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Fördert das Internet die Diskussionskultur?

Sehr interessant ist der Artikel „Internet fördert Diskussionskultur nur teilweise“ bei Science.ORF.at. Der Artikel bezieht sich auf den englischsprachigen Artikel „Happy accidents – Deliberation and online exposure to opposing views“ bei Eurozine. Das Internet, allen voran E‑Mail und World Wide Web, hat das Kommunikationsverhalten der Menschen dramatisch geändert. Doch wurde es tatsächlich auch „demokratischer“ und…

  • Markus Beckedahl

Sehr interessant ist der Artikel „Internet fördert Diskussionskultur nur teilweise“ bei Science.ORF.at. Der Artikel bezieht sich auf den englischsprachigen Artikel „Happy accidents – Deliberation and online exposure to opposing views“ bei Eurozine.

Das Internet, allen voran E‑Mail und World Wide Web, hat das Kommunikationsverhalten der Menschen dramatisch geändert. Doch wurde es tatsächlich auch „demokratischer“ und offener, wie vielfach behauptet?

Der Sozialwissenschaftler Bernard Manin von der Pariser „Ecole des Hautes Etudes“ und der Politologe und Post-Doc Azi Lev-On von der University of Philadelphia kommen in einem aktuellen Artikel zu einem ambivalenten Befund. Einerseits begünstige die Struktur des Internets die Kommunikation von Gleichgesinnten und verringere somit den Kontakt von Andersdenkenden. Andererseits sei eben diese Struktur noch immer so fehleranfällig, dass viele mit Meinungen konfrontiert werden, die sie gar nicht gesucht haben – und so vielleicht erst recht in ihrem Weltbild erschüttert werden.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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