Kultur

Streit um Wikileaks & Openleaks eskaliert

Der Streit zwischen Wikileaks und Openleaks eskaliert. Heise berichtete heute Nachmittag, dass Daniel Domscheit-Berg die bei seinem Ausstieg bei Wikileaks mitgenommenen Daten löschen will. Der Spiegel-Redakteur Holger Stark twitterte am Abend, dass diese bereits gelöscht seien, mehr gebe es im neuen Spiegel zu lesen. (Update: Hier ist die Spiegel-Meldung) Das finde ich sehr bedauerlich.


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Die Antwort von Julian Assange war eine längere Verschwörungstheorie auf Twitter, wonach die Frau von Daniel-Domscheit-Berg, Anke Domscheit-Berg, mit Geheimdiensten und der Regierung zusammenarbeite und durch ihre Hochzeit mit Daniel Domscheit-Berg Wikileaks zersetzt hätte. Das finde ich echt billig und unglaubwürdig. Im Rückblick erscheint mir daran vor allem unlogisch, dass der Bruch erst nach den Vergewaltigungsvorwüfen gegen Julian Assange und dem Umgang mit diesen erfolgte und mehr aktive Beteiligte als Daniel dabei Wikileaks Richtung Openleaks verlassen haben. Da war die Hochzeit längst Geschichte und wie wäre es ohne diese Geschichte weitergegangen? Wir wissen es alle nicht . In einem längeren Statement drückt man sich etwas anders aus und unterläßt diese Verschwörungstheorie.

Unklar ist immer noch, ob es sich bei den gelöschten ca. 3000 Datensätzen um die Inhalte der Insurrance-Datei handle, die Wikileaks vor einem Jahr über Torrent als Absicherung verbreiten ließ. Ehrlich gesagt finde ich das etwas unlogisch, irgendwo muss doch das Passwort zur Entschlüsselung liegen und das wird man doch nicht einfach auf ner Festplatte versteckt haben, ohne sich zu erinnern. Aber alle Informationen zu dieser Geschichte wurden im vergangenen Jahr über Medien transportiert und in dieser Geschichte hat man oft gemerkt, dass darüber auch viele Fehlberichterstattungen durch Verständnisfehler entstanden sind und man nicht mehr weiß, was PsyOp der beteiligten Projekte, Menschen und anderer Interessengruppen, Kommunikationsfehler und Realität ist.

Schade ist, dass dieser Streit so eskalieren musste. Davon haben weder die Whistleblower etwas, die Aufmerksamkeit auf Mißstände haben wollten als sie Dokumente einschickten, noch die beteiligten Personen, die sich gerade mit härteren Dingen als Sand beschmeißen noch die globale Öffentlicheit, der ein sicherer Hafen für geleakte Dokumente fehlt. Echt traurig.

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188 Kommentare
      1. Selbst disqualifiziert hat sich nur dieser unsäglich peinliche Domscheit Berg, und seine deutsche Fanbase sollte sich wirklich mal fragen, welche Anhaltspunkte es denn dafür gab, ihm jemals irgendwie zu trauen. Sein Gelaber? Seine wöchentlichen Vorträge weltweit, bei denen er mit Vaporware hausieren geht? Sein Boulevardbuch? Warum die Vorschußlorbeeren?

      2. „Humor ist…“ bringt es auf den Punkt.
        DDB ist eine Witzfigur dem ich keine Katze anvertrauen würde, schon gar nicht brisante und für mich riskante Informationen.

      3. Die Wahrheit ist, dass Domscheit-Berg als Pressesprecher und somit schwächstes Glied in Wikileaks von Geheimdiensten bedrängt worden ist und schließlich als Reaktion darauf einen glaubwürdigen Abgang zu inszinieren OpenLeaks gründete. Die ganze OpenLeaks-Geschichte ist daher als ein einziger Akt der Verzweiflung einiger Ex-Wikileaks-Mitarbeiter die sich von Wikileaks versuchen zu distanzieren zu bewerten. Das irrationale Verhalten von OpenLeaks ist lediglich eine Folge dieser Verzweiflung.

      4. Bisnezz hat es auf den Punkt gebracht.
        DDB trägt seinen Kindergarten auf dem Rücken der Leaker aus, welche die Daten bestimmt nicht weitergegeben haben, damit sie dann geschreddert werden!

  1. Auch wenn es ein Schlag ins Gesicht der Whistleblower ist: Das Löschen ist die momentan einzig sinnvolle Lösung.

    Beide Plattformen sind nicht vertrauenwürdig. Der CCC als Vermittler ist ausgestiegen, größtenteils aus persönlichen Gründen der Vermittler, teils aber auch wegen ähnlichen Verschwörungstheorien. Die Fronten sind sowieso verhärtet. Da keine weitere Partei existiert, erst recht keine vertrauenswürdige, ist das Löschen leider das Sinnvollste.

    Die Integrität von DDB zweifle ich persönlich schon lange an, ich bin jedoch nicht so kindisch und ergreife Position.

    1. Nicht „der ccc“ war hier Vermittler, das war andys privatfehde. Und das kolossal dumme intrigieren und über seinen Vorstandsposten den ccc und seinen guten Namen für die Kampagne gegen Daniel persönlich zu missbrauchen, das hat openleaks zum scheitern verurteilt und katzenfreund Daniel so in die enge getrieben, dass er diesen bekloppten Schritt unternommen.

      Die medienpartner werden openleaks verlassen, zumindest wenn sie noch Grütze im Hirn haben. Andy kann seinen Posten im ccc-Vorstand nicht halten, und wikileaks hat viele Daten eingebuesst. Der Vermittler Andy, den Daniel nie als solchen akzeptiert hat, hat einen megafail hingelegt. Unglaublich.

      1. AH! Der zweimo ist einer der Anti-fefe-Spasten. Weil Netzpolitik.org quasi so das höchste Niveau ist. Fefe ist ne coole Quelle für Dinge über die man sonst nur schwer stolpert und immer wieder klasse Entertainment. Nicht selten gibt er sogar sinnvolles von sich. Aber so eine Überflieger wie dir kann man nix vormachen ^^

    2. Ich würde gerne mal die Belege oder glaubwürdige Hinweise (jenseits der Behauptungen DDBs) sehen, dass Wikileaks keine vertrauenswürdige Plattform war oder ist. Man hätte die Daten zurückgeben müssen.

      Derweil knallen in Washington und Langley die Sektkorken, vor lauter (unverdientem) Glück.

      1. wieso unverdientes Glück?
        So blöd sind die Geheimdienstler auch wieder nicht.
        Es sieht mehr nach einer wohlkalkulierten Aktion aus, die übrigens noch nicht abgeschlossen sein könnte. Es fehlt noch der letzte Akt mit dem Titel „Plötzlich und Unerwartet“

    1. Schon mal den Namen Johnny Eisenberg gehört? Der Anwalt an andys Seite.

      Ich finde es furchtbar aergerlich, dass der „Vermittler“ und sein juristenfreund das so verkackt haben und Daniel nicht bis drei zählen kann.

  2. Wikileaks-Statement zu DDB und OL
    http://wlcentral.org/node/2171

    Und wer es noch nicht verstanden hat:
    DDB und der ominöse „Architekt“ haben WL erfolgreich gehackt – und dabei den maximalen Schaden angerichtet.

    Betrachtet die Situation abwechselnd unter folgenden Gesichtspunkten:
    a) DDB et al. handeln mit böswilligen Absichten
    b) DDB et al. handeln mit gutwilligen Absichten

    Wie passen a oder b zu den bekannten Fakten?

    1. Passt SEHR gut mit der Behauptung zusammen, dass hier möglicherweise Geheimdienste wie der CIA ihre Finger im Spiel hatten. Wenn DDB nur halb so rational ist wie er tut, hätte er WikiLeaks und Assange nicht so unermesslichen Schaden zugefügt – es sei denn, das war gerade seine Absicht. Und warum sollte man das eine Verschwörungstheorie nennen, wenn Assange auf Fakten hinweist, die ihm ein Informant gesteckt habe? Das kann allenfalls eine Lüge sein.

      1. Ich sehe das ein wenig anders. Der Schaden auf Seiten von Wikileaks geht wohl doch eher zum größten Teil zu Lasten von Assange, wärend DDB sich eher für die Beerdigung von OL zuständig zeigt.
        Ich teile Autokylos Meinung bezüglich des astronomischen Egos beider und sehe genau darin den eigentlichen Grund für das Drama.

        Ich befürchte, beide Plattformen haben das Vertrauen verloren. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, sollte zu diesem Zeitpunkt zweitrangig sein.
        An erster Stelle sollte es darum gehen eine unbelastete Plattform zum Leaken nutzen zu können.

    2. Ich denke das ist ein Fall für Hanlon’s Razor: Never attribute to malice what is adequately explained by stupidity.
      DDB hat (genau wie Assange) ein Ego von astronomischen Ausmaßen, und das hat vermutlich alle vernünftigen Lösungsstrategien ausgeschlossen.

  3. Märchenstunde?
    Irgendwo liegen sicher noch Kopien.
    Irgendwann werden die sicher geleakt.
    Das mit den knallenden Sektkorken ist wahrscheinlich die einzige Wahrheit dieses schrägen Trauerspiels.
    Wer die Tatsache beachtet, dass immer irgendwer profitiert, kommt schnell zum Ergebnis, dass der sogenannte Geheimdienstmitarbeiter garantiert nicht DDBs Frau sein kann.
    Kleiner Tipp: Die dunkelste Stelle findet man direkt unterm Leuchtturm…
    Noch Fragen?

