Plündern und brandschatzen

Niclas Sarkozy begründet die französischen Urheberrechtsverschärfungen:

“Musikalische Werke plündern, Filme plündern, literarische Werke plündern, weil das alles geht, ohne Respekt für den, der das geschrieben hat, der das komponiert hat, der das in Szene gesetzt hat, das ist Mord am Geschaffenen (…) ich bin nicht gewählt worden, damit man im Supermarkt stehlen darf.” [...] Wenn das Gesetz erstmal in Kraft sei, “dann kann das Internet endlich ein fantastischer Ort für die Kreativität und den Austausch sein und kein wilder Dschungel, wo es erlaubt ist, die Werke der Kreativen zu plündern.”

Was für ein Schwachsinn.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, Urheberrecht und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

7 Kommentare

  1. Erstellt am 3. Februar 2009 um 14:25 | Permanent-Link

    Herb.

    Klingt nach einer Agenda für fr.creativecommons.org (die es ohnehin schon gibt).

    Etwa so:

    “Musikalische Werke plündern, Filme plündern, literarische Werke plündern, weil das alles geht, ohne Respekt für den, der das geschrieben hat, der das komponiert hat, der das in Szene gesetzt hat, das ist Mord am Geschaffenen (…) dafür haben wir Creative Commons, um das zu verhindern. Sarkozy ist nicht gewählt worden, damit man im Supermarkt stehlen darf, sondern die Gesellschaft und ihr künstlerisches Schaffen zu stützen.” [...] Wenn das die Commons erstmal von der breiten Masse angewandt werden, “dann kann das Internet endlich ein fantastischer Ort für die Kreativität und den Austausch sein und kein wilder Dschungel, wo es notwendig ist, die Werke der Kreativen zu plündern.”

  2. Erstellt am 3. Februar 2009 um 14:36 | Permanent-Link

    Da fragt man sich ob der gute Mann das Internet nur aus den Medien kennt oder auch ab und an selbst davor hockt. Die Sprache die er benutzt klingt schon stark nach der Content-Lobby..wobei Sarkozy ja schon öfters sprachliche Fehltritte hinter ich hat.

    Aber mal was lustiges zwischendrin – Netzsperre für Frankreichs Internetbeauftragte

  3. Erstellt am 3. Februar 2009 um 15:52 | Permanent-Link

    Der “gute” Mann wird wohl langsam etwas übermütig. Hier ist sehr interessanter Artikel über ihn (ich hoffe, dass Links erlaubt sind)

    http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2009/nr4-vom-2612009/immer-umfangreichere-machtfuelle-fuer-den-franzoesischen-praesidenten/

  4. Sebastian
    Erstellt am 3. Februar 2009 um 17:47 | Permanent-Link

    Ich glaube das Plündern hat er beim Erfinder der Miss-Analogie zur Piraterie geklaut, äh geplündert.

  5. Rudolf D.
    Erstellt am 4. Februar 2009 um 14:44 | Permanent-Link

    Der Mann spricht von Diebstahl?

    Mal sehen, wenn seine Regierungs- bzw. Machtzeit vorbei ist – was dann dem Volk so alles fehlt?

    Von was wird man dann sprechen?

  6. Erstellt am 5. Februar 2009 um 17:32 | Permanent-Link

    Hartes Copyright sorgt also für mehr Kreativität. Soso…

  7. Ben
    Erstellt am 6. Februar 2009 um 00:51 | Permanent-Link

    Ich finde es absolut richtig, dass geistiges Eigentum geschützt wird.

    Wer dagegen ist, wird schon wissen, warum…

Ein Trackback

  1. [...] wem lässt Du Dich ausplündern? Nicolas Sarkozy (via netzpolitik.org) “Musikalische Werke plündern, Filme plündern, literarische Werke plündern, weil das alles [...]

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