Am spex-Blog „Die Digitale Verwerfung“ findet sich ein Interview mit Wolfgang Senges, einem der Initiatoren der dort als „GEMA-Konkurrenz“ bezeichneten, in Gründung befindlichen Verwertungsgesellschaft „Cultural Commons Collecting Society“ (C3S). Eine der Motivationen für die C3S-Initiative ist der Umstand, dass manche großen Verwertungsgesellschaften wie die GEMA ihren Mitgliedern nicht die Veröffentlichung einzelner Werke unter einer Creative-Commons-Lizenz erlauben. Diesbezügliche Gespräche gibt es zwar fast schon so lange wie Creative Commons selbst, eine Einigung ist aber nicht in Sicht. Denn die GEMA verweigert sich selektiver Registrierung von Werken aus Furcht vor Missbrauch durch Major-Labels („Rosinenpicken“) und erlaubt nur die komplette Ausnahme ganzer Sparten wie z.B. „Online“ oder „Airplay im Radio“ von der Rechtewahrnehmung. Eine derartige Beschränkung der Nutzung auf einzelne Sparten ist aber wiederum mit Creative Commons nicht erlaubt, weil so die anvisierte „kreative Allmende“ noch mehr fragmentiert werden würde, als sie es durch die verschiedenen Lizenzmodule ohnehin schon ist (für Details dazu den Beitrag von CC-Deutschland-Jurist John Weitzmann: „Doppelt Überkreuz: Die GEMA und Creative Commons“).