State Department
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Projekte für Internetfreiheit: „Das gesamte Ökosystem wird gerade zerstört“
Vom US-Ausgabestopp sind vor allem Auslandshilfen betroffen – und zittern müssen auch globale Projekte für Internetfreiheit. Im Bild eine Solidaritätskundgebung vor der U.S. Agency for International Development (USAID) im Februar. Projekte für Internetfreiheit: „Das gesamte Ökosystem wird gerade zerstört“ Viele globale Projekte, die sich für die Internetfreiheit einsetzen, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Ohne Mittel aus US-Töpfen können sie kaum arbeiten – und die streicht Donald Trump derzeit rabiat zusammen. Der Schaden könnte sich als enorm erweisen.
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: Kurz vor Trump: US-Außenministerium veröffentlicht „Playbook“ für Einsatz offener Lizenzen
Cover des "Open Licensing Playbook" (CC0) : Kurz vor Trump: US-Außenministerium veröffentlicht „Playbook“ für Einsatz offener Lizenzen Auf den allerletzten Drücker vor der Inauguration Donald Trumps hat das US-Außenministerium am 19. Januar 2017 noch ein umfassendes Handbuch zum Einsatz von offenen Lizenzen in Bundesbehörden bereitgestellt. Das Federal Open Licensing Playbook (PDF / DOC) fokussiert dabei auf Lehr- und Lernmaterialien, empfiehlