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Wer illegale Downloads nutzt, gibt mehr Geld für Musik aus

Eine britische Studie bestätigt, dass die Nutzer illegaler Downloads deutlich mehr Geld für den legalen Erwerb von Musik ausgeben als der Rest der Bevölkerung. Wer angab, illegale Downloads zu nutzen, gibt im Durchschnitt 77 Pfund (84 Euro) pro Jahr für Musik aus. Bei denen, die sich Musik ausschließlich legal beschaffen, sind es nur 44 Pfund.

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Für die Studie wurden im Auftrag des Think Tanks „Demos“ 1000 Briten zwischen 16 und 50 Jahren befragt. Zehn Prozent von ihnen gaben an, illegale Downloads zu nutzen. Das stellt einen auffälligen Widerspruch zu den Zahlen der Musikindustrie dar, die von sieben Millionen „Musikpiraten“ im Vereinigten Königreich spricht. Wenn die Ergebnisse der Studie korrekt sind, dürfte diese Zahl gerade einmal halb so groß sein.

Die Auftraggeber der Studie sehen in den Ergebnissen ein Argument gegen die Pläne der britischen Regierung, eine Three-Strikes-Regelung einzuführen. Ein solches Gesetz könnte der Musikindustrie selbst schaden, weil dadurch ihre wichtigsten Kunden bestraft würden, sagt Peter Bradwell von Demos:

„The latest approach from the Government will not help prop up an ailing music industry. Politicians and music companies need to recognise that the nature of music consumption has changed, and consumers are demanding lower prices and easier access.“

Die Vertreter der Musikindustrie konzentrieren sich allerdings in ihrer Analyse der Studie auf eine andere Zahl. Demnach würden sich die 61 Prozent der Personen, die sich zu illegalen Downloads bekannten, durch eine Three-Strikes-Regelung in Zukunft davon abhalten lassen.

Diese Sichtweise wird auch durch eine kürzliche Studie aus Schweden unterstützt. Dort hatten Wissenschaftler festgestellt, dass illegale Downloads bei Jugendlichen infolge der verschärften Gesetzgebung deutlich zurückgegangen sind.

Die Schweden fanden allerdings auch heraus, dass die Piraten-Verfolgung weiterhin kaum Akzeptanz in der Gesellschaft findet. Das hat aus Sicht der Wissenschaftler schwerwiegende Folgen für die Justiz, sagt Måns Svensson:

„In cases where the law is not supported by the social norms, it makes it extremely difficult to maintain compliance. Humans tend to follow social pressure rather than the letter of the law. With regard to intellectual property and copyright provisions, the Internet and file sharing technologies have created new conditions. In a short time, the social norms have developed in a direction that gives very little support of the law.“

(via)

37 Kommentare
  1. Stümmt.
    Es gab eine Zeit, da habe ich (mangels Alternativen) CDs gekauft.
    Dann gab es eine Zeit, in der habe ich Lücken einiger Diskografien gefüllt und mir noch CDs gekauft, die ich dann unbedingt „original“ haben wollte.
    *Jetzt* ist die Zeit in der ich weder Musik kaufe noch ziehe.

    (Ich will ehrlich sein – ich habe deutlich weniger CDs gekauft, in der Zeit, in der ich noch gezogen habe. Halte das allerdings (für das Überleben eines Industriezweigs) für immer noch mehr als Nix.)

  2. Lustig. Aber wenn man drüber nachdenkt, weiß man auch warum. Leute die sich nichts illegal runterladen kopieren sich einfach von Freunden. Ich kenne da jemanden der holt sich alles nur von Freunden. Und gibt kaum was selbst für CDs aus (Ebay vllt.). Andere dagegen saugen, aber gehen auch zu Konzerten und kaufen CDs von Bands deren Fan sie wirklich sind.

  3. Das überrascht mich nicht sonderlich und ist letztlich auch kein Argument gegen 3-Strikes. Klar trifft man die eigene Kundschaft, aber wenn diese dann deshalb tatsächlich mehr Platten kaufen sollte (weil sie ja nicht mehr downloaden kann), wäre das ja nicht schlimm.

