Generell

UK: Konservative sind gegen Creative Archive

Die britische konservative Tory-Partei wendet sich gegen die Pläne der BBC, das Internet stärker zu nutzen. Dies berichtet die Times: Tory attack on BBC media domination. Die Argumentation ist dieselbe, weshalb in Deutschland ARD, ZDF und Co. künstlich aus dem Internet rausgehalten werden. Aus Gründen des Wettbewerbes dürften die öffentlich-rechtlich finanzierten Sender den privaten Anbietern keine Konkurrenz machen.

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Für mich ist das immer noch unverständlich. Ich will, dass ARD und ZDF das Internet richtig nutzen und ich will auf deren Archive zugreifen können und selbst entscheiden, wann ich welche Sendung sehen möchte. Und ich will auch das Recht haben, die mit öffentlichen Geldern finanzierten Sendungen remixen zu dürfen. Wenn die privaten Sender nicht in der Lage sind, mir vernünftige, vertrauenswürdige und sehenswerte Angebote zu liefern, ist das nicht mein Problem.

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2 Kommentare
  1. Dass ARD und ZDF im Internet vertreten sind, ist natürlich auch der Grund, warum ab 2007 alle Firmen für ihre PCs GEZ zahlen müssen.

    Und das Recht auf Remixen einer Sendung wird auch bei den öff.-Rechtlichen mit Sicherheit nicht dabei sein. Das ginge schon allein deswegen nicht, weil die Sender für die Inhalte (Musik, Bild, Text) ihrerseits die Rechte meist nur für eine Ausstrahlung erwerben. Bevor zum Beispiel eine Dokumentation gesendet werden kann, müssen vorweg die Rechte mit den jeweiligen Rechteinhabern geklärt werden. Gerade im Fall der letzten großen Brecht-Dokumentation haben die Verhandlungen meines Wissens bereits zwei Jahre vor dem Sendetermin begonnen.

  2. Ich finde es nicht in Ordnung, dass ab 2007 eine GEZ-Gebühr für PCs erhoben wird und ich trotzdem nicht das Programm übers Internet anschauen kann. Technisch wäre dies möglich, politisch scheut man sich vor der mächtigen Lobby der privaten Anbieter.

    Die Rechteproblematik ist mir schon bewusst. Das ist bei der BBC nicht anders, trotzdem wird der Weg gegangen. Für den Anfang würde es ja auch ausreichen, die Inhalte als Archiv im Netz zugänglich zu machen, wo die Rechte nicht bei Drittanbietern hängen. Auch hier ist es eine politische Entscheidung, was man denn mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk möchte. Und meine Meinung habe ich dazu schon geschrieben.

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