Ab heute frisch: Firefox 2

Nach etlichen Release Candidates steht er ab heute zum Download bereit: Die lang erwartete Version 2 des populären freien Browsers Firefox hat, wie immer, einige interessante Neuerungen zu bieten. Die überarbeitete Fassung bietet zum Beispiel eine verbesserte Handhabung der Suchmaschinen, die bequem durch den Suchleisten-Manager umgruppiert werden können. Ebenso lassen sich die Feeds nach Belieben anzeigen. Das Surfen mit Tabs, also den Unterfenstern, geschieht nun automatisch. Neu ist auch, dass eben geschlossenen Fenster leicht wieder aufgerufen werden können. Stürzt der Rechner ab, öffnet sich nach dem Neustart die zuletzt aufgerufenen Seite.

Weiterhin soll eine Rechtschreibkorrektur die Eingabe auf Browser-Seiten vereinfachen und Tippfehler beispielsweise in Newsletter-Fenstern verhindern. Eine wichtige Erweiterung ist der Umgang mit dem Phisching, dem Ausspionieren von privaten Daten. In der Firefox Version 2 soll das verhindert werden: Wird eine Seite aufgerufen, gleicht der Browser die Adresse mit einer sich regelmäßig aktualisierten Phishing-Liste ab. Ist eine unsichere Seite dabei, erscheint ein Fenster mit einem Warnhinweis.

Der für heute angekündigte Firefox war gestern schon auf FTP-Servern zu finden. Die Nachricht machte via Digg und Slashdot schnell die Runde. Dies war eigentlich nicht im Interesse des Firefox-Projektes, weil man noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen hatte. Die Futurezone rekapituliert die Nachrichtenlage von gestern und gibt einen Einblick in die eigene Arbeit anhand der Frage, ob es richtig war, die Nachricht gestern schon zu verkünden: Der Firefox-Fehlstart.

Spätestens nachdem das erste IT-Portal im deutschen Sprachraum die Nachricht gebracht hatte und klar war, dass es sich bei den Dateien tatsächlich um keinen Release Candidate, sondern um die endgültige Version handelte, hatte futurezone.ORF.at die Wahl, innerhalb der angemessenen Reaktionszeit einen von zwei Fehlern zu begehen:

1. auf den vorzeitigen Start hinzuweisen und damit die Entwickler eventuell in Schwierigkeiten zu bringen – die allerdings mit den Links von Digg und Slashdot schon längst begonnen hatten.

2. als einzige IT-Site die Nachricht überhaupt nicht zu bringen.

Die Nachricht zu verschweigen wäre aus Sicht des Journalisten der eindeutig größere Fehler gewesen. Also haben wir uns dafür entschlossen, Fehler Nummer eins zu begehen und zu versuchen, die Vorgänge nachzuvollziehen.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.