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Reuters zieht manipuliertes Bild zurück

Die Nachrichtenagentur Reuters musste ein Bild aus Beirut zurückziehen, nachdem Blogger eine Manipulation des Bildes entdeckt hatten: Die Wahrheit der digitalen Bilder.

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Seltsam an diesem Skandal ist, dass die Manipulation weder der einen noch der anderen Seite wirklich hilft. Sie belegt vor allem, unter welchem Druck die Nachrichtenagenturen stehen, die zu wenig überprüfen, was sie weiterreichen, und die – vielleicht notwendig? – parteiische Menschen beschäftigen, um Geld zu sparen. Möglicherweise ging es dem Fotografen auch wirklich nur darum, nicht explizit eine parteiische Botschaft zu übermitteln, sondern nur sein Produkt besser zu machen. Der Druck, in diesem Sinne Veränderungen zu machen, ist in der Konkurrenz so groß, wie es mit den Techniken der Bildverarbeitung leicht es, dies auszuführen. Letztlich verstärkt diese Manipulation nur das Misstrauen in die Bilder, die allerdings weiterhin über Konflikte entscheiden können, während die Aufklärung deutlich macht, dass mit den Bloggern und dem Web tatsächlich eine wichtige, wenn auch oft einseitige Korrekturinstanz der Medien herangewachsen ist, so dass nun die vierte Macht durch eine vielfältige fünfte Macht kontrolliert wird. Das ist nicht nur im Krieg wichtig, wo bekanntlich das erste Opfer die Wahrheit ist.

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