    Wirklich interessant ist eine Frage, der soweit ich weiß bislang in keiner ernstzunehmenden Studie erfolgreich nachgegangen wurde (vermutlich weil empirisch auch ziemlich schwer zu beurteilen):
    Sind viele Nutzer illegaler Musik-Downloads grundsätzlich musikalisch interessierter und kaufen deshalb auch mehr legal, oder werden sie möglicherweise erst durch den (aufgrund ihrer illegalen Musik-Downloads) verstärkten Musik-Konsum zu Musik-Interessierten, die deshalb erst mehr kaufen?

    Denn nur wenn Letzeres der Fall sein sollte (was ich vermute) und auch nachweisbar ist, besteht die Chance, dass die Verantwortlichen in der Musikindustrie zur Vernunft kommen, weil dann klar ist, dass sie sich mit 3-Strikes das eigene Grab schaufelt.

    Das 3-Strikes natürlich trotzdem ohne Wenn und Aber abzulehnen ist, steht außer Frage, lässt sich aber mit Filesharer-kaufen-viel-Argumenten kaum vermitteln.

  4. Hm, Argumente gegen Strafverschärfung sind, daß gar nicht so viele Leute illegal downloaden und daß die, die’s tun, der Rechteverwertungsindustrie sogar viel nützlicher sind?

    Die Revolution ist wohl wirklich vorbei, wenn sie je angefangen haben sollte…

  5. Dabei sollte jetzt aber schon angemerkt werden, dass in Fragestellungen zu sozial unerwünschtem (oder illegalem) Verhalten der wahre Wert erheblich unterschätzt werden dürfte. Wenn also nur x% angeben, illegal runterzuladen, sollte das lediglich als Untergrenze interpretiert werden. Dennoch ist die Studie interessant, aber man sollte diesen Punkt nicht überbetonen ohne in der nächsten Diskussion angreifbar zu werden.

  6. Also für mich war das schon immer klar, dass die Leute, die sich Musik kostenlos saugen auch natürlich diese Leute sind, die sich eben für die Musik interessieren. Ich denke, dass mit der Zeit auch viele 100%-Filesharer realisieren werden, dass wenn man 0€ ausgibt bald nix mehr da ist auf dem Musikmarkt ausser Hobbymusiker.

    Aber eines muss ich noch anmerken:
    Der Durchschnittsdownloader gibt also im Schnitt 84 € im Jahr aus (Ich sag euch bei mir ist es mehr), wenn er jetzt aber in dem einen Jahr Musik gehört hat, die möglicherweise vielleicht 1000 € Wert ist, heisst das dann auch, dass er bei 3 Strikes die 1000 ausgegeben hätte? Ich glaube wohl eher nicht.
    Es ist einfach heutzutage viel mehr Zeit als Geld für Musik da, also warum nicht ZUSÄTZLICH auch umsonst saugen?

  7. 1. wer gibt freiwillig zu, illegal musik zu saugen?

    2. der englische musikmarkt ist nicht mit deutschland vergleichbar. die bandszene dort ist viel größer, es gibt mehr konzerte, bands sind in den charts, usw … das was an uk-bands jeden monat zu uns rüberschwappt ist ja nur die spitze vom eisberg.

  8. Solche Studien kommen immer wieder mal hoch. Ich stehe dem etwas skeptisch gegenüber denn ich habe meine eigenen Erfahrungen, meine persönliche Studie sieht kurz zusammengefasst so aus:

    Früher war ich Musikfan und hab mir jede halbwegs brauchbare Scheibe aus dem Plattenladen und über den Musikversand besorgt. Darunter Klassiker die mittlerweile deutlich an Wert gewonnen haben und die ich nie wieder her geben würde, aber auch haufenweise wertlosen Schund den man im Zehnerpack nicht verschenkt bekommt. Darunter auch die üblichen Platten die ganz ok sind aber eigentlich nicht gespielt werden.

    Heute bin ich immer noch Musikfan, aber ich kaufe nur noch die wirklichen Kracher, Sachen von denen ich weiss, dass sie mir auch noch in 20 Jahren gefallen. Ich kaufe nach Inhalt und nicht weil das nächste Release auf dem Label oder von dem Artist gekommen ist. Ich kaufe keine Sachen die nicht mindestens ein paar mal zur Probe gelaufen sind.