    1. Nein, lieber Martin, die Anschuldigungen wurden zurückgezogen, dann erneut bekräftigt und inzwischen muss man sich fragen wie weit das eine Vergewaltigung war. Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist und so. Bis dahin ist nur die Sex-Affäre ein Fakt, der Rest ist nebulös: kann stimmen oder auch nicht. Aber du wirst dir schon etwas dabei gedacht haben.

  4. Viel spannender als die Schuldzuweisungen fände ich da doch: was waren das für Dokumente und was hätte Wikileaks damit gemacht?

    Schon Monate vor dem Zwerwürfnis hat Wikileaks sich alleine auf die Veröffentlichung der Dokumente spezialisiert, die Bradley Maning zugeordnet werden. Ein Ende ist nicht abzusehen.

    Was nutzen also Dokumente auf einer Festplatte im Besitz von Wikileaks, wenn sie denn nicht veröffentlicht werden? Haben die Whistleblower das Material nicht längst woanders untergebracht wie zum Beispiel den BayernLB-Bericht bei ATTAC?

    1. Ach so, im bei WL Central veröffentlichten Statement steht noch folgendes:

      The material is irreplaceable and includes substantial information on many issues of public importance, human rights abuses, mass telecommunications interception, banking and the planning of dozens of neo-nazi groups.

      http://wlcentral.org/node/2171

      1. @ Torsten

        gerade aber diese „No-fly-Liste“ beinhaltet doch wirklich NUR persönliches Material.
        Mal aussen vorgenommen, dass man vielleicht die Namen entfernen könnte und nur die „Gründe“ (falls vorhanden) des Auftretens auf dieser Liste, veröffentlichen würde.

        Diese Liste für mich recht uninteressant, da sie eher den Gläubigen in die Hände spielen könnte, die dann zur Selbstjustiz greifen und dieser Liste Glauben schenken, denn ohne Grund würde man ja NIEMALS auf diese Liste kommen.

        Eher zeigt das vorhanden sein dieser Liste, die mögliche Prägnanz der beinhaltenden Informationen.

      2. @mhhhh
        von wegen nur persönliches Material
        Mann kann davon ausgehen daß da auch netzpolitische Aktivisten etc drauf stehen
        Womit Du recht hast ist daß es schwierig ist das „bereinigt“ zu veröffentlichen.
        Auf sowas wurde aber bei den Opfern der Stasiüberwachung auch nur beschränkt Wert gelegt.

  5. JA auf twitlonger:
    „that Anke Domscheit Berg, personally, came into contact with the CIA during her time working for the McKinsey & Company consulting group“

    Ohne Beleg ist so eine Aussage natürlich nur eine Verleumdung.
    Im Spielfilm „The Ghostwriter“ konnte der Ghostwriter immerhin mit Bildern die CIA-Agentin enttarnen.

    ADB ist eine CIA-Agentin, falls sie mit DDB Urlaub in den USA oder in einem mit der USA sehr eng befreundeten Land machen will.

  6. |: The ownership issues of Assange, Domscheit-Berg et al are as interesting, relevant and productive as software patents, i.e. null.
    A cause as important as protected and trusted leaking deserves a less ego-infested approach.:|

  7. Meine Fresse, wie so ein Drecksack wie der DDB hier auch noch verteidigt wird. Der Assange ist ein Vogel für sich mit seinen Egotrips, aber das ist nichts gegen DDB. Und die Rolle seiner Frau runterzuspielen finde ich ja besonders spannend. Der Assange ist mir Wurst, aber der DDB ist völlig berechtigt rausgeworfen worden, nix „Privatfehde“. Den DDB zu verteidigen und als Opfer darstellen ist so dämlich, für euch gibts keinen Namen, ehrlich.

      1. Bisher lese ich hier nicht wenig wie unrecht dem armen, armen DDB getan wurde. Ob vom Müller-Maguhn, vom Assange, vom CCC-Vorstand, irgendwelchen Anwälten vom MM … egal. Der arme DDB, hat ja eigentlich nix gemacht. Nur Geklaut was man besser gelassen hätte, ein Buch veröffentlicht welches mit Dreck wirft, ein Projekt mit unmöglichsten Mitteln und im Namen Anderer propagiert und letztlich stehen noch Vorwürfe von Erpressung im Raum.
        Sorry, ein Opfer sieht für mich anders aus. Der Assange ist auch ein Lügner, da nehmen sich scheinbar alle beteiligten nichts, aber den DDB als Kerlchen mit besten Absichten darzustellen … also bitte.

    1. Das Niveau, auf dem sich so viele Assange-Juenger befinden ist wirklich unterirdisch. Spekulationen und Beleidigungen, und das mit einer Penetranz…

      Sachliche Beitraege dagegen Fehlanzeige.

  8. Nebenbei bemerkt würde ich es begrüßen wenn sowohl Wikileaks als auch Openleaks möglichst schnell wegsterben, Assange und DDB in dem Orkus der Geschichte verschwinden und ein paar fähigere Leute mit weniger Ego sich der Sache erneut annehmen. Der Bedarf für eine Leaks Plattform ist enorm und auch sehr wichtig für die Gesellschaft. Hier und Anderswo.
    Wäre schön gewesen, wenn sich Teile des CCC da wieder einen guten (und internationalen) Namen gemacht hätten, aber ich kann es auch verstehen: wer immer eine Leaks Plattform betreibt/supported/unterstützt kann nur noch bedingt ruhig schlafen.

  9. Ich glaube schon, dass das Zerwürfnis zwischen Assange und Domscheit-Berg auf die Beziehung mit Anke Domscheit-Berg zurückgehen könnte. Ich habe „Inside Wikileaks“ nicht gelesen, meine aber, dass sich eine Distanzierung schon vorher gezeigt hat, etwa dass Assange nicht zur Hochzeit der beiden kam. Domscheit-Berg wollte die Agentenspiele wohl einfach nicht mehr mitmachen.

    Aber selbst, wenn Assange die klandestine Nummer überzogen haben sollte, frage ich mich doch, ob sie Domscheit-Berg dafür nicht zu sehr auf die leichte Schulter nimmt. Etwa, dass er annimmt die Quellen werden das Material schon ohne weiteres neueinreichen könnten. Andererseits ist es natürlich möglich, dass diese Einschätzung auf einer Sichtung des Materials beruht.

    Die Frage nach der Verantwortung des CCC-Vorstandes stellt sich sicherlich. Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass ohne ihren Schritt nur der Zeitpunkt der Löschung ein anderer gewesen wäre.

    Es ist aber die Unfähigkeit von Openleaks, öffentlich zu kommunizieren, die sich am Ende als das größte Problem herausstellt. Ist gibt keine definitiven Statements, sondern die Aussagen schwanken immer ein bisschen nach Gesprächspartner oder Kontext. Vielleicht erfahren wir nächste Woche aus einem TAZ-Interview, dass eigentlich nur das Backup geshreddet wurde, wer weiß. Vergesst die Offenlegung des Quellcodes, die müssen erstmal hart an sich arbeiten, damit sie einen Blogeintrag hinbekommen, der ein Mindestmaß an Transparenz über ihre Entscheidungen schafft.

    1. Ich halte OpenLeaks für irreparabel flawed. Einstampfen und neu machen mit anderen Personen. Kein Assange, kein DDB und auch keiner der den bisher Beteiligten zu nahe steht. Vor allem aufhören irgendeinen der Beiden zu verteidigen und einfach nur noch sparsam Fakten bringen. Es geht ja schon lange nicht mehr um Leaks, sondern um irgendwelche Gallionsfiguren und Dogmen. Das saugt.

  10. Na super, das ist ja besser als jeder Sperrung von Spenden-, Kreditkarten- und Paypalkonten oder polizeiliche Ermittlungen. Die Betreiber der Leaking-Plattformen bewerfen sich gegenseitig mit Sch**** und bringen sich so selbst zu Fall.

    Ganz großes Kino. Wird bestimmt mal irgendwann verfilmt.

    *Kopf -> Tisch*

  11. Offenbar hat unser Andy öfter mal Privatfehden.
    Herrscht eigendlich im CCC die Monarchie?
    Louise ist doch schon lange tot! ;-)

    Vielleicht sollten ja F. Rieger und C. Kurz, um ihre
    äusserst gute Reputation zu retten, aus dem CCC austreten?. ;-)
    Was macht man eigendlich in der „Open Source – Szene“ in
    solch einem Fall? Forken? ;-)
    ..

    1. Als jemand, der mit dem CCC nichts zu tun hat und höchstens leicht sympathisiert, finde ich die Weise, wie plötzlich auch dieser Andy M.-M. als Buhmann angegangen wird, ziemlich befremdlich. Er versuchte doch zu vermitteln?!

      1. Ob aber sein Vorgehen mit dem Rauswurf, bei den bis dahin öffentlichen Stellungsnahmen, begründet war, darf noch bezweifelt werden.

        Da stehe ich neben dem Fefe Argument, man hätte ihn auch selbst mal vor diesem „Komitee“ zu Wort kommen lassen können.

