Burson-Marsteller im bezahlten Anti-Google-Feldzug

In der USA ist gerade Facebook aufgefallen, die die intenational agierende Lobbyagentur Burson-Marsteller damit beauftragt haben, eine Schmutzkampagne gegen Google durchzuführen. Dumm für beide Beteiligte ist, dass dies aufgefallen ist. Spiegel-Online hat in zwei Artikeln die Zusammenfassung: Facebook lässt Google anschwärzen / Facebook schlittert ins PR-Desaster. Lustigerweise beschreibt Wikipedia Burson-Marsteller als Experten für Krisenkommunikation.

Originalquellen gibt es in englisch bei DailyBeast (“Facebook Busted in Clumsy Smear on Google“) und USAToday (“Google deflects PR firm’s attack of Gmail privacy“).

In Deutschland agiert Burson-Marsteller seit einiger Zeit mehr oder weniger verdeckt im Auftrag von Microsoft gegen Google und hat sich mit der Initiative ICOMP ein kleines Grassroots-Astroturfing-Netzwerk aufgebaut. Spreeblick hat sich die Mühe gemacht und nochmal einige Fakten zu Icomp zusammengestellt: Auch Microsoft bezahlt Burson-Marsteller für Anti-Google-PR.

Mehr Hintergrund zur Arbeit von Burson-Marsteller und vergleichbaren Agenturen liefert das sehr empfehlenswerte Buch Giftmüll macht schlank: Spin Doctors, PR Wizards, Medienprofis. Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie. (Amazon-Partnerlink) Kostet 20 Euro und beschreibt sehr detailliert, wie in den USA Lobby- und PR-Agenturen die Öffentlichkeit manipulieren und mit welchen Methoden sie gegen Aktivisten vorgehen.

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8 Kommentare

  1. Peer Jäger
    Erstellt am 13. Mai 2011 um 17:00 | Permanent-Link

    Es heißt DEN USA….

    Davon mal abgesehen, geht es den Riesen auch nicht anders als den zahlreichen anderen “Meinungsmachermaschinen”, wie der Hotelbranche etc.. Da wird auch geknechtet ohne Ende, sogar seriöse Portale können nur schwer die Manipulationen erkennen. Aber so werden wenigstens Arbeitsplätze geschaffen. Die einen schreiben als Profis, die anderen entdecken als Profis. :-)

    Ich finde es immer fein, wenn sich die Riesen MS, Google und Facebook gegenseitig in den Hintern treten. Dann brauche ich mich nicht mehr zu bemühen, sondern kann entspannt genießen.

    Peer

    • Mühsam
      Erstellt am 13. Mai 2011 um 17:15 | Permanent-Link

      Das musst du unbedingt mal der DIPLOMATISCHE VERTRETUNGEN DER USA DEUTSCHLAND sagen! http://german.germany.usembassy.gov/

      • Ulli
        Erstellt am 13. Mai 2011 um 18:41 | Permanent-Link

        Wieso, stimmt doch… du solltest es Dir auf Deutsch aufschreiben, das hilft:

        In den Vereinigten Staaten von Amerika…

        Diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten von Amerika…

  2. Martin
    Erstellt am 13. Mai 2011 um 17:10 | Permanent-Link

    Wenn irgendwann mal die Medienkompetenz der Menschen soweit ist, dass sie sich von so etwas nicht mehr beeinflussen lassen, hätte das das Potential die Abendunterhaltung abzulösen. :)
    Schlammcatchen auf “hohem” Niveau.

  3. paul
    Erstellt am 17. Juli 2011 um 02:43 | Permanent-Link

    In eigener Sache ist man wohl auch unerwegs in Sachen PR: Der Wikipedia-Eintrag wird regelmäßig von kritischen Angaben gesäubert. Beschönigende und entlastende Angaben werden dort aber komischerweise ohne Belege im Artikel akzeptiert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Burson-Marsteller

  4. Manfred Richter
    Erstellt am 22. Februar 2012 um 06:50 | Permanent-Link

4 Trackbacks

  1. Von Protokoll vom 14. Mai 2011beiTrackback am 14. Mai 2011 um 15:52

    [...] Facebook-Fail 2: Verdeckte Schmutzkampagne (dt. Erklärung) [...]

  2. Von Nomierungen für den Oops! Award 2011 am 15. November 2011 um 09:15

    [...] bezahlte Anti-Google-Feldzug von Burson-Marsteller für [...]

  3. [...] Königshaus und Rumäniens Ex-Diktator Nicolae Ceausescu. 2011 fiel die Agentur durch eine Schmutzkampagne gegen Google auf, die von Facebook in Auftrag gegeben wurde. [...]

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