Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 13.08.2025

    The Washington Post

    Die umstrittene DOGE-Behörde darf auf weitere sensible Daten von Bürger:innen zugreifen, die bei US-Bundesbehörden lagern. Das hat ein Berufungsgericht mit Verweis auf eine frühere Entscheidung des Supreme Court entschieden.

  • Privacy International

    Heimliche biometrische Abfragen haben in Großbritannien zuletzt stark zugenommen. Über 150 Millionen Mal haben etwa Polizeien in den vergangenen sechs Jahren Pass- und Zuwanderungsdatenbanken abgefragt.

  • Der Spiegel

    Reichlich verspätet und gekürzt hat das US-Außenministerium seinen jährlichen Menschenrechtsbericht veröffentlicht. Darin wird Deutschland Zensur vorgeworfen sowie kritisiert, dass Nazis etwa wegen Holocaust-Leugnung strafrechtlich belangt werden.

  • gov.uk

    Die britische Umweltbehörde warnt vor Wasserknappheit und gibt dem Land, das sich laut Premier Starmer „KI in die Venen“ spritzen soll, Tipps: So sollen Menschen alte Mails und Bilder löschen, weil Rechenzentren so viel Wasser zur Kühlung brauchen.

  • heise online

    Nutzen Behandelnde bei der Krebsvorsorge sogenannte Künstliche Intelligenz, verlieren sie laut einer Studie schon nach wenigen Monaten deutlich an Kompetenz. Fachleute warnen, dass das "Deskilling" noch zunehmen werde.

  • Das litauische Verteidigungsministerium will in den kommenden Jahren Tausende Erwachsene und Schüler:innen in Drohnenbedienung und -konstruktion ausbilden. Hierfür sind Investitionen in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro geplant.

  • NDR

    Niedersachsen will sein Polizeigesetz (NPOG) erneuern. Geplant sind neue Regelungen für mehr Einsatz von Bodycams, elektronische Fußfesseln und biometrische Gesichtserkennnung.

  • Ars Technica

    Wer nach Auffassung einer Software einen zu kindischen Videogeschmack hat, soll auf YouTube künftig sein Alter nachweisen. Zehntausende US-Nutzer:innen haben bereits eine Petition gegen diese KI-basierte Alterskontrolle unterzeichnet.

  • Der Spiegel

    Eine mögliche Machtverschiebung unter den Internet-Riesen kündigt sich an: Das Sprachmodell-Start-up Perplexity AI bringt sich als potenzieller Käufer für Google Chrome in Position. Vieles ist aber noch unklar.

  • Wired

    Das US-Magazin Wired analysiert die Propaganda-Strategie der Trump-Regierung im Netz. Um rassistische Deportationen zu verharmlosen, setzen die rechtsradikalen Behörden auf Memes und TikTok-Musikclips.

  • taz

    Ist ein Sprachmodell eine erste Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt? Ein Start-up aus Hamburg will es versuchen. Konventionelle Anlaufstellen melden Zweifel an.

  • AP

    An zunehmend mehr US-Schulen kommen KI-basierte Überwachungssysteme zum Einsatz, die erfassen, was Schüler:innen etwa auf schuleigenen technischen Geräten schreiben. Das führt zu Ausspähung in den Klassenräumen - und zu folgenreichen Fehlalarmen.

  • Die Zeit

    Von "Skibidi" bis hin zum Auberginen-Emoji als Sexsymbol: Algorithmisch gefilterte Inhalte sozialer Medien formen unsere Sprache. Darum geht es im Buch "Algospeak" des Sprachwissenschaftlers Adam Aleksic. "Kurzweilig", rezensiert die Zeit.

  • University of California, Berkeley

    Ein Projekt der University of California schafft Transparenz zu Polizeigewalt im US-Bundesstaat. Mehr als 1,5 Millionen Seiten zu dokumentierten Fällen lassen sich im "Police Record Access Project" öffentlich durchsuchen.

  • Ticker vom 12.08.2025

    Ars Technica

    Manche nennen es einen Wendepunkt: OpenAI-Chef Sam Altman verstolperte den Start des neuen GPT-5. Ars Technica berichtet über die Ungenauigkeiten, die „Mega-Diagramm-Panne“ mitsamt nachfolgender Reaktionen und das Wimmern über unterbrochene Arbeitsabläufe.

  • EU-Kommission

    Ein Forschungsprojekt im Auftrag der EU-Kommission soll untersuchen, wie große Pornoseiten unter anderem mit nicht-einvernehmlich erstellten oder verbreiteten Inhalten umgehen. Die Ausschreibung sieht einen Forschungszeitraum von bis zu einem Jahr vor.

  • Der Standard

    Auch in der Schweiz drohen Vorratsdatenspeicherung und Ausweiskontrollen im Netz. Die Vorhaben stoßen auf breiten Widerstand; der Standard fasst die Entwicklungen zusammen.

  • The Verge

    Reddit blockiert das Internet Archive, weil KI-Firmen Daten von der Wayback Machine gesammelt haben. Die Wayback Machine darf demnach nur noch die Reddit-Startseite archivieren, aber keine Beiträge oder Kommentare mehr.

  • Open Source Business Alliance

    Neben der FSFE kritisiert auch die Open Source Business Alliance die ersten 100 Tage der Bundesregierung. Eine strategische Ausrichtung auf Open Source Software oder ein Open-Source-Schwerpunkt im Digitalministerium seien bislang nicht zu erkennen.

  • FSFE

    Von wegen "digitale Souveränität": Die Free Software Foundation Europe kritisiert die Open-Source-Bilanz der Bundesregierung nach den ersten 100 Tagen. Das Vergabebeschleunigungsgesetz verpasse eine wichtige Chance, Freie Software zur Priorität zu machen.

  • The Guardian

    Die Wikipedia könnte nach dem neuen Kinderschutzgesetz in Großbritannien als Plattform in der Kategorie mit den schärfsten Auflagen eingestuft werden. Ein Versuch, die folgenreiche Einstufung gerichtlich zu verhindern, ist zunächst gescheitert.

  • The Washington Post

    US-Präsident Trump nutzt seine Macht, um bei Verkäufen von KI-Chips der amerikanischen Konzerne Nvidia und AMD nach China 15 Prozent mitzuschneiden. Jurist:innen gehen davon aus, dass dies verfassungswidrig ist, aber: Wo kein Kläger, da kein Richter.

  • ntv

    Donald Trumps soziales Netzwerk Truth Social hat jetzt einen Chatbot. Und der sieht die Welt ziemlich anders als der Chef. Die Kryptoinvestitionen der Familie Trump wertet er als Interessenskonflikt. Und dass Trump 2020 um den Wahlsieg betrogen wurde, nennt der Bot „haltlos“.

  • The New York Times

    Bislang gut bezahlte Einstiegsjobs für Programmierer:innen verschwinden aus dem Silicon Valley, hauptsächlich wegen sogenannter KI. Absolvent:innen einschlägiger Studienzweige klagen über eine der höchsten Arbeitslosigkeitsquoten auf dem Arbeitsmarkt.