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Flattr

Es war im letzten Jahr zur Abschlussparty der re:publica 2008 als ich mit Peter Sunde von ThePirateBay über den sogenannten Medienwandel sprach. Der wohl markanteste Punkt des sogenannten ist der Wegfall des klassischen Verlags. Das Internet braucht keine Firmen, die Informationen auf Medien packen, die dann mit Fahrzeugen in Offline-Läden oder zu Kunden geschickt werden.…

  • Andreas Pohl

Es war im letzten Jahr zur Abschlussparty der re:publica 2008 als ich mit Peter Sunde von ThePirateBay über den sogenannten Medienwandel sprach. Der wohl markanteste Punkt des sogenannten ist der Wegfall des klassischen Verlags. Das Internet braucht keine Firmen, die Informationen auf Medien packen, die dann mit Fahrzeugen in Offline-Läden oder zu Kunden geschickt werden. Zumindest nicht in dem gestrigen und heutigen Ausmaß und erst recht nicht in Zukunft.

Nun brechen in Zukunft die Verlage also weg und mit Ihnen die Funktion der Vergütung der Schöpfer. Hier entsteht eine Lücke, die mit staatlichen Verwertungsgesellschaften oder eben mit unabhängigen Bezahlsystemen gefüllt werden kann. Hierbei haben die technisch realisierten (also noch sind sie nicht gut realisiert) Bezahlsysteme den Vorteil, dass sie vielleicht gerechter Verteilen können als politisch organisierte Verwertungsgesellschaften. Der Verteilungsschlüssel wäre granularer und der Gesamttopf wäre nicht gedeckelt.

Natürlich ist die grundsätzliche Idee nicht neu und es gab hier und da verschiedene Versuche, aber durchsetzen konnte sich keines. Vor einem Jahr also sprach ich mit Peter Sunde und wollte ihm ein OpenSource-DigitalRightsManagent-PaymentTracking-Remix System vorschlagen – ich war wahrscheinlich angetrunken. Jedenfalls meinte Peter, er hätte da auch schon eine Idee – und nun am kommenden Freitag wird er sie vorstellen.

Ob Flattr.com toll wird, weiß ich nicht.

Über die Autor:innen

  • Andreas Pohl

    Andreas Pohl ist Software-Entwickler und technical opinionist.


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12 Kommentare zu „Flattr“


  1. Klingt vielversprechend. Habs mir im Kalender angestrichen. *auf was Tolles hofft*
    (Vor allem der Ursprung ist interessant…)


  2. Flattr kann nur so toll werden wie es die Rechteinhaber zulassen.


  3. […] System” sein soll. Morgen wird voraussichtlich der Startschuss fallen. Quelle: http://netzpolitik.org/2009/flattr/ Nun brechen in Zukunft die Verlage also weg und mit Ihnen die Funktion der Vergütung der […]


  4. Aha, das Wegbrechen der Verlage gilt also als ausgemacht und wird nur noch so nebenher bekannt gegeben. Wenn das mal keine Täuschung ist. Mag ja sein, dass die Papierprodukte trotz der zahlreichen Vorteile doch irgendwann wegfallen. Dennoch wird es wohl noch immer viele Menschen geben, die auf sortierte Informationen – nicht nur von ein oder ein paar mehr Leuten – wert legen und dafür bezahlen.

    Aber gut wenn noch mehr Systeme erdacht werden die Geld in die Taschen von uns Schreiberlingen spülen.


  5. […] Flattr The Pirate Bay Betreiber verurteilt: Haftstrafen gegen ThePiratebay verhängt   […]


  6. […] von Pirate Bay Peter Sunde (!!) auf jeden Fall schon. Es berichteten bereits BoingBoing, Geek.com, Netzpolitik und viele […]


  7. uniquolol

    ,

    Ich warte immer noch auf die Einführung von Flattr auf netzpolitik.org. Wann ist etwa damit zu rechnen? Ich denke, dies wäre ein deutliches Zeichen – vor allem auch für andere Blogs!


    1. @uniquolol: Admin ist im Urlaub und Flattr-Code kam erst gestern an. Kommt wohl nächste Woche.


  8. @markus: ihr müsst flattr echt eine chance geben, damit überhaupt was daraus werden kann! ich finde es jetzt schon schade, artikel auf netzpolitik.org zu finden, die mir gefallen und für die es noch keine möglichkeit gibt eine kleine spende zu tätigen :(


  9. […] Blogartikel seht ihr nun einen Flattr Button. Bevor ich großartig beschreibe was Flattr ist, hier ein paar Blogger die das bereits gemacht […]


  10. […] hatte auch schon darüber berichtet, genauso wie netzwertig, netzpolitik und die TAZ. Sucht man tiefer, findet man so […]


  11. […] neue Micropayment-System Flattr ist in aller Munde so schreiben Stern, Netzpolitik, Stefan Niggemeier, Spreeblick, TAZ bis hin zu heute.de etwas zur neuen Hoffnung am grauen […]

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