    Unterm Strich verdient die Musikindustrie an mir weniger als noch vor 10 Jahren. Auf Grund meines Musikgeschmacks kaufe ich auch eher bei kleinen bis sehr kleinen Labeln und nur selten bei den Majors. Ich kaufe übrigens auch keine MP3s, will was in der Hand halten für mein Geld.

    Das hat wohl zwei Gründe: zum einen bin ich aus dem Alter raus, wo ich jeden Mist der gerade hip ist zu Hause im Regal stehen haben muss. Zum anderen war/bin ich dank Filesharing über den Inhalt von potentiellen Tonträgern bestens informiert und zwar besser als es mit Promotonträgern möglich wäre.

    Ich möchte diese Art des Musikkonsums eigentlich nicht mehr hergeben. Ich kaufe, keine Frage, auch ist der Preis zweitranging wenn der Inhalt stimmt. Ich kaufe aber nicht blind.

    Wenn ich aus heutiger Sicht schaue wie oft damals teilweise Tracks wiederveröffentlicht, remasterd, neu zusammengestellt, irgendwelche Remixe noch mal compiliert, Litmited Edition mit ollen B-Seiten, etc veröfentlicht und verkauft wurden, dann kommt schon das Gefühl hoch, dass ich ganz schön gemolken worden bin.

    Ach ja, ein altes Argument noch, aber es stimmt: Auf sehr viele Künstler und Platten im Regal bin ich nur gestossen weil ich über Tauschbörsen drauf aufmerksam wurde. Der Horizont ist einfach größer als der des Plattenladens um die Ecke. Filesharing wird aber von Diensten wie last.fm abgelöst.

  9. Wundert mich überhaupt nicht, das Ergebnis der Studie. Die Auswahl in Plattenläden ist doch meistens sehr begrenzt (allein schon aufgrund der Räumlichkeiten) und was im Radio oder Fernsehen läuft, ist meistens nur kurzlebiger Trash. Dazu kommt, daß es einfach bequemer ist, zu Hause Probe zu hören, als mit schlechten Kopfhörern in einem mit Teenies überfüllten Laden zu stehen. Generell kaufe ich gern bei Künstlern, die auf ihrer Seite Hörproben anbieten – vorzugsweise dann direkt aufm Konzert.

  10. Wisst ihr was auch seltsam bis scheiße ist?
    Wenn man dafür beschimpft und verspottet wird, wenn man eine CD kauft. Habe ich auch schon hinter mir.
    „WIE? Du KAUFST dir das? Also ich…“
    Ich kaufe mir wirklich selten Musik, aber dann mit Herz. Und wenn ich die Wirtschaft fördere will ich nicht auch noch dafür beschimpft werden!

  11. Ich glaube hier wurde der Inhalt nicht richtig gelesen. Im Schnitt mag das einer ausgeben, aber die die wirklich bezahlen sind die eingefleischten Fans, die für eine Band da sind und sich Bootlegs usw. kaufen. Steht übrigens auch gleich im ersten Absatz auf BB:

    „This is in line with many other studies elsewhere and is easy to understand: people who are music superfans do more of everything to do with music: they see more live shows, listen to more radio, buy more CDs, buy more botlegs of live shows, buy more t-shirts, talk about music more, do more downloading — all of it.“

    D.h. die, die sich mal einen Song oder ein Album runterladen, weil sie den Interpreten toll und für gut befinden, vielleicht auch zum Konzert gehen würden, kaufen sich zwangsläufig keine Scheibe von demjenigen.

    Ein oberkrasser Music-Nerd, vllt wie nicorola.de, der würde sicherlich einiges an Geld ausgeben für erstklassige Musik.

    Da sprach er und ging ;)

  12. Hmmm….befriedigt mich irgendwie nicht:

    – Wenn ich durch illegalen Download bspw. 100 EUR / Jahr runterlade und gleichzeitig für 88 EUR Musik kaufe, bin ich doch nicht „besser“ als ein Nicht-Downloader. Im Endeffekt gebe ich doch nur 22 Geldeinheiten für Musik aus?!

    – 10% haben es zugegeben bei der Umfrage: Dunkelziffer?

  13. Ich gebe Geld für Konzerte, Merchandising-Produkte, Radio (qua GEZ) und für Disobesuche aus. Da kommt einiges zusammen im Jahr, was ich für meinen Musikgenuß ausgebe.
    Ausgewählte Titel kaufe ich gelegentlich noch als Vinyl, aber CDs oder Downloads? Neee ….

  14. Illegal ist eben illegal. Versuche das zu rechtfertigen sind schlicht und einfach sinnlos. Ich klaue ja auch nicht zwischendurch eine Banane um festzustellen, dass sie mir schmeckt.

    Gleichwohl lasse ich mich gerne zur einer Verkostung einladen, wie es bei CC der Fall ist.

  15. > 1. wer gibt freiwillig zu, illegal musik zu saugen?

    *Aufzeig*
    Und obwohl ich der Untersuchung nicht so ganz glauben will, bin ich teilweise einer von denen.
    Ich bin durch Krankheit ans Heim gefesselt und deswegen sind Musik/Filme/Bücher für mich wichtiger als für manch anderen.
    Und obwohl ich downloadede was bei 3 nicht auf dem Baum war, stehen an die 900 CDs, 500 DVDs und die gleiche Anzahl Bücher im Schrank.
    Man muss ja auch sehen, dass der Großteil dieser DLs „Try and error“ ist, das flog dann am selben Tag noch von der Platte.
    Früher haben wir halt im Real-Life getauscht, die Schlager der Woche aufgenommen oder stundenlang die Kataloge in den Läden druchgesehen. Da wurde auch genau selektiert und nur ein Bruchteil real erworben.

    Wenn das Geplänkel der Industrie so weiter geht und man in Zukunft aufgrund der Urheberrechte nicht mal mehr eine Privatkopie anfertigen darf oder auf der Straße Happy Birthday vor 2 oder mehr Leuten singen darf und bald nicht mal mehr das TV-Programm aufnehmen oder spulen darf (HD+), können die mich dann kreuzweise. „Verweigerer“ werde ich dann und höre nur noch Radio…wenn man über die Fufzig ist, hat man eh schon alles irgendwann mal gehört. ;)
    Musik ist mehr als Kapital.

    Und weil ich’s grad oben gelesen habe..ich bin durch Gleichgesinnte bei Audiogalaxy oder Soulseek (die Boersen wird heutzutage keiner mehr kennen)auch erst auf viele neue Stile und Interpreten gestossen. Ohne diese Tauschbörsen stünde so manche Scheibe nicht in meinem Regal.
    Viele Grüße!

  16. @Philipp: Guter Hinweis. Zehn Prozent, die Musik kopieren halte ich für extrem unrealistisch. Mein Bekanntenkreis ist sicherlich nicht repräsentativ, aber da gibt es eigentlich niemanden, der keine illegale Musikkopien besitzt.
    Anderereits wurde nach Musikdownloads gefragt. Nicht unterschätzen darf man, wie diese Downloads dann noch weiter die Runde machen. Wenn ich im Kollegium sehe wie durchaus wohlhabende Menschen gebrannte CDs tauschen…

    1. @Michael: Schon in Zeiten der analogen Kopien gab es Statistiken, wonach auf einen legalen Tonträger ca. sieben Kopien kamen. Das hat sich nicht wirklich geändert.

  17. Na ja – vielleicht liegt es aber auch daran, das eben Leute die an Musik interessiert sind sowohl „illegal“ downloaden als auch ab und zu was legal kaufen. Und natürlich werden Leute die kein Interesse haben weder kaufen noch downloaden.
    Der Erlös durch Verkauf von Tonträgern ist definitiv zurückgegangen aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Neue Entwicklungen und Möglichkeiten haben eben auch Nebenwirkungen.
    Ich kann ja auch nicht alle Zeitungsverlage bedauern weil inzwischen Information eben nicht mehr so besonders gut in gedruckter Version verkauft werden kann. Das Internet bietet eben Möglichkeiten die zu dramatischen Umbrüchen in den Gesellschaft und im Verhalten führen – und Geschäftsmodelle von früher (eben z.b. viel Geld verdienen mit Platten verkaufen) sind damit eben inzwischen finaziell nicht mehr tragbar. Und die „Schuld“ da auf illegale Downloads zu schieben mag zwar nicht unrichtig sein – hilft aber nix. Ganauso gut könnte es auch sein, dass einfach die enorme Flut an produzierter Musik auch die Musikliebhaber überfordert. Und irgendwoher muss ja auch anscheinend genug Geld kommen um eben diese Unmengen an Bands produzieren zu können – also ganz so entsetzlich kanns der Musikbranche ja doch nicht gehen.