        Woher nun die Idee des Löschens kommt, steht auch noch auf der Liste der vielen Fragen, denn diese Idee kann nur aus einem kranken Hirn entspringen, jeder Mitdenkende kann solch eine Vernichtung von WICHTIGEN Informationen nicht gut heißen, wer auch immer damit „geschützt“ werden soll.
        Dieses vorgehen schützt eher das System selbst!

        Jeder Informant der diese Informationen weitergegeben hat, hat mit sich selbst Frieden geschlossen, für seine Tat zur Not auch zubüssen, daher würde fast sogar die (unverantwortliche) Maßnahme der Veröffentlichung ohne Schwärzen gerecht fertig werden.

        Denn die meisten sind bereit für ihre Überzeugung zu sterben.
        Es geht hier um unsere Zivilisation und nicht nur den Einzelnen.

  12. wow. ein troll-thread und ich fehle noch.
    aber wo oben mal wieder das netzpolitik übliche fefe-bashing zu lesen ist:
    auch wahrlich nur hier ist „fefe lesen“ so der enormste pun der euch einfällt und gilt als mundknebel und diskreditieren auf dem niveau von „kinderschänder“, „terrorist“, „nazi“.
    was ein lahmer haufen!
    und wo ihr netzpolitik als so seriös betrachtet: wie seriös sind eigentlich die ganzen datensenken auf np? piwik, infoline, doubleclick, google +1, facebook, twitter …
    netzpolitik selbst wäre mal ein fall für einen artikel pber sich selbst.

    aber damit ich auch zum thema getrollt habe: domscheit-berg stinkt, assange stinkt minimal weniger, ziemliche alle hier stinken auch.

    ich verstinker mich wieder.

  13. Diese Menschen haben Informationen unter unglaublicher
    persönlicher Gefährdung gesammelt. Was für sie zählte ist,
    dass die Infos veröffentlicht werden.

    Allein schon dass in der Diskussion der begriff „sinnvoll“
    verwemdet word, ist anmaßend und respektlos gegenüber
    der Leistung der Whistleblower. Der einzige sinn war die Veröffentlichung.

    Hier reichts irgendwie schon zu kritisieren, das wird als solches schon
    als Leistung gefeiert.
    Es ist unglaublich wie mancher an street credibilty gekommen ist –
    dass selbst Fefe sich mit Verschwörungstheorien zurückhält beeindruckt
    mich am meisten.

  14. Ich wär einfach mal dafür, dass man DDB und Anhang als auch dem Herrn Assange plus Anhang einfach den Mittelfinger zeigt. Die sollen ihre kleinen Spielchen spielen, sich profilieren und machen und tun. Was mich nicht die Bohne interessiert sind hier die Interessen der einzelen Beteiligten. (wie oben genannt). Das geplante Ziel für das sie arbeiten bzw gearbeitet haben war eine ehrenwerte und respektable Angelegenheit.
    Ich finds nur sowas von kindisch sich jetzt an dem Punkt wo man mediale Aufmerksamkeit bzw Aufmerksamkeit von Leuten wie hier, bekommt, dass schamlos zur Selbstdarstellung zu benutzen.

    Sind wir doch mal ehrlich. Erst machen alle son Hype, dass kaum jmd wirklich weiß, wer hinter WL steht und dann spaziert J.A. irgendwo auf eine Bühne und sagt er wäre einer der Köpfe.
    Ich nenne das Narzissmus was hier passiert. Gleiches gilt für DDB.

    Die Verschwörungstheorien oder wie man diese „Märchen“ auch nennen mag sind doch nur wieder ein Trick die Aufmerksamkeit der Leute zu behalten um den eingenen Narzissmus ausleben zu koennen.

    Wenns nach mir ginge sollten beide wieder in den stinkenden Pott voll Scheiße zurückkehren, aus welchem sie gekommen sind!

    ICH WILL DAVON NICHTS MEHR WISSEN!!!!!!!!!!!

    GreeTz
    Void

    1. Es hat die Qualität von: „Du hast mir mein Förmchen geklaut!!!!“
      „Na und? Dafür hast du mein Schäufelchen“ „Doofmann“ „Selber“

      Lächerlich.

    2. Nicht vergessen, hier gehts um die Vernichtung von 3500 Whistleblower-Einsendungen. Wer sich von „Nebenschauplätzen“ ablenken lässt, beteiligt sich an der Schlammschlacht und sollte nicht über andere herziehen!

      1. Ja „Nebenschauplätze“ ist eine relative Ansicht….wie alles in den Kommentaren. Dass sich hier jmd grade dadruch an der Schlammschlacht beteiligt, weil er einen anderen Punkt wichtiger findet als du kann ich nicht wirklich nachvollziehen, bleibt aber deine Meinung und die will ich dir net aberkennen.

        Dass 3500 Datensätze gelöscht worden sind ist nur ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit der beteiligten Personen mit Verantwortung umzugehen. Die Verantwortung den Menschen gegenüber die sicherlich ein gewissen Risiko eingegangen sind um an diese Daten zu kommen und sicherlich disqualifizieren sie sich damit, diese Daten als Instrument zur Durchsetzung der persönlichen Interessen. Unterm Strich läuft es für mich auf folgendes hinaus:
        ———————————————————————————–
        -Es hat die Qualität von: “Du hast mir mein Förmchen geklaut!!!!”
        “Na und? Dafür hast du mein Schäufelchen” “Doofmann” “Selber”

        Lächerlich.-
        ———————————————————————————–

        Und wenn du weiterhin meinst ich lasse mich von deinen sg „Nebenschauplätzen“ ablenken…..bitte niemand hält mich ab, es macht mich nicht zu einem schlechteren Menschen und ganz bestimmt disqualifiziert es mich nicht als Diskussionsteilnehmer.

        ERGO: Du bist nicht der einzige Mensch mit Ahnung.

        GreeTz
        Void

    3. Finde ich gar nicht. Zu einem „Zickenkrieg“ gehören zwei. Sicher ist Assange auch eitel (oder gut angezogen, Ansichtssache), oder beide haben einen leicht bizarren Frauengeschmack.

      Aber in der Sache hat Assange schließlich geliefert, und ich bin nicht so der Boulevard-Typ, also nur das interessiert mich: Es gab Assanges Wikileaks, und es hat eine Weile funktioniert. So gut, dass irgendwann die halbe Welt hinter ihm her war.

      DBB fand das erst toll, wollte irgendwie mitmachen, war dann beleidigt, und machte es dann kaputt, usw. Den letzten Akt sehen wir nun. Da sehe ich doch einige qualitative Unterschiede.

      Ich habe auch einige Zweifel, dass Openleaks jemals mehr war als eine angemalte Papphülle oder Beruhigungstablette für die Netzgemeinde: „Ja, doof, jetzt ist Wikileaks tot – aber bald kommt ja das tolle Openleaks, getestest von Stiftung Ökotest und gefördert vom Innenministerium und ganz, ganz sicher und familienfreundlich.“

  15. RT cx03 Casimir:
    Afraid that you might know ‚too much?‘ #openleaks is a secure online document shredding platform that allows you to put those fears to rest

  16. mhhhh ich habe noch eine komische Aussage gefunden.

    In http://wlcentral.org/node/2171 schreibt JA:
    He did not even have an email address with the organization until 2008 (we launched in December 2006).

    Also ist er erst 2008 WL beigetreten oder schon vorher und bekam die E-Mail erst 2008 ?

    Die frage stellt sich mir, da er bei seinem Vortrag auf dem ccccamp von einer Arbeit, von über 4 1/2 Jahren sprach.

    Für mich ist das Löschen dies Materials unverantwortlich und steht in keinem Verhältnis, zu irgendwelche Argumenten die hier dafür vorgebracht wurden sind.

    Diese Informationen gehören an die Öffentlichkeit nicht gelöscht, dafür haben die Informaten ihr Leben bestimmt nicht gegeben.

    Aber naja es ist schade, damit werden wir wohl nun untergehen, da niemand ein Plan B hat, OpenLeaks hatte sich so schön in die Medien geschlichen, dass alle weitere Pläne verworfen wurden.

    Das nun aber angeblich auch das PW der insurcene Datei darunter seien soll, widerspricht für mich auch jeglicher Logik hinter JA’s Taten.
    Es wird Zeit für das PW, sonst wird das 4te Reich zu mächtig sein, da ja einfach niemand aufsteht, da der Gesamtkontext nie thematisiert wird.

    Netzpolitik hat mein Vertrauen verloren als das neue Layout erschien,
    denn Zeit spricht Bände, solange aber die Geldzeichen in den Augen glänzen werden wir diesen Teufelskreis nicht entfliehen.

    1. Warum gehen eigentlich soviele Leute davon aus, dass die Leaker der gelöschten Dokumente tot sind, im Gefängnis sitzen oder sonst wie aus dem Verkehr gezogen wurden? Die anonyme Dokumentenannahme wurde schließlich dafür geschaffen, genau das zu verhindern.

      1. ja herzlichen Glückwunsch ob es auch immer erreicht wird, ist eine andere Sache.

        Dank eines Briefes hat sich der erste Informant schon geoutet, da er wie ich es nicht verstehen kann wie jemand der für „Openleaks“ steht, behauptet kann mit dem Löschen der Daten, jemanden zu schützen!

        Gerade damit bringt er sie in Gefahr, da sie nun aus dem Schneckenhaus kommen werden, weil dieses Vorgehen nicht verstanden werden kann bzw eigentlich nicht zu akzeptieren ist.

        Kommt gleich mit den Vernichtungsaktionen anderer Einrichtungen kurz vor ihrer Erstürmung.

        Einfach eine Hirnverbrannteaktion, die jegliches Gedankengut bei DDB vermissen lässt.

        Ja vielleicht hat das Submission-System funktioniert und die meisten sind bis jetzt Anonym geblieben, was aber mit den wenigen passiert ist die aufgeflogen sind, weiß du genau so wenig wie ich.
        Was Manning im Gefängnis widerfahren ist, könnte ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen.

  17. Eine Datei muss nicht zwinged nur mit einem Passwort verschlüsselt sein. Es kann zu einer erfolgreichen Entschlüsselung auch eine Kombination von Passwort und Entschlüsselungs-Datei notwendig werden. Soll die angesprochene Datei weg sein, nutzt Dir das Passwort herzlich wenig – an die Daten kommt man dann nur noch sehr schwer ran. Hängt von der Art der Verschlüsselung ab und dem Rechenaufwand dahinter. Das kann mit den derzeitigen Rechner auf der Erde aber einige Jahre dauern. Die Anzahl der Schritte einen AES-128-Schlüssel zu knacken ist eine acht von 37 Nullen gefolgt.

    Grüße,
    Jürgen

    1. Glückwunsch, wenn man dafür dann „geheimerschluessel.jpg“ als Unikat auf einer ominösen „Festplatte“ vorhält.
      Der gewitzte Cryptoanarchist mit Vollbart von heute nimmt doch dafür das CIA-Logo auf deren Website und den Mädchennamen seiner Katze.

    2. Wenn man Clever war, ist die Datei eine „leicht“ reproduzierbare aber nicht zufällig erstellbare.
      Dann kann sie von mir aus 100x gelöscht sein solange ich sie z.B. wieder neu erstellen kann.
      Wenns aber ne 100mb mit random einsen und nullen war.. joa …. dann.. :D

  18. Im Kommentarbereich des Online-Magazins Freitag habe ich mich zum Thema geäußert:

    http://www.freitag.de/community/blogs/steffen-kraft/update-openleaks-will-wikileaks-platte-komplett-loeschen

    Ich finde die Situation für DBB „tragisch“. Ich wünsche ihm und seiner Frau viel Kraft, das durchzustehen!

    Ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass Leute, die hinter die Potemkinsche Fassade des Projektes schauen können, aufstehen und sagen was Sache ist. Dass wir mit unserem Halbwissen exonerieren statt denunzieren, entlasten statt belasten, schlichten statt draufhauen. Vertrauen entgegen bringen statt Misstrauen.

  19. Frau von Daniel-Domscheit-Berg, Anke Domscheit-Berg

    Wie funktionieren diese Doppelnamen in Deutschland? Wie heissen die beiden Personen amtlich?

    Und als P.S.: Wieso muss ich hier eine E-Mail-Adresse angeben, obwohl leider keine Kommentarbenachrichtungen angeboten werden?

    1. @Martin: Die beiden heißen amtlich so,w ie ich sie geschrieben habe. Un das mit der Mailadresse ist eine Einstellung von WordPress. Man muss da aber nicht seine eigene angeben, nur einen String mit einem @ in dre mitte und einer .TLD am Ende.

  20. Hach die spielen so herrliches Theater! Alles nur kindisch gebliebene Jungs, oder war das ganze eine riesen Verarsche? Ich mein: WL hat niemals irgendwas besonders hochinformativ, unser Weltbild veränderndes hervorgebracht. Und allein schon, dass sie mit den traditionellen, doch für so viele Lügen und absichtliche Fehlberichterstattung bekannten Medien zusammengearbeitet haben hat sie als interessante Informationsquelle disqualifiziert.
    Das war doch alles nur Show Leute (und ist es amüsanterweise noch immer). Wer auch immer dahinter steckt – es hat in der Bevölkerung erfolgreich ein Gefühl erweckt etwas zu wissen, was sie nicht wissen sollten. Ob das tatsächlich der Fall war werden wir wohl nie herausfinden. Schade, dass die Netzszene diesen Deppen noch so viel Aufmerksamkeit schenkt – beweist, dass sie genauso steuerbar ist wie die Menschen in Real.

    1. außer dir, checker! streue deine weisheit über uns unterbemittelten netzszene-deppen die sich von den anderen deppen zum volldeppen machen lassen. deine weisheit soll unser fanal sein um den imperialistischen .. *schnarch*

      1. Er hat recht. Wikileaks war und ist eine gute Idee, sehr mangelhaft ausgeführt. Julian Asange ist eine Diva bzw. ein selbsternannter Messias und genau damit hat er das Projekt ruiniert. DDB scheint gleich so anfangen zu wollen wie Julian aufgehört hat.
        Andy MM ist ein kleiner Wicht der schon immer nach größerem strebte. Anstatt zu vermitteln hat er die ganze Sache unnötig eskaliert, weil er doch so gerne selbst ein Asange wäre und daher die Solonummer von Daniel keinesfalls tolerieren kann. In diesem Zirkus verhält sich einer peinlicher als der andere.
        Das der Rest vom CCC aber einfach zuschaut wie der CCC der reingerissen wird, ist das eigentlich unglaubliche…

  21. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie schnell sich Menschen eine Meinung über Dinge bilden können, von denen sie keine Ahnung haben. Dann wird diese Meinung aber auch noch mit einer derartigen Überzeugung vorgetragen, die einem vorgaukelt, der andere müsse wissen, wovon er spricht.
    Meiner Meinung nach weiß das keiner. Natürlich kann DDB ein CIA Honeypot sein, allerdings ist das alles der absolute Gipfel der Spekulationen.
    Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?? Was hat man euch angetan, dass ihr in aggressiver Weise ADB angreift?
    Habt ihr nicht mehr alle Latten am Zaun?

      1. Hier gibts keine Edit-Funktion…

        …und ich gebs auf. Natürlich folgt hier auch wieder ein Bashing.
        Eine vernünftige Antwort wäre z.B. gewesen: Ich kann mir schon eine Meinung darüber bilden, weil“ oder so.

        Viel Spass weiterhin beim trollen und bashen ;)

    1. Tja in ihren kühnsten Träumen hätte sich das FBI eine derartige Selbstdemontage nicht träumen lassen! Was ihnen nicht gelungen ist, haben DDB+der Architekt im Alleingang geschafft! Gratulation!

      1. Und hier wird noch kräftig mitgeholfen.
        Außerdem fand ich die Kritikpunkte von DDB an Wikileaks alle glaubwürdig und nicht von der Hand zu weisen.
        Wenn da wirklich derartige Zustände geherrscht hätten, hätte ich wohl das selbe getan wie er.

  22. Markus, es würde mich ja brennend interessieren, wo in dem Text du Verschwörungstheorien findest. Es gibt Tatsachenbehauptungen darüber, dass Assange Informationen von Informanten erhalten haben soll. Die daraus gezogenen Schlüsse sind sehr naheliegend, denn es wird ernsthaft niemand bestreiten wollen, dass die Geheimdienste versucht haben dürften, WikiLeaks auszuforschen und vielleicht sogar zu infiltrieren. Das können Lügen sein, aber Lügen sind was anderes als Verschwörungstheorien.

    Der Vorwurf „Verschwörungstheorie“ wird dieser Tage allzu leichtfertig verwendet, um gegnerische Positionen zu diffamieren; auch von dir?

      1. Ein Link ersetzt keine Stellungnahme. Aber du musst natürlich nicht. Der Punkt ist, dass du schon Farbe bekennen müsstest, indem du sagst „es gibt keinen Informanten, der Assange diese von ihm behaupteten Dinge zugetragen hat. Dann wär’s ne Lüge. Ob der Informant selbst gelogen hat, spielt hier keine Rolle, denn Assange behauptet nicht, dass der Informant die Wahrheit sagt (da wär er auch schön blöd, wenn er das nicht verifizieren kann).

        Aber es ist natürlich viel leichter, schwammig von Verschwörungstheorien zu reden, weil man dann nicht so leicht widerlegt werden kann.

      2. Man kann auch mit „Tatsachen“ lügen. Ich empfehle jedem zur Lektüre „Der Moloch“ von Karlheinz Deschner. Deschner ist ja der führende Polemiker Deutschlands und bekannt durch seine Liebe zu sauber dokumentierten Quellen und seine Abscheu gegen den Vatikan. „Der Moloch“ ist ein übles Hetzbuch gegen die Vereinigten Staaten, findet man wie jeden Mist via Google.

        Was JA schreibt, kann alles stimmen. Aber was sagt es aus? Was impliziert es? Zum Beispiel.

        „DDB told me that ADB’s role was to interface with the German government on behalf of Microsoft. He was proud that he had been to a party at the German ministry of the interior, as ADB’s consort, and that ADB was on intimate terms with senior figures in the German government and bureaucracy.“

        Wahrscheinlich: ADB macht public affairs, versucht das angekratzte öffentliche Image ihrer Firma aufzubessern durch thematische Positionierung im Genderbereich und Open Data und unterhält Lobbykontakte in die Bundesverwaltung. Berliner Empfänge sind nichts besonderes, immer wieder witzig, wie man irgendwo reinkommt!

