiten, das Abkommen unbedenklich ist. Dass auch die Aktion der Grünen diffamiert wird, ist schon ein Ding. Letzten Endes haben die klassischen Medien versagt, als sie fälschlicherweise von einem Urheberrechtsabkommen sprachen und gegen jede Kritik an der Berichterstattung immun sich machten.

  18. Silke schreibt:
    „Anonymous sind eine Bewegung hormongesteuerter junger Männer, die sich für unglaublich wichtig halten. Leider fehlt ihnen der Mut, mit offenem Visier zu streiten.“

    Ich sehe, hier sind auch ……..Komikerinnen unterwegs.
    Wer von Anonymous ein offenes Visier fordert -halte ich wegen Machtungleichgewicht weder für sinnvoll noch machbar- muss das auch von der Gegenseite fordern.
    LOL ich lache jetzt noch

    Ansonsten, wer von Kontraste etwas anderes erwartet; selbst
    Schuld (-:

  19. Menschen die überzeugt sind, daß „ihre“sache „gerecht“ ist werden doch niemals so nervös, unkontrolliert und zögernd antworten.

    Glaub ehr das diese story einfach erfunden wurde.
    …vielleicht nur das programm zu füllen, weil das thema grad „in“ ist.
    …mehr einschaltquoten ? Oo
    …denken sie verbessern selber die welt
    … und und und

  20. Frau Iris Marx, Ihres Zeichens Urheberin dieses Artikels, ist Wiederholungtäterin. Schon bei einem Bericht über ACTA und die angeblich hysterische Handhabe dieses Themas seitens der uninformierten Kritiker (haha) hat sich in einem sehr polarisierten und schon von Anfangs vorgefassten Meinungsbild Ihrerseits entladen.
    Auf eine email welche ihr die Problematik Ihrer Berichterstattung an den Tag legte, antwortete Sie sehr von sich eingenommen, das man „mich ja eh nicht wird überzeugen können“. Ihre Meinung schien die einzig relevante zu sein, und ich nur ein verfehltes Schaf im Glauben.
    Auf die Antwort auf eine anschließende email mit Kritik, welche alle Schwachstellen Ihres Berichtes Beispielhaft zu diskutieren suchte, warte ich bis heute vergebens. Sieht sie sich intellektuell im Vorteil werden Kritiken beantwortet und belächelt, ändert man die Vorgehensweise und erläutert die Schwachstellen fundiert und rein argumentativ, bleibt die Reaktion aus und man merkt das die Diskussion nie eine war.

    Diese Frau hat in diesem politischen Magazin absolut nichts zu suchen.

  21. Leute, was erwartet Ihr von einer Journalistin, die offensichtlich 2005 ihre Jura-Abschlußarbeit zum Thema „Möglichkeiten zum Schutz von musikalischen und filmischen Werken vor privaten digitalen Raubkopien nach dem deutschen und US-amerikanischen Urheberrecht“ schrieb? Dass sie unbefangen und objektiv an ACTA und Anonymous rangeht, wie das Journalisten im Idealfall tun sollten?

    „http://www.amazon.de/M%C3%B6glichkeiten-musikalischen-filmischen-US-amerikanischen-Urheberrecht/dp/3865731538

  22. Das Problem ist doch eigentlich nicht so schwer zu erkennen: Natürlich macht die Autorin sich die Welt so fein wie sie es will. Jeder wählt seine Argumente selbst und ebenso seine Formulierungen. Die Fehler, die hier aufgedeckt wurden, sind tatsächlich Fehler.

    Wenn dann aber schon ein geradezu pharisäerhafter Streit darüber entbrennt, ob Anon. nun eine Gruppe, ein Bund, ein ichweißnichtwas ist oder nicht, wird es lächerlich von der anderen Seite. Anon. spricht jedenfalls im Plural von sich, wenn was kommt. Zumindest in der Regel.

    Das Problem ist dabei trivial. Anon. gibt es nicht. Es gibt nur „Aktionen“, die sich dieser Marke bedienen. Anon. ist eine Fiktion und eigentlich eher eine Art Sprachspiel. Die Aktionen bedienen sich zahlreicher oder weniger zahlreicher Helfer. Mehr ist das nicht. Aber auch nicht weniger: Die vermummten Gestalten im Video können wasauchimmer sein. Schauspieler? Schauspieler, die sich Anon. nennen. Jedenfalls ist deren Quellwert gegen Null tendierend.

    Was eher traurig ist, ist, wie in vielen Fällen auf Aktionen ausgerichteter Aktivitäten, die Mitläuferschaft, die dann zum Teil a) wohl zu unwissend ist, um sich selbst vor Verfolgung zu schützen und b) hochgradig manipulierbar ist – übrigens von welcher Seite auch immer.

    Und so werden auch Diskussionen wie diese hier einigermaßen absurd. Anon. kann sich nicht wehren, denn dazu müsste die Gruppe die keine ist, eine sein. Also wehren sich die, die nicht Anon. als Verteidiger einer Nichtgruppe unter deren Marke alles und nichts laufen könnte und nimmt damit in Kauf, die Katze im Sack zu verkaufen.

    Und so ist es leider nicht nur bei Anon. sondern an sich um die Vertrauenswürdigkeit der Information bestellt. Das meiste ist leider allein dem Glauben geschuldet …

    1. Huflaikhan, guter Beitrag, dem ich in vielen Punkten zustimmen würde.
      Ich finde es ebenfalls nicht entscheidend, ob Anon. eine Gruppe ist oder nicht. Wahrscheinlich sehen sie sich selbst nicht als solche. Aber wenn man journalistisch an ein Thema rangeht, braucht das Baby halt auch einen Namen. Und man muss zuspitzen.
      Und wenn es da „Aktionen“ gibt (für die keiner verantwortlich sein möchte), bei denen sich junge Männer als Kolleltiv zu erkennen geben, die unter einer gemeinsamen „Marke“ agieren, muss man auch die Möglichkeit haben, diese Marke zu kritisieren. Ich, zumindest, würde gerne eine Diskussion darüber führen, wie wir innerhalb unserer Gesellschaft damit umgehen, dass es Leute gibt, die sich vermummen und für ihre Taten keinerlei Verantwortung übernehmen wollen. Ich finde es albern, wenn die grünen Männchen aus dem Bericht den Eindruck vermitteln, man könne sich nicht offen gegen ACTA engagieren. Es gibt viele Menschen, die dafür bzw. dagegen auf die Straße gehen und sich nicht feige hinter Masken verstecken.
      Auf der anderen Seite gibt es Autoren, die sich nur deshalb nicht zu Wort melden, weil sie auf den Shitstorm dieser hormongesteuerten Männchen keinen Bock haben. Was ich verstehen kann, wenn die einen wegen der eigenen Meinung dann nachts belästigen.

      Nein, die Kritik, die man an an so einem ARD-Bericht haben kann, ist ebenso einseitig. Man regt sich über (zum Teil) kleinkarierte Fehler auf und will gleichzeitig aber nicht sehen, dass an der Kritik, die dort ggü Anonymous geäußert wird, natürlich viel dran ist.

      1. Aber das ist eben der Unterschied ums Ganze. An „Anon.“ Kritik zu üben wäre sicher dringlich, nur muss man es auch richtig machen. Zuspitzung ist gut für Glossen etc. Nicht für einen Beitrag, der „aufklärend“ wirken will. So ein Beitrag darf erstens keine inhaltlichen Fehler aufweisen und muss zweitens die richtigen treffen. Das tut der Beitrag nicht.

        Einmal aus einem Grund, der systembedingt ist, weil „Anon.“ nur eine Realfiktion ist und weil er zweitens verallgemeinernd übergriffig ist gegenüber Personen und Argumenten, die durchaus triftige Gründe dafür haben, dass bestimmte Vorhaben nicht durchgesetzt werden. Wie eben ACTA, dazu braucht man nicht „Anon.“, da muss man nur nachdenken. Die „andere“ Seite sollte also bitteschön auch nicht mit falscher Münze arbeiten, sonst kommt nur Gegenpropaganda heraus, die ebenso totalitär sich aufstellt.

        Mit den Institutionen der Fernsehens und der eingetakteten Fernsehsprache geht das alles schon gleich gar nicht. Das läuft alles nur auf fehlerhaftes und verkürzendes Zitieren heraus. Mit diesen Mitteln kann man auch jeden Beitrag bei netzpolitik.org in sein Gegenteil verkehren.

        Fernsehen, gerade und erst recht auch öffentlich-rechtliches, darf sich diese Methoden nicht zu eigen machen. Denn in weiten Kreisen gilt es als vertrauenswürdig, unabhängig, gewiss nicht meinungslos. Diesen Auftrag hat der Bericht nicht erfüllt. Und das ist jämmerlich.

        Früher hat man das als Binnendiskurs hingenommen, Panorama Hamburg war „links“, Kontraste (SFB) und Dinges (Bayern) galten als „rechts“. Man wusste so etwas auch einzuordnen.

      2. Was meinst Du mit: „Ich, zumindest, würde gerne eine Diskussion darüber führen, wie wir innerhalb unserer Gesellschaft damit umgehen, dass es Leute gibt, die sich vermummen und für ihre Taten keinerlei Verantwortung übernehmen wollen.“
        Für welche Taten sollten sie Verantwortung übernehmen? Welche Schäden sind entstanden?

        Sieh es doch mal entspannt als eine Art Fernsehkanal. Ob Du die Inhalte glaubst oder nicht, ist Dir und Deinem Kenntnisstand bzw. Deiner eigenen Recherche frei gestellt. Wenn Du das Kopieren von Daten meinst…das ist doch heute an der Tagesordnung. Übernimmt dafür wirklich jemand Verantwortung, wenn es zu Missbrauch kommt?

      3. “Ich, zumindest, würde gerne eine Diskussion darüber führen, wie wir innerhalb unserer Gesellschaft damit umgehen, dass es Leute gibt, die sich vermummen und für ihre Taten keinerlei Verantwortung übernehmen wollen.”

        vielleicht wollen die einfach nicht, daß ihre gesichter gescannt, in hunderte datenbanken tausender strafverfolgungsbehörden gespeichert werden, obwohl sie nix rechtlich relevantes taten? vielleicht schützen sie ihr recht am eigenen bild? das wird ja sonst von den urheberrechtsliebenden medien benutzt, da müsste man ständig klagen! just a denkanstoß….

    2. ;) (gut geschreiben)

      Bei mir stellt sich auch die Frage (und das halte ich gleichzeitig auch für den größten Fehler im Beitrag), wie das Fernsehteam an die beiden jungen Männer gekommen ist, die interviewt werden und sich Masken über den Kopf ziehen. Würde man zu einem staatlichen Sender gehen und Auskunft erteilen?
      Ist ja nun auch nicht unbekannt, dass Szenen im Fernsehen gern gestellt werden (eine Bekannte von mir arbeitete bei einem Privatsender), sofern sie besser in den Kontext passen.
      (http://de.wikipedia.org/wiki/Dramaturgie)

      Interessant auch, dass man als Fernsehteam von Manipulation anderer Leute redet und in den eigenen Sendungen nur gewisse Nachrichten zulässt bzw. zulassen darf und damit Menschen manipuliert. Aber so ist das!

      Wie auch immer…Respekt vor den Leuten, die sich ehrenamtlich die Zeit nehmen und auf Probleme im digitalen Zeitalter hinweisen. Schön gemachte Kurzfilme! Die Hackangriffe und Fehlermeldungen könnten nur mal besser von den Firmen ausgewertet werden. Schade, aber im nächsten Leben…VIELLEICHT?!.

    3. Unterzeichne ich, wobei ja hier, bis auf ein paar einzelne Ausnahmen, nicht versucht wird das zu verteidigen sondern eher genau das was du formuliert hast zu erklären.

  23. Lass gut sein Jack
    Anon ist für die meißten heute die Erlösung der Welt.
    Die anderen wissens halt besser ;)
    Als Anon kannste auf die Meinung unseren Medien scheißen.

  24. Man mag ja über Anonymous denken was man will, aber wenn man berücksichtigt, dass die Autorin des Berichts Juristin ist, aus der Axel Springer Journalistenschule stammt und zumindest auf Twitter mit Christoph Keese per Du ist, dann bekommt man eine Ahnung woher der Wind weht.

  25. Aber im Umkehrschluss kann sich eben auch jeder Hinsetzen und nen Interview zu dem Thema geben, dann werden diese “Interviews” als Aussage von Anonymous hergenommen. Und hier liegt doch der Fehler, es gibt weder ein Ziel noch eine Struktur und deswegen auch keinen Sprecher oder jemanden der den Sinn erklären kann. Und irgendeine Journalistin die dazu ein Buch schreibt, yehawww immer schön auf den Zug aufspringen und Geld rausziehen…

  26. ARD – mehr braucht man doch nicht sagen. Wer sich das Verhalten unseres Politiker-Medien-Juristen-Sumpfes z.B. in Sachen ACTA, Kriegseinsätze der Bundeswehr, PC-Gebühr etc. anschaut dem ist klar, dass es immer eine Agenda gibt, die per Medien/Meinungsmache durchgedrückt wird. Eine nach allen Seiten offene Kultur der Kritik wie in den 70-90ern gibt es nicht mehr wirklich.
    Die beschlossene Agenda bei Anonymous schien bereits in vielen Berichten (Tagesschau z.B.) durch. Unser korrupter Staat will NATÜRLICH Niemanden, der selbst denkt und handelt. Widerspruchskultur wird ja bereits in der Schule den Bürgern abtrainiert.
    Nichts gegen Kritik. Aber in diesem Fall finde ich, sollten auch die Ursachen recherchiert werden, wieso Bürger – ggf. als Anonymous maskiert – sich persönlich engagieren (ja und das mit dem Hacker-Zeug, streicht den Quatsch einfach mal – ich kenne jedenfalls nur Hackfleisch). Wenn ich die Verantwortungslosigkeit bei Medien, Politik, Polizei und Justiz sehe, dann fühle ich mich durch solch eine Sendung und ihre Vorwürfe verhöhnt.

    Andererseits bestätigt das alles, was ich schon lange predige: Keine Interviews oder Infos an Medien geben. Die drehen sich das sowieso gemäß ihrer Agenda. Also sollen sie auch nicht noch meine Zeit kosten sondern selbst die Infos holen wie sie wollen. Es zählt nur was ich tue. Die Medienverarschung existiert nur wenn ich sie beachte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.