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Freie-Software-Experten für Entwicklungsländer: Das Global Desktop Projekt

Das International Institute for Software Technology von der United Nations University (UNU-IIST) hat das „Global Desktop Project“ ins Leben gerufen. Das Ziel: Die Fakultät mit Sitz im chinesischen Macao will auf lange Sicht erreichen, dass mehr Open-Source-Experten im asiatischen Raum ausgebildet werden. Denn obwohl der größte Bedarf für Linux und Open Source in den Entwicklungsländern vorhanden wäre, wären Länder wie China, Ostasien, Brasilien und Südamerika großteils nur „passive Konsumenten“, so das Institut. Open Source bedeute endlich die „technologische Selbstbestimmung“ für diese Länder, jedoch würde es an ausgebildeten Fachkräften mangeln.

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Während nun Europa, Japan und die USA die Open-Source-Entwicklung weltweit anführen würde, wäre China bisher weitgehend abgeschlagen, lautet die Erklärung. Mit dem „Global Desktop Project“ soll konkret die Entwicklung des Open-Source-Desktop vorangebracht werden. Der Desktop ist für jedermann die Oberfläche des PCs und mit einer größeren Verbreitung eines Linux-Desktops könnte auch die Aufmerksamkeit dafür zunehmen. Das Projekt unterteilt sich in die Bereiche Forschung, Linux-Training an Bildungseinrichtungen und ein Programm zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen IT-Verkäufern, staatlichen Organisationen und der Open-Source-Gemeinschaft. Umgesetzt will das „Global Desktop Project“ unter anderem mehr Anwender-Programme für den Linux-Desktop entwickeln und außerdem Versionen in zahlreiche Landessprachen übersetzen.

„Open-Source-Software, dazu gehört auch Linux, ist die treibende Technologie hinter dem Internet und verändert IT auf vielerlei Arten“, bilanziert das Institut und liefert Zahlen: „Bei der Internet-Aktivität werden heute 50 bis 75 Prozent über Open-Source-Software abgewickelt; acht der zehn schnellsten Supercomputer auf der Welt werden unter Linux betrieben[…]; Open-Source-Software ist überall integriert, von Mobiltelefonen bis zu Video-Recordern.“

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