        Impliziert: Sie steht im engen Kontakt mit dem Innenministerium/der deutschen Regierung, die WL unterwandern u. schaden wollen

        „At this point WikiLeaks issued a policy directive that DDB not be permitted contact with source material.“

        Wahrscheinlich: JA war übel drauf und hat DDB was gesagt. Oder JA hat sich gedacht, da werde ich mal vorsichtiger sein mit dem.

        Impliziert: In der großen weltweiten WL Organisation wird eine Richtlinie erlassen, die dem mutmasslichen Verräter DDB ab sofort den Kontakt mit Quellmaterial untersagt.

        „Others he secretly conveyed to hostile media, such as Wired magazine, which had been involved in the arrest and persecution of US intelligence analyst Bradley Manning.“

        Wahrscheinlich: DDB musste sich erklären. Security by obscurity doesn’t work. Das gilt auch für WL. Erst mal mit den Legenden von JA aufräumen. Wired hat kritisch über WL berichtet. JA glaubt, dass DDB es denen gesteckt hat.

        Impliziert: Wired ist der Feind, der schon Manning zur Strecke brachte. DDB arbeitet im Geheimen mit dem Feind.

        „His book, „Inside WikiLeaks“, contains many proven malicious libels and breaches of WikiLeaks security policies. The book is promoted throughout U.S. military book stores, by the U.S. military.“

        Wahrscheinlich: Das Buch ist treffend, wird von allen gelesen, auch beim US-Militär findet es Absatz bei den Leuten, die gerne solche Bücher lesen.

        Impliziert: Das US-Militär besorgt seine Buchverkäufe und fördert die Verbreitung der „erwiesenen Unwahrheiten“ über Assanges Katzenliebe.

        usw.

      3. @Rebentisch: Ob er lügt und was er impliziert, darum gehts nicht. Es geht darum, ob er Verschwörungstheorien spinnt. Verschwörungstheorien müssen von Spekulationen abgegrenzt werden. Nur weil ich Mutmaßungen über irgendwas anstelle, ist das noch keine Verschwörungstheorie. Eine VT liegt erst dann vor, wenn die Spekulationen sich so weit von den Tatsachen entfernen und derart elaboriert gerade in diesem Punkt (der Entfernung von den Tatsachen) sind, dass nicht mehr bloße Vermutungen vorliegen. Das ist sicher eine Wertungsfrage, aber es gibt hier klare Fälle, in denen VT vorliegt oder VT noch nicht vorliegt. Alles was Assange sagt, fällt nach meiner Wertung in die letztere Kategorie.

      4. Sehr gut, Ponyrage!

        Nun ist das alles kein Nullsummenspiel. Was Assange sagt kann wahr sein. Was DDB sagt kann zugleich wahr sein.

        Eine Verschwörungstheorie ist dadurch charakterisiert, dass es viele Fakten und Fragen gibt, und das in eine Richtung gedeutet werden, die aber auch nicht widerlegt werden kann. Der unseriöse Teil passiert im Kopf, ist die versteckte Erzählung. VT ist die verhinderte Aufklärung.

        Mach doch einfach den Selbstversuch. Denke Dir eine Verschwörungstheorie über Dich aus und dann sammle wahre Indizien, die das belegen könnten. (Z.B. „Du bist der Kopf einer Autoanzünderbewegung / Du bist rechtsextrem / Du bist untreu / Du bist ein Agent von Assange).

    1. Das erinnert mich an den Mail-Server, zu dem DDB Zugang hatte und dessen Daten er ebenfalls „mitgenommen“ haben soll!

      Wenn man sich überlegt, wie verzweifelt das DOJ+FBI eine Verbindung bzw Beweise einer direkten Kummunikation zwischen Bradley Manning und Assange sucht, wäre es schon seltsam, wenn sie DDB nicht kontaktiert hätten oder zumindest auf irgendeine Weise versucht hätten, auf diie WL e-mails zuzugreifen!

  23. Es gab schon Jahrzehnte vor WL Orte wo whistleblower hingehen konnten und auch mehr oder weniger geschützt waren. Das von fefe so bezeichnete „ehemalige seriöse NachrichtenMagazin“ galt vor 50 Jahren z.B. als ein solcher Ort. Ausserdem gibt es mittlerweile dank der Popularität zig, wenn nicht hundert leaks Plattformen, die alle nur darauf warten etwas in ihren Datenschlund geworfen zu bekommen. Es leaked bloss kaum noch jemand und in die Pfeife blasen nur sql-inject kiddies, die ihr unwesentliches Zeug auch gleich selber leaken….komisch wa? Für mich ist der ganze hype gestorben und nicht erst mit den neusten Ereignissen um Festplatte und Sankasten Geheule. Wer heute in die whistle blowen will muss selten dämlich sein, wenn er dazu das Internet benutzt!

  24. „I have been told that the girlfriend of a Berlin-based Israeli intelligence officer attended the wedding of ADB and DDB. This may not be significant.“

    haha und die Eltern des Brautpaares waren bestimmt auch da. Ominös, aber vielleicht auch einfach nicht relevant.

  25. Quizfrage:
    Angesichts der Tatsache, dass DDB hinsichtlich der Daten schon des öfteren gelogen bzw. sich „missverständlich ausgedrückt“ hat (er hat ja zugegeben, dass er diesbezüglich manches anders darstellte weil er nicht wollte, dass vor dem Erscheinen seines Buches da eine Debatte entstünde (sinngemäß)) frage ich mich, wieso ich jetzt darauf vertrauen soll, dass die Daten tatsächlich gelöscht sind, ohne dass irgendwo doch noch eine Kopie beteht bzw. dass die Daten nicht weitergegeben wurden oder zumindest Einsicht gewährt wurde usw. usf.

    Denn rein logisch betrachtet könnte DDB nach Abflauen der ganzen Wut usw. nach 2-3 Jahren durchaus ankommen und sagen „ja, ich habe damals eidesstattlich ausgesagt, dass die Daten vernichtet worden sind, das musste ich ja auch tun um die Whistleblower zu schützen und ich sagte auch, dass wir die Daten nicht nutzen werden. Nun haben aber viele gesagt, sie wollten, dass die Daten verwendet werden und ich muss daher zugeben, dass ich damals eine Kopie behalten habe weil ich die Löschung irgendwie doch nicht verantworten konnte, hier sind sie also.“

    Für etliche würde er da dann sogar als Held darstellen, könnte ich mir vorstellen.

    Wie gesagt: wer, außer DDB mit einer eidesstattlichen Aussage, garantiert für die Löschung? DDB war ja nicht 24/7 unter Beobachtung und wenn er die Daten hat entschlüsseln können, was spricht gegen eine Sicherungskopie?

    1. Ich schätze er ist nicht doof und weiss genau, dass vollständiges Löschen von Daten ein technisches Paradox ist. Das weisst du auch. Es handelt sich vermutlich um ein öffentliches Signal oder eine Formalität zu der ihn ein Anwalt geraten hat. Die eidesstattliche Aussage der Vernichtung soll die Glaubwürdigkeit stärken weil er sich bei Falschaussage strafbar macht.

      Nach dem erzwungenen Ausscheiden aus WL gab es die Notwendigkeit gegen den Eindruck vorzugehen, hier macht einer sein eigenes kommerzielles Ding und profitiert von den WL Daten über seinen Fork OL. Darum hat er OL als Leaking-Konsulting für Journalisten positioniert, obwohl er ja auch zum ursprünglichen Konzept hätte rückkehren können. Von JA wurde der Eindruck erweckt, da habe einer WL die „Daten gestohlen“. Darum musste DDB auch ein Stück weit die Organisation erklären.

      Wer Material geschickt hat, müsste dies ein zweites Mal tun. Nur hat WL derzeit dafür gar nicht die Infrastruktur. Warum wohl?

      Bis heute ist nicht klar, ob wir auf der einen Seite Gründer und Mediensprecher JA + WL-Trademark + Fanboys und auf der anderen Seite das WL Kernteam haben, das die Infrastruktur aufgebaut und sich mit JA überworfen hat.

      1. Dass das Openleaks-Konzept daraus entstanden ist, dass man nicht Wikileaks in die Quere kommen wollte, wäre mir neu. Das Konzept wurde vielmehr als Weiterentwicklung der Grundidee von Wikileaks präsentiert, die verschiedene Probleme aufgreift und lösen will. Außerdem wurde auf einen früheren Vorschlag verwiesen, der noch im Rahmen von Wikileaks ausgearbeitet worden war. (Stichwort: Knight Foundation)

  26. Hat Anke für ihre Position bei MS eigentlich eine Ü2 gebraucht? Ist ja durchaus üblich bei den betroffenen Mitarbeitern von Firmen die für oberste Bundesbehörden arbeiten. Denn dann wäre Daniel definitiv mit überprüft wurden und das Ergebnis schaut sicher interessant aus. Ich frage aus purer Neugier…

  27. § 303a
    Datenveränderung

    (1) Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Der Versuch ist strafbar.

    inwiefren das hier zutrifft.

  28. Vorausgesetzt Wikileaks hält die Heirat für ursächlich für den Bruch (dies wurde von Ihnen hier nicht dargelegt) ist jeder Zeitpunkt des Bruchs nach der Heirat möglich. Das ist Logik, oder?

