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Animierter Science-Fiction-Thriller mit 200 Linux-Servern gerendert

„Renaissance“ nennt sich der futuristischer Film Noir von Christian Volckman, angesiedelt in einem düsteren Paris des Jahres 2054, der komplett in 3D in schwarz-weiß animiert ist. Der Thriller, der jetzt zumindest in Frankreich im Kino zu sehen ist, hat als Look eine Mixtur aus Manga und Sfi-Fi im Geiste eines „Blade Runner“ und ähnelt stilistisch…

  • Markus Beckedahl

Renaissance“ nennt sich der futuristischer Film Noir von Christian Volckman, angesiedelt in einem düsteren Paris des Jahres 2054, der komplett in 3D in schwarz-weiß animiert ist. Der Thriller, der jetzt zumindest in Frankreich im Kino zu sehen ist, hat als Look eine Mixtur aus Manga und Sfi-Fi im Geiste eines „Blade Runner“ und ähnelt stilistisch den Überzeichnungen des Rotoskop-Verfahrens. Das wurde bereits vor fünf Jahren von Regisseur Richard Linklater bei seiner Studie „Waking Life“ entwickelt, wobei Schauspieler aufgenommen und hinterher die gefilmten Bilder komplett übermalt werden. Regisseur Christian Volckman drehte seinen Thriller komplett im Blue-Screen-Studio und nahm die Bewegungen der Schauspieler über Motion Capture auf. Anschließend wurde alles in 3D animiert. Dass dafür eine ungeheure Rechenleistung nötig war, versteht sich von selbst. Die Produktionsfirma Attitude Studio griff dabei auf verlässliche Linux-Server zurück und liess die Umsetzung von Motion Capture in animierten Scharz-Weiß-Film auf 200 Linux-Servern mit der Gentoo-Distribution rendern, wie ZDnet berichtet. „Auf einer Microsoft-Plattform wäre das mit Maya nicht möglich gewesen“, erklärt dort Julian Doussot von Attitude Studio die Anforderungen seiner verwendeten 3D-Software. Zwei Jahre und 14 Millionen Euro hat die Produktion in den Film investiert, was sich für zukünftige Projekte mit den Linux-Servern auszahlen soll.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „Animierter Science-Fiction-Thriller mit 200 Linux-Servern gerendert“


  1. Das schöne ist, eigentlich ist es eine Meldung wert, wenn ein Film nicht unter Linux gerendet wird.

    siehe auch: <a href=„http://www.linuxmovies.org/“>LinuxMovies.org</a&gt; und <a href=„http://www.rocksclusters.org/“>Rocks Clusters</a>

    PS: So ein Cluter läßt sich super in einem Tag installieren. Inklusive Hardwareaufbau, Softwareinstallation, Customizing, Testfilm rendern. (macht Spaß, müßt ihr auch mal machen)


  2. […] Update: Ein paar mehr technische Informationen gibt es auf netzpolitik.org […]

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