Auch virtuelle Welten werden in China kontrolliert

Futurezone.at meldet, daß China jetzt auch Inhalte von Online-Games streng kontrollieren will, wie üblich wegen verbotener religiös und politisch aufgeladener Inhalte.


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Beobachter gehen davon aus, dass es in den Games Anspielungen auf das Verhältnis des offiziellen China zu Taiwan und zum Islam gab, welche die neuen Maßnahmen der Regierung ausgelöst haben.
Die Volksrepublik China betrachtet den Inselstaat Taiwan nach wie vor nicht als souveräne Nation.

Die Story ist von AP, wo sich die Inhalte mit denen bei Xinhua / der State Press and Publications Administration überschneiden:

The latest crackdown was prompted by „a rash of problems with imported online games, some of which contain sensitive religious material or refer to territorial disputes,“

Die Sache selbst stammt ursprünglich aus einer Mitteilung des chinesischen von gestern. Auf englisch liest sich das so:

Distributors were fingered for deliberately concealing the content of the games when applying for approval and operators sometimes upgraded games with improper content, the administration said.
Experts said the government should improve the legal network and adopt a compulsory rating system to protect young netizens from improper online games.

Bei den ca. 23 Millionen online-Spielern, die 2006 sogar an die 886 Millionen US$ generieren könnten (Tendenz in den letzten zwei Jahren stark steigend), ist das natürlich ein leichtes Spiel. Die Spieleschmieden aus dem Ausland, die knapp zwei Drittel der Spiele herstellen, werden so dazu gezwungen, heikle Themen auszusparen. Registrierungspflicht für Distributoren inbegriffen. Interessant wird das natürlich bei Spielen mit haufenweise user-generated content wie Second Life – laufen da dann virtuelle Jingjings und Chachas herum?

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