    1. @grimes: Wieso durfte DDB nach der Hochzeit noch für Wikileaks sprechen, den Mailserver administrieren und Zugriff auf die Server haben? Das ist mir etwas unlogisch, wenn kein Vertrauensverhältnis mehr dagewesen ist. Aber vielleicht haben wir es auch mit einem Haufen Verpeiler zu tun, wer weiß?

  29. Ich finde diese Geheimagentengeschichte sehr dubios. Waere es dann nicht schlauer gewesen, DDB bei Wikileaks zu lassen? Der Split hat ihn dann doch mehr oder weniger verbrannt.

    Andererseits braucht kein Geheimdienst der Welt DDB um Wikileaks lahmzulegen. Das hat Assange alleine geschafft.

    1. Nein soweit bekannt hat DDB mit Hilfe andere die Infrastruktur nachhaltig sabotiert.
      A Fehler war, DDB überhaupt zu vertrauen und natürlich zu unterschätzen was sein Umgang mit Ihm bei DDB auslöst.

      1. Wie kann das sein, wenn DDB doch angeblich so ein kleines Licht war?

        Und warum nutzt Assange nicht die Infrastruktur aus der Zeit vor DDB?

        Und wenn gleich mehrere Mitarbeiter Wikileaks den Ruecken gekehrt haben, kann es dann nicht sein das Assange der ausloeser war?

      2. Nun der Stand der Dinge ist daß er einen Admin zur Seite hatte.
        Im Übrigen braucht man keine grosses Licht zu sein um irgendwetwas nachhaltig zu sabotieren.
        Sicher war Assange ein Auslöser das bestreitet ja niemand der nicht dabei war .
        Und DDB war die treibende Kraft hinter der Sabotage.

  30. Die Daten die DDB erst entwendet und dann (angeblich) zerstört hat waren nicht für WL, A und schon gar nicht für Ihn bestimmt sondern für die Weltöffentlichkeit, dh für uns.
    Es wären unsere Daten gewesen.
    Bei uns muss sich DDB entschuldigen, dh bei der Weltöffentlichkeit.
    Uns mus er sich erklären, nicht einem bezahltem Notar, Detelf Borchers oder Markus Kompa oder wem immer.
    Auch Daten die bei OL möglicherweise eines Tages eingehen sind nicht für den Freitag oder die Taz oder wen immer bestimmt sondern für uns.
    Auch hier muss er sich uns erklären.

  31. das Konzept von OL soweit es bekannt ist.
    Technisch ist es – da die Daten von Metadaten bereingte werden – ein institutionlisierter Man-In-The-Middle.
    Nicht individuell für eine Zielplatform sondern zentral zwischen allen möglichen Publishern, gedacht als quasi Monopol Knoten über den alles läuft. Closed Source. Während der Abreisetage auf Camp getestet und damit für sicher befunden. Lol

    „Intressantes“ Konzept.

      1. Es ist schon so, dass sowohl Daniel Domscheit-Berg als auch seine Medienpartner ein Stück weit den Eindruck erweckt haben, die Testphase auf dem Camp wäre sozusagen der letzte Sicherheitscheck vor der Veröffentlichung.

        Habe ich hier schonmal geschrieben, anhand eines Interviews von Domscheit-Berg mit Expresso:

        http://netzpolitik.org/2011/kommentar-vorstand-schmeist-daniel-domscheit-berg-aus-dem-ccc/#comment-432927

        Und in einem Taz-Blog findet sich diese Aussage:

        Auf dem internationalen Chaos Communication Camp gab Openleaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg den Start des Testbetriebs bekannt. In den nächsten vier Tagen sollen die Teilnehmer des Hackertreffens das System auf Herz und Nieren prüfen. Anschließend geht Openleaks in den Dauerbetrieb.

        http://blogs.taz.de/hausblog/2011/08/10/openleaks-startet-mit-taz-beteiligung/

        sowie in einem Artikel:

        Die Technik von Openleaks wird ab sofort bis zum 13. August auf dem international bekannten Hackertreffen des Chaos Computer Club (ccc) auf ihre Penetrierbarkeit getestet. Nun kommt es darauf an, ob die Hacker eine Lücke in der Sicherheitsarchitektur der Openleaks-Software finden. Ist dies nicht der Fall, kann Openleaks in den Dauerbetrieb gehen.

        http://taz.de/Testbetrieb-fuer-Whistleblower-Portal/!76017/

        Vorallem an der Darstellung durch die Taz hat sich der Club gestört, weshalb sie dann auch eine Gegendarstellung abgedruckt haben (im Artikel unten):

        http://taz.de/OpenLeaks-Webseite-ist-nun-online/!76159/

        Ob man die Reaktion nun für überzogen hälte, sei dahingestellt. Ich finde aber hier wurde angedeutet, dass nach einem mehrtägigen „Hackerbeschuss“ das System als sicher gelten darf.

      2. Daniel hat nie gesagt, dass Openleaks nach der Betaphase und eventuelle Tests von Teilnehmern auf dem Camp fuer sicher befunden werden koennte.

        Zumindest habe ich fuer diese Behauptung noch nirgends eine Quelle gesehen. Hast Du eine?

      3. Nein, das hat er da nicht gesagt. Wenn Du meinst dass doch, dann bitte mit Link und Minutenangabe.

        Ich habe hier schon so viele Luegen ueber DDB gelesen, dass ich solche aussagen nicht einfach glauben mag.

      4. Kauf Dir doch dein eignes Internet und kuck selbst nach.
        DB hat das in Essenz gleich mehrfach gesagt
        Du warst entweder nicht auf dem Camp oder sonst nicht dabei so what ?
        Wenn Du so ein DB Fanboy bist dann beantwortet doch „Zwei simple Fragen“*s Fragen unten
        EOD

      5. Ich habe alle moeglichen O-Toene von DDB vom Camp gesehen, und in keinem kam die Aussage vor, die ich hier hinterfragt habe. Scheint also eine weitere Ente zu sein.

      6. Ich habe etwas verlinkt, ist aber noch nicht freigeschaltet (wegen der Links). Hauptsächlich ist der Eindruck wohl durch die Berichterstattung der Taz entstanden. Aber es gibt auch ein Expresso-Interview, wo Domscheit-Berg das meiner Meinung nach, andeutet. Im Sinne von „erfolgreicher Hackertest == sichere Plattform“.

      7. Ich kenne das Expresso-Interview, ich habe es mir in einer aelteren Diskussion schon mal angesehen. Die kolportierte Aussage kann man aber nur mit viel gutem Willen in DDBs Aussagen hineininterpretieren, wenn ich mich richtig erinnere. Ich werde es mir aber nochmal ansehen.

      8. Es gibt auch noch das Interview von Domscheit-Berg mit dem Freitag:

        Jetzt stellen Sie die Einreich-Plattform von Openleaks zum ersten Mal für ein paar Tage online. Was bezwecken Sie damit?

        Wir rufen Hacker und Benutzer allgemein – aber vor allem im Rahmen des Chaos Communication Camps – zu einem Test unseres Systems auf, natürlich auch in Punkto Sicherheit. Jeder der will, kann sich Openleaks fünf Tage lang ansehen und soll versuchen, die Plattform zu hacken, sie kaputt zu machen oder was auch immer. Wir hoffen, dass wir durch diesen Stresstest ein paar Einsichten gewinnen, wie wir das System noch sicherer machen können – oder im Idealfall die Rückmeldung bekommen: Openleaks ist so sicher, dass es selbst nach fünf Tagen Dauerbeschuss noch seine Dokumente bewahrt.

        http://www.freitag.de/politik/1132-wir-fordern-kein-vertrauen

      9. Die Zitate belegen nur das, was ich in meinem obersten Beitrag dieses Teilthreads gesagt habe. Natürlich hat weder Daniel Domscheit-Berg noch seine Medienpartner explizit gesagt, der CCC oder die Hacker auf dem Camp haben Openleaks für sicher befunden. Dazu konnte es gar nicht kommen, weil erst Andy Müller-Maguhn und dann der gesamte Vorstand dazwischengegrätscht ist.

        Aber wenn ich mir die Kommunikation vorher angucke, dann liegt für mich zumindestens nahe, dass man, ohne eine Äußerung des CCCs, den „bestandenen“ Test als Erfolg und Ausweis der Sicherheit von Openleaks angeführt hätte. Offensichtlich lässt sich nun nicht mehr feststellen, ob es so gekommen wäre.

        Insofern finde ich die Begründung für den Rauswurf hätte sich gut als Presseerklärung gemacht, nur eben ohne Rauswurf. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit viel zu sehr auf die Person von Domscheit-Berg selbst gelenkt.

      10. @perseid: Danke fuer das Zitat. Das laesst sich natuerlich gegen DDB auslegen was da steht. Trotzdem bin ich der Ansicht, das Guetesiegelgeschichte wie auch der hier vom Nicknameverschleisser vorwurf sich nur mit viel gutem Willen in die Aussage hineininterpretieren laesst.

