Die Journalisten-Zeitschrift Message berichtet über eine französische Studie zum investigativen Journalismus, die einige interessante Aussagen enthält: Neue Heimat für die Aufklärer.
Da viele dieser Arbeitsprozesse offensichtlich ineffizient sind, zudem die Mittel knapper werden und der Renovationswille in vielen Redaktionen fehlt, beginnen fremde Unternehmungen damit, die Watchdog-Funktion des Journalismus zu übernehmen. Nennen wir diese neuen Akteure hier Stakeholder-Medien. Das sind Aktivistenzeitungen, Webradios, Finanzmarktzeitungen, Onlineforen, NGOs oder Blogs, die sich thematisch spezialisieren. Unsere Prognose: Mittel- und langfristig wird der investigative Journalismus bei diesen alternativen Medien und Organisationen zur Blüte kommen. Spezialisierte Stakeholder werden der Nachrichtenindustrie ihre Watchdog-Funktion mehr und mehr abjagen. […] Unsere Thesen: Erstens gilt nicht mehr Objektivität, sondern Transparenz als ethischer Leitwert für das Publikum. Während bei Nachrichtenmedien Neutralität und Fairness als höchste Moral gelten, sind Stakeholder eindeutig parteiisch. Aber sie legen ihre Motive offen.
Traditionelle Medien können aber wieder aufholen, indem sie „die investigative Recherche wieder als wichtigen Pfeiler ihres Images, ihrer Arbeit und ihrer Vermarktung erkennt“. Da investieren ja gerade einige Zeitungen, indem sie spezielle Einheiten für investigativen Journalismus aufbauen.
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Ein Kommentar zu „Investigativer Journalismus durch NGOs und Watchblogs“
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[…] handeln meist parteiisch, legen aber ihre Motive offen, und ermöglichen Kontakte mit den Nutzern. (via Netzpolitik) var flattr_wp_ver = ‚0.9.11′; var flattr_uid = ‚9315’; var flattr_url = […]
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