Nachrichtenüberblick 07.10.

Die Kritik an der Razzia bei Cicero nimmt kein Ende. Spiegel-Online berichtet, dass die Grünen auch einem Untersuchungsausschuss offen gegenüberstehen und Telepolis hat den Hamburger Kommunikationswissenschaftler Johannes Ludwig zu den Vorgängen in einem interessanten Interview befragt.

Welche Motivation vermuten Sie beim Innenminister?

Johannes Ludwig: Sehen Sie, ich unterrichte Fachmanagement an unserer Hochschule. Im Management gibt es rationale und irrationale Gründe. Bei Schilys Vorgehen sehe ich aber schon lange keine rationalen Grundlagen mehr.

Auch interessant ist ein Telepolis-Artikel über die Medienlandschaft in Griechenland: Es war einmal… die Pressefreiheit.

Japans Regierung hat ihre Ministerien per Richtlinie beauftragt, Freier Software bei der Softwarebeschaffung künftig Vorrang zu geben. Schade, dass dies in Deutschland nicht möglich zu sein scheint. Andere Länder zeigen, dass dies möglich und notwendig ist.

Zensur in China ist wieder Thema bei der Netzeitung: China verschärft per Gesetz Internet-Zensur.

Golem fasst verschiedene Stimmen zur Entscheidung des US-Staates Massachusetts zusammen, das OpenDocument-Format einzusetzen. Die Stimmen gehen alle in die Richtung, dass Microsoft keine andere Wahl hat, als OpenDocument zu unterstützen.

Google hat jetzt ein Lobbyisten-Büro von Washington und konnte dafür den liberalen Rechtsanwalt Alan Davidson gewinnen, der zuvor Associate Director bei der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Center for Democracy and Technology (CDT) war.

Ziel des Lobbybüros sei es, das Internet als „freie und offene Plattform für Information, Kommunikation und Innovation“ zu erhalten, sagte McLaughlin. „Wir wollen auf keinen Fall sehen, dass Netzwerkbetreiber proprietäre, abgeschlossene Bereiche bilden“, hieß es weiter.

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