      11. Ich glaube auch nicht an böse Absicht. Domscheit-Berg hat die Unterstützung des CCC vielleicht einfach für zu selbstverständlich genommen. Und die Medien sind für ihr übermäßiges Fingerspitzengefühl auch nicht gerade bekannt. Dass Domscheit-Berg angesichts der Anfangsschwierigkeiten mit Entschuldigungen kam, dass das Camp eben nicht so gut organisiert sei (hah!), ist da ein weiteres Beispiel. Allerdings ohne die ganzen ungelöst belassenen Konflikte wäre es wohl nie so eskaliert. Daran dürften eine ganze Menge Leute von allen Seiten Mitschuld tragen.

  32. Mittlerweile hat Wikileaks mehrere Tweets veröffentlicht, welche Daten unter anderem angeblich gelöscht wurden:

    We can confirm that the claimed DDB destroyed data included more than 60,000 emails from the NPD
    We can confirm that the DDB claimed destroyed data included US intercept arrangements for over a hundred internet companies
    We can confirm that the DDB claimed destroyed whistleblower data included the internals of around 20 neo-Nazi organizations
    We can confirm that the DDB claimed destroyed data included five gigabytes from the Bank of America.
    We can confirm that the DDB claimed destroyed data included a copy of the entire US no-fly list.

    Zumindest die 60000 NPD-Emails sind ja zwischenzeitlich (unter anderem) beim Openleaks-Medienpartner taz gelandet — das muss auch Wikileaks bekann sein. Man fragt sich natürlich, auf welchem Wege die Mails zur taz gelangt sind… Vielleicht sind ja andere gelöschte Daten auch schon veröffentlicht oder finden noch ihren Weg ins Netz.

    1. Ein grosser Satz von BoA-Daten ist auch schon vor einem halben Jahr oder so veroeffentlicht worden.

      Aber es klingt natuerlich besser, wenn man diese Information weglaesst.

      1. lass doch die Nebelkerzen sein und beantworte #41
        Hier gehts nicht um Assange vs Berg, sondern nur um Berg
        Es geht darum wie er der Weltöffentlichkeit erklären will woher er sich das Recht nimmt WL zu sabotieren u Daten die der Weltöffentlichkeit gehörten (angeblich ) zu zerstören und es geht darum was an seinem OL Projekt open ist und warum man Ihm vertrauen sollte.
        Warum das sicher sein soll und warum man eine zentrale Man-In-The-Middle infrastruktur braucht.
        WL und Assange sind – auch dank Daniel – bereits tot. Das intressiert hier nicht und nicht mal AMMs Aktion intressiert hier noch weniger.
        Schnee von gestern hier gehts um Berg der sich fälschlich Domscheit nennt.

      2. Ich erlaube mir die Nebelkerze #41 zu ignorieren. Wenn dich die Antwort auf diese Frage interessiert, dann musst Du vielleicht jemand von Openleaks fragen. Oder Du fragst einen der hier anwesenden Alleswissenden. Hier scheinen ja jede Menge Kommentatoren zu sein, die auch schon bei der Wikieaks-Trennung dabei waren und deshalb alle Fakten, Details und Motive kennen.

        Worum geht es dir eigentlich – hast Du ein persoenliches Problem mit DDB? Warum diese kindische Anspielung auf seinen Namen?

      3. ich habe sowohl ein Problem mit DB als auch mit dem von Andy inszeniertem Rausschmiss aus dem CCC, und dazu ein Problem mit Refelxbeissern wie dir
        Was in #41 ist denn eine Nebelkerze ? Es ind 2 einfache und zentrale Fragen. Es sind genau die Fragen die zum Rausschmiss geführt haben denke ich, auch wenn ich den Rausschmiss nicht unterstütze
        Es sind die znetralen Fragen rund um OL und DB

      4. Ach herrjeh, was qualifiziert mich denn zum Reflexbeisser?

        Die Fragen ignoriere ich trotzdem – stelle sie jemandem mit mehr Sachkenntnis oder einem der Alleswissenden hier.

      5. was dich IMHO zum „Reflexbeisser“ (sorry) qualifiziert ist daß Du Partei ergreifst und Dich dabei aber nur auf Nebenschauplätze konzentrierst.
        Denn die zwei zentralen Fragen zZ sind
        a) ist DB bzw seine Vaporware vertrauenswürdig ?
        b) ist es ok daß er die Daten die für die Veröffentlichung bestimmt waren zerstört ? inwieweit ist er dannach noch vertrauenswürdig ??
        Diesen Fragen weichst Du aus, ok, ich hab dazu auch keine Antwort
        Aber ich frag mich warum Du dann auf Nebenschauplätzen versuchst eine Pseudodiskussion pro DB aufrecht zu erhalten
        Persönlich unterstelle ich DB nix böses.
        Er hats halt mal wieder im grossen Stil vergeigt.
        Intressant ist daß Assange unter dubiosen Umständen in Hausarrest ist, mit durch drei im Haus installierte Empfängern zentimetergenau überwacht wird, mit Video überwacht wird, und mit Sicherheit der Datenverkehr überwacht wird, und DB hat scheinbar null Paranoia. Der scheint sich sicher zu fühlen.
        Warum auch immer.

      6. Ich finde es ja sehr lustig wenn von jemanden, der mit kindischen Namensspielchen argumentiert und auch sonst Schaum vor dem Mund zu haben scheint, mir Parteilichkeit vorgeworfen wird. Dabei mache ich mir lediglich die ganzen Vermutungen und Halbwahrheiten nicht zu eigen.

        Ich weiche auch nicht auf Nebenschauplaetze aus – ich diskutiere einfach die Punkte, die mich interessieren.

        eine peinliche spitze, das Du hier wieder Spekulationen anstellst ueber die Paranoia von DDB.

        Und mit wie vielen Nicknames nimmst Du eigentlich an der diskussion teil? Mir kommt so langsam der Verdacht auch, das sich hier lediglich eine Lautstarke minderheit zu Wort meldet…

  33. was ist „open“ an „OpenLeaks“ und was hat DDB in den letzten 12 Monaten hingelegt das ein Grund wäre Ihm in irgendeiner Form zu vertrauen ?

  34. Dass OpenLeaks inklusive Krach mit Julian Assange ja nichts weiteres als Teil einer Exit-Strategie Domscheit-Bergs war um nicht von Geheimdiensten gelyncht zu werden sollte nun ja klar sein.

    1. hätte er mal den totalen exit gewählt. der mann hat einen schaden angerichtet … meine güte. unter „arschlöcher der jüngeren geschichte“ ist ddb recht weit oben bei mir. aber keine sorge: auch assange hat da seinen platz.

  35. Es gibt doch gar keine Geheimdienste! Und selbst wenn es welche gäbe, warum sollten die dann hinter Wikileaks her sein! Solche Spinner! Die von Wikileaks! Die haben bestimmt auch Alumützen auf! Geheimdienste! Hat man sowas schon mal gehört?

    Da halte ich mich doch lieber an das gute deutsche qualitätsgeprüfte Openleaks, das bestimmt bald super spannende Sachen leaken wird: Zb. „in Schokoriegeln ist viel zuviel Zucker“, „die Politiker halten sich manchmal gar nicht an die Wahlversprechen“ und „Frauen sind im Management oft unterrepräsentiert “ und ähnliche Knaller , die einen echt voll zum Nachdenken bringen.

  36. Wenn das gewollt war, dann ist das der lebende Beweis, wie man ein potentiell gefährlich-erfolgreiches Community-Projekt von Staatswegen zersetzt.

    Wer immer in Zukunft ein ähnliches Projekt startet, der wird bedenken müssen, wie ggf. ein Staat oder ähnlich mächtiges Aggregat sozial in die Strukturen eingreifen wird.

    Y.S.

  37. Die Zerstörung der Passwörter war ein Fehler: DDB hätte die Dokumente einfach direkt an seine Partner weiterleiten sollen ohne Wikileaks zu fragen auch wenn diese das dann als illegal hinstellen würden wären wenigstens die Wahrheiten an das Licht gekommen und endlich mal wieder ernsthafte Leaks an die Öffentlichkeit gedrungen.
    Wikileaks kann man zurzeit nicht vertrauen, weil sie überhaupt nicht wirklich aktiv sind und nur wenige Cables pro Woche veröffentlichen (bisher 8% seit Ende November 2010). Wenn diese so viele interessante Leaks noch auf Lager haben sollen diese einfach veröffentlicht werden.
    Deswegen hätte DDB die Daten nutzen und nicht zerstören sollen – so muss man nun auf die Informanten warten, dass diese es wieder bei beiden hochladen um zu schauen ob es an die Öffentlichkeit kommt.
    DDB hat die Chance gehabt – ich warte nun wieder auf tolle Leaks.

    1. Sach mal, glaubst du eigentlich, die Whistleblower machen das, um dich zu UNTERHALTEN? Das ganze taugt nur was wenn deine Sensationsgeilheit regelmäßig und nach einem festen Zeitplan befriedigt wird?

  38. Interessant, dass und wie es DDD immer wieder hinbekommt sich in Szene zu setzen, wofür im offensichtlich jedes Mittel recht ist, denn das es ihm tatsächlich um die Sache geht bezweifle ich.

  39. Bisher war es eher Kinderkram, was da zwischen Wiki- und Openleaks abgelaufen ist.
    Mit der Löschung der geleakten Daten aber hat sich Domscheit-Berg endgültig und vollständig disqualifiziert und Assange die vollständige Deutungshoheit zum Geschenk gemacht.

    Interessantes Detail: Seine Seilschaften bei taz und Freitag berichten derzeit nichts!

