Nachrichtenüberblick 24.10.

Letzte Woche berichtete die Washington Post über die geheime Kennzeichnung von Farbkopien, welche die EFF aufgedeckt hat: Sleuths Crack Tracking Code Discovered in Color Printers. Seth Schoen von der EFF kommt darin ausführlich zu Wort:

Schoen said that the existence of the encoded information could be a threat to people who live in repressive governments or those who have a legitimate need for privacy. It reminds him, he said, of a program the Soviet Union once had in place to record sample typewriter printouts in hopes of tracking the origins of underground, self-published literature. „It’s disturbing that something on this scale, with so many privacy implications, happened with such a tiny amount of publicity,“ Schoen said.

Die neue Opensource-CD 3.1 ist mit 10 neuen Programmen erschienen. Auf dem ISO-Image finden sich viele freie Programme für die Windows-Plattform.

Passend zum Release von OpenOffice 2.0 ist nun auch die PrOOo-Box 2.0 verfügbar. Dabei sind mehr als 900 Vorlagen, ClipArts und einiges an Freier Software.

Spiegel-Online berichtet über den Export von Elektro-Schrott in die dritte Welt: Müllkippe Dritte Welt.

An diesem Punkt, behauptet die US-Umweltorganisation „Basel Action Network“, die auch schon für den China-Report von 2002 verantwortlich zeichnete, in einer aktuellen Studie, kommt die Entwicklungshilfe ins Spiel („The Digital Dump: Exporting Reuse and Abuse to Africa“). Denn was als Müllexport verbrecherisch wirke, trage unter dem Mäntelchen der Hilfsleistung sogar noch zum guten Image der exportierenden Firmen bei – einmal ganz davon abgesehen, dass sich so auch die Entsorgungskosten sparen lassen.

Ein Biometrie-Special, bestehend aus mehreren Artikeln, hatte „Die Welt“ in ihrer Samstagsausgabe: Sind Fingerabdrücke wirklich fälschungssicher? Ist aber eher eine unkritische Auseinandersetzung mit dem Thema, aber zum Einstieg in die Thematik ganz nett.

Der EU-Datenschutzbeauftrage Peter Hunstinx kritisiert die Pläne der EU-Kommission, die Zugangsberechtigungen im Zuge des System-Aufbaus von SIS zu SIS II auszuweiten: EU-Datenschützer warnt vor wachsender Missbrauchsgefahr.

Hier sieht Hustinx erhebliche Risiken für die Bürger der EU und fordert zusätzliche Datenschutz-Vorschriften. Hustinx: „Dies stellt eine grundlegende Änderung des heutigen Systems dar und erhöht das Risiko des Missbrauchs, weshalb strengere Garantien nötig sind.“ Zwar könne die vorgesehene Verknüpfbarkeit der Datensätze für Zwecke der Fahndung nützlich sein, berge aber auch die Gefahr falscher Schussfolgerungen. Unschuldige Bürger könnten dann „ungerecht behandelt“ werden. Auch die variierende Qualität der Daten müsse beachtet werden. Die Schengen-Überwachungsbehörde habe bei einer Überprüfung festgestellt, dass in bestimmten Mitgliedstaaten mehr als ein Drittel der Einreisedaten falsch oder überholt waren.

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