  18. ich finde es immer wieder faszinierend welche korrelationen gezogen werden zwischen legalem erwerb,illegalem download, cd-kopie, cd original.
    etc.
    also ich kann da nur für mich sprechen, aber von der musik, die ich evtl. mal runtergeladen hätte, hätte ich bestimmt nicht mal 30% auch gekauft, wenn ich sowas getan hätte. weil der großteil der musik heutzutage totaler schwachsinn ist. aber andererseits was umsonst ist, kostet dann nur zeit zum anhören.
    reinhören erleichtert die kaufentscheidung, egal wie dieses reinhören zu stande kommt.
    wenn ich musik wertschätze, kaufe ich auch die cd oder das album, alleine um den musiker zu unterstützen und ein album mit cover und booklet entspricht auch einer gewissen wertigkeit.
    ansonsten sehe ich da gerne den nahrungsmittelvergleich…. ein schönes steak kostet mehr als ein burger, das hat seinen sinn und seine gründe.
    bei der musik heutzutage ist leider immer weniger steak dabei, aber es wird trotzdem genauso teuer angeboten.

  19. @Norbert Hayduk

    Aber wie schon im Artikel geschrieben, es ist nach dem Gesetz illegal aber normativ sieht das ganz anders aus (zumindest in Schweden).

    Und die direkten Vergleiche mit materiellen Gütern sind einfach nur kindisch und erübrigen eigentlich jede weitere Diskussion.

    Nie vergessen:
    Geld ist für fast alle Menschen eine sehr begrenzte Ressource (im Gegensatz zu geistigem Eigentum). Alleine das limitiert jegliche Wunschrechnerei die gerne geführt wird.

    Trotzdem ist es wichtig die Schaffenden zu unterstützen und ich denke die Studie stellt doch recht klar, dass illegales Kopieren nicht mit weniger Konsum korreliert.

  20. @picodream

    Geld ist begrenzt, deswegen kopiere ich illegal, um mehr Geld auszugeben? Seltsame Argumentation.

    Geistiges Eigentum ist unbegrenzt vorhanden und somit kein Gut? Noch seltsamer.

  21. auf der einen Seite laden sich jetzt viele Menschen die Musik illegal im Internet runter und der CD Verkauf geht zurück – auf der anderen Seite war es noch nie so einfach wie heutzutage schnell bekannt zu werden und seine Musik Länderweit oder weltweit zu verbreiten. Klug ist der , der es versteht die neue Zeit und ihre neune Technologien für sich zu nutzen.

  22. Jens schrieb: „Wer auf Autobahnen drängelt, gibt mehr Geld für Autos aus. Lässt sich sicher auch nachweisen.“

    Interessante Analogie, aber drastisch überzogen.[1] Besser wäre vielleicht:

    „Ladendiebe bezahlen im Schnitt mehr an der Kasse als ehrliche Kunden.“

    Doch auch hier hapert die Analogie, denn das Kaufhaus hat durch die gestohlenen Artikel zusätzliche Ausgaben. Man müsste also erst untersuchen, ob das Geld durch die höheren Profite der bezahlten Artikel wieder reinkommt. In der Musikindustrie hingegen geht es immateriale Güter, d.h. die „gestohlenen“ Artikel verursachen keine zusätzlichen Kosten.

    Wie man es auch dreht: Die Analogie funktioniert einfach nicht.

    [1] Wer auf Autobahnen drängelt, gefährdet sein Leben und das Leben anderer. In der Musikindustrie gibt es nichts Vergleichbares.

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