      1. Wer hat dich denn zum Aufseher für Wortwahlen und Disqualifikationen ernannt?
        Und warum glaubst du, dass irgendwer einen Scheiss auf deine Meinung dazu gibt?

  40. Mann, was für ein Chaos (Wortspiel unbeabsichtigt), angeblich wurde bisher nur der Schlüssel für die Daten gelöscht. Ein Statement von Daniel Domscheit-Berg via Detlef Borchers:

    So, das hier von DDB nach Vorlage der Fragen von Fwister:

    „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur das Schlüsselmaterial gelöscht. Zum
    weiteren Verlauf der Aktion wird es eine gesonderte, ausführliche
    Darstellung geben, die auch auf das Entstehen der Dateisicherung
    eingeht.“

    –Detlef

    http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Fuer-alle-meine-Leser-nach-Auskunft-von-Daniel-Domscheit-Berg-vor-paar-Min/forum-207712/msg-20673342/read/

      1. (Im Büro des Notars, das eher einer düsteren Schmiede gleicht, an einem alten Tisch mit einer Pergamentrolle stehen DDB und der alte Notar.)

        DDB:
        „Herr Notar: Bei meinem Bart und meiner Katze schwöre ich hoch und heilig, dass ich niemals nicht keine Kopie der Daten, welche ich in wenigen Sekunden vor Ihren Augen den Flammen übergeben werde, angelegt habe. Und hätte ich sie jemals auf USB oder DVD, Magnetband oder HDD gespeichert, so möge im nächsten Moment der Gott der Whistleblower mich strafen, und der Bart soll mir abfallen und zu Boden fusseln.“

        Notar:
        „Herr Domscheit-Berg: So sei es, so stehe es geschrieben. Der Bart soll Ihnen aus dem Gesicht fallen, so Sie unrechtmässig Kopien angelegt haben jener Daten, welche die Whistleblower dem Herrn Assange anvertraut in gutem Glauben. Der Gott der Whistleblower möge Sie strafen, so Sie ihn gelästert. – So mögen die Geheimnisse der Pfeifenbläser nun in Asche aufgehen. – Bursche! Schür das Feuer!“

        (Ein Bediensteter mit Kapuze tritt aus einer dunklen Ecke. Mit einem großen Blasbalg bläst er in den Kamin. Flammen schlagen hoch, das Holz knistert und knackt. Draußen nimmt der heulende Wind zu.)

        DDB:
        „Also.“

        (greift zögernd in einen schäbigen Leinenbeutel, zieht langsam einen silbernen Gegenstand hervor.)

        Notar:
        „Ich bin bereit.“

        (erschaudert)

        DDB:

        (tritt vor den Kamin)

        Notar:
        „So mögen die Flammen die Geheimnisse nun verzehren, und der Rauch soll sie forttragen, auf dass sie ungehört bleiben. Ich schreibe es nieder.“

        (greift zu einer Feder und schreibt auf Pergamentrolle)

        Bediensteter:
        „Haltet ein – Verfluchte!“

        Notar:

        (lässt die Feder fallen, dreht sich überrascht um)

        „Assange!“

        DDB:
        „Was geht hier vor! Notar! Wache!“

        (erbleicht)

        Bediensteter/Assange:

        (geht einen Schritt auf DDB zu, reißt ihm silbernen Gegenstand aus der Hand.)

        „Unglücklicher, deine Ränkeschmiede finden hier ihr Ende! Gott der Whistleblower, steh mir bei!“

        (Es donnert. DDBs Bart fällt zu Boden.)

        DDB:
        „Nein! Dies kann nicht möglich sein! Muss ich so meinen Erzfeind wieder treffen, auch in der Stunde meines größten Triumphes die Niederlage kosten? “

        (Donner)

        Gott der Whistleblower:
        „Wer wagte es, mich zu lästern? Er hat seine Strafe empfangen.“

        (Vorhang)

  41. Ich les hier nur: WL, Assange, OL, nux, bla .. Und am Ende haben doch alle nur durch Null geteilt. Ich troll mich wieder. Schönen Abend allerseits!

  42. *seufz* ich habs euch gesagt; DDB ist strange…
    mittlerweile halte ich die VT, das er n angeworbener agent provocateur ist, für nicht mehr allzuweit hergeholt. der erzählt JEDEM pressevertreter was anderes; SPON sachta, „allet schon geshreddert“, heises borchers sachta, „nene, nur SCHLÜSSELMATERIAL (?) wurde gelöscht, und reuters sachta folgendes:
    „In an email to Reuters, Daniel Domscheit-Berg, who last year
    was fired by Assange as WikiLeaks‘ co-spokesman, confirmed that he
    had destroyed „roundabout“ 3,000 submissions WikiLeaks received
    related to Bank of America.“
    und:
    „Domscheit-Berg said that the 3,000 Bank of America submissions that
    he destroyed consisted of „about 10-15% documents and the rest random
    junk people sent in.“ He did not characterize the destroyed
    material’s content further.“

    http://www.reuters.com/article/2011/08/22/us-bankofamerica-wikileaks-
    idUSTRE77L55P20110822

    dem mann glaub ich kein einziges wort mehr…

  43. Der maximal verwirrende Streit. Sommerlochexplosion. Allein das hier http://www.reuters.com/article/2011/08/22/us-bankofamerica-wikileaks-idUSTRE77L55P20110822 gegen das Spiegel-Zeug ergibt völlige, nicht sich vermischende Soße.

    Man kann nur hoffen, dass die Akteure genug Antipsychotika gegen die schizophrenen Schübe haben. Bei dem Tempo und der Diskkursführung können die nicht ausbleiben. Bin ich froh, dass ich nicht die bin.

    Das darf uns allen ein Lehrstück in Geltungssucht, Hochmut und Lügerei bzw. Bullshiterei sein. Was daraus entsteht, das nennen wir momentan vage Open/Wikileaks.

  44. Tja.
    Aus ehemaligen Hackern sind inzwischen leider Geschäftsleute
    geworden. Denen das Hemd näher sitzt als der Rock.
    Geschäftsleute, die miteinander öffendlich nur noch uber die
    Presse kommunizieren. Heimlich aber das wirkliche Wissen
    auf Golfplätzen oder superteure Spezialtelefone austauschen.

    F.D.P. – like halt. :-(
    Modene Zeiten, moderner Kindergarten.
    Schade um die „Szene“.

    hanna.

  45. Habe ich den Daniel nicht schon vor Monaten für einen Verräter gehalten? Einen Gartenzwerg mit entsprechendem Look?

    Er war es, er ist es, er wird es bleiben.

    Schande über ihn. Das Misstrauen des Julian war berechtigt. Und jetzt möchte ich über beide Eitelfratzen hier nichts mehr lesen. So eine Brut braucht kein Mensch. Ekelhafte Selbstdarstellung bis zum Erbrechen.

    Und das Aus für irgendwas, was sich OPEN nennt. Open haben die nur den Arsch.

  46. Aus einem Artikel des Standard: http://derstandard.at/1313024937215/

    Bei einem mehrtägigen Test von OpenLeaks sei es nicht gelungen, die Plattform zu knacken, erklärte Domscheit-Berg. „Wir haben viel Feedback bekommen, das uns hilft, das Projekt weiter zu entwickeln.“ Der OpenLeaks-Gründer kündigte an, die Ergebnisse des Tests in den nächsten Tagen im Blog des Projekts darzulegen.

    Na, dann bin ich mal gespannt, wie das in dem versprochenen Blog-Beitrag verkauft wird. „nicht gelungen, die Plattform zu knacken“ klingt schonmal nach PR. Vielleicht bekommt zumindestens die Begründung der Entscheidung des CCC-Vorstands so noch ein bisschen mehr Legitimität.

  47. jawoll! wer jetzt noch an der „integrität“ des untertans DDB zweifelt, bitte sehr:
    zitat:“ Ein Fehler sei es auch gewesen, dass die internen Mitteilungen von US-Botschaften in aller Welt von WikiLeaks veröffentlicht worden seien. „Dies ist verantwortungslos und grob fahrlässig.“
    sprach´s & löschte die dateien…

    http://derstandard.at/1313024937215/Openleaks-WikiLeaks-Aussteiger-Domscheit-Berg-akzeptiert-Rauswurf-aus-dem-CCC

    FUCK!

  48. Hm, nun war wohl unter den gelöschten Videos angeblich auch ein Video mit irgendwelchen Afghanistan-Grausamkeiten, wie wikileaks gerade per Twitter verkündet. Wenn man bedenkt, dass DDB das Material wohl vor dem Löschen durchaus gesichtet hat, schon erstaunlich. Hat er in den an anderer Stelle erwähnten 85% Müll, aus dem das Material bestanden haben soll, womöglich irgendetwas Verschlüsseltes für unwichtig gehalten?

    1. Hm, Wikileaks kann jetzt natürlich alles mögliche behaupten. Außerdem da das Material ungesichtet ist, gehen sie vermutlich nur nach der Beschreibung, die mitgeliefert wurde. Manchmal ist die vielleicht spektukulärer formuliert, als es das Material dann tatsächlich hergibt.

  49. „Thou wilt that secret data, ol´ companion?
    Oh Julian, thy name was flecked with dirt!
    Thou shalt not blow thy whistle nor thy pipe,
    so help Magoon me, Jul, thou hast my word.“

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