Kultur

Spiegel über Plagiatsjäger

Im aktuellen Spiegel ist eine Geschichte über einige Personen hinter GuttenPlag und Vroni-Plag, die jetzt auch online zu lesen ist: Im Schwarm.


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Sie sind anonym, sie treffen sich im Internet, sie scannen Dissertationen und überführen Politiker als Fälscher: Guttenberg, Koch-Mehrin, nun den FDP-Mann Jorgo Chatzimarkakis. Wer sind diese Menschen? Was wollen sie? Was treibt sie an?

7 Kommentare
    1. Deine Aussage ist nicht falsch, aber möglicherweise irreführend. Die Admins haben entschieden, dem Gründer des Wikis („Goalgetter“) den „Bürokraten“-Status zu entziehen. Er behält dabei aber weiterhin seinen Administrator-Status.

      Als Erläuterung für Nicht-Wiki(a)-Fachleute: Die einzige Funktion des Bürokraten-Status ist es, andere Nutzer zu Admins (oder Bürokraten) machen zu können. Im konkreten Fall hat das also keine großartigen faktischen Auswirkungen, sondern dient eher dazu, dem Unmut durch diese erzwungene Statusänderung Luft zu machen.

  1. Vermutlich hat er zuviel unabgesprochen mit Journalisten gesprochen (s. SpOn). Deswegen sprechen Gruppen, die zumindest pseudonym bleiben wollen, eben nicht direkt mit der Presse. Siehe auch: Wikileaks. Ich glaube die Plag-Leute haben dies auch lange Zeit so versucht …

    Problem: Das Mitteilungsbedürfnis wächst mit der vermeintlichen Berühmtheit, Gruppenstreitigkeiten fördern zudem das Konflikte über außen ausgetragen wegen, etc. pp. Wer hat da wohl wieder die Katze angepackt?

  2. mal bei denen im chat gewesen? da ist anhand sehr vieler artikel die rede davon dass goalgetter nur noch oeffentlichkeitsgeil ist auf kosten des projekts, der spiegel ist nur ein beispiel von vielen. fragt mal taz, faz, zeit (donnerstag gedruckt, goalgetter beschwert sich oeffentlich, dass die qualitaetsfetischisten die kontrolle uebernehmen) und so weiter.

    1. Naja, Fame Kinderkacke halt überrennt gute Absichten. So etwas gibt es auch anderswo. Dagegen hilft nur, der eigenen Person durch Pseudonymität nicht so viel Wert beizumessen.

      Zudem wirken die beschriebenen Person sehr unterschiedlich. Schaut man sich Goalgetters Seite bei Wikia an und folgt man der Personenbeschreibung bei SpOn, versteht man auch ganz gut was da sonst noch so schief gelaufen ist.

      Verschiedene Hintergründe, verschiedene Motive, verschiedene Persönlichkeiten. Freiwillig viel gearbeitet haben sie alle. Aber nicht jeder ist halt gleich „teamfähig“. Gibt es ja im Berufsleben auch — aber wenn es nicht um Geld, Posten und Ruhm geht, gibt es einen Haufen weniger Gründe dafür …

  3. Auszug aus dem Text:

    Goalgetters Wangen sind ein wenig gerötet. „Ich muss noch mal schnell einen raushauen“, sagt er und geht runter zum Golfplatz. Er legt einen Ball aufs Tee, zieht seinen längsten Schläger aus der Golftasche und sagt: „Stahl, Maßanfertigung.“ Dann schlägt er mit viel Schwung nach dem Ball und verfehlt ihn. „Der Russen“, sagt er und haut noch mal. Er schlägt den Ball fast über die ganze Driving-Range und sieht sehr glücklich aus. „Ich mache immer 100 Prozent“, sagt er.

    Und:

    Und dann gibt es da noch etwas, das Goalgetter, den Golfer, stört an Veronica Saß, aber dabei geht es um interne Angelegenheiten unter Golfern, die hier nicht weiter von Belang sind.

    Als ob Don Alphonso sich für Zwecke der Spiegel-Verarschung als Golfspieler ausgegeben hätte. ;-)

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