Es war im letzten Jahr zur Abschlussparty der re:publica 2008 als ich mit Peter Sunde von ThePirateBay über den sogenannten Medienwandel sprach. Der wohl markanteste Punkt des sogenannten ist der Wegfall des klassischen Verlags. Das Internet braucht keine Firmen, die Informationen auf Medien packen, die dann mit Fahrzeugen in Offline-Läden oder zu Kunden geschickt werden. Zumindest nicht in dem gestrigen und heutigen Ausmaß und erst recht nicht in Zukunft.
Nun brechen in Zukunft die Verlage also weg und mit Ihnen die Funktion der Vergütung der Schöpfer. Hier entsteht eine Lücke, die mit staatlichen Verwertungsgesellschaften oder eben mit unabhängigen Bezahlsystemen gefüllt werden kann. Hierbei haben die technisch realisierten (also noch sind sie nicht gut realisiert) Bezahlsysteme den Vorteil, dass sie vielleicht gerechter Verteilen können als politisch organisierte Verwertungsgesellschaften. Der Verteilungsschlüssel wäre granularer und der Gesamttopf wäre nicht gedeckelt.
Natürlich ist die grundsätzliche Idee nicht neu und es gab hier und da verschiedene Versuche, aber durchsetzen konnte sich keines. Vor einem Jahr also sprach ich mit Peter Sunde und wollte ihm ein OpenSource-DigitalRightsManagent-PaymentTracking-Remix System vorschlagen – ich war wahrscheinlich angetrunken. Jedenfalls meinte Peter, er hätte da auch schon eine Idee – und nun am kommenden Freitag wird er sie vorstellen.
Ob Flattr.com toll wird, weiß ich nicht.
