Gerüchteweise wird Firefox zukünftig auch Microsofts Bing als Auswahl für die eingebaute Searchbar anbieten. Der Deal mit Google als Standard-Setting läuft anscheinend noch bis 2011 und machte in den vergangenen Jahren den Löwenanteil der Firefox-Finanzierung aus: Bei solchen Vereinbarungen zahlen die Suchmaschinen- oder Dienstanbieter pro Seitenaufruf einen vereinbarten Betrag an das Mozilla-Projekt.
Unter anderem werden momentan Ebay, Amazon und Yahoo direkt mitgeliefert – Mehrere hundert andere können als Add-on heruntergeladen werden – so auch Bing.
Microsoft ist sich also nicht zu schade, für den Erfolg seiner Suchmaschine auch an den Open-Source-Browserkonkurrenten zu zahlen. Allerdings sollte Bing mit wenig Zuwachs – und Mozilla mit nur wenig mehr Einkommen rechnen: Die Nutzer müssen immer noch manuell von Google auf Bing umschalten. Wer das tut, ist im Zweifelsfall schon vom Google-Konkurrenten überzeugt und würde ihn ohnehin nutzen.
Microsoft kauft sich also allenfalls ein bisschen Nutzerfreundlichkeit. Interessant wird erst ein mögliches Wettbieten 2011. Bis dahin muss sich Microsoft zum Beispiel auf Unter-Deals wie dem zwischen Yahoo und Ubuntu mal überlegten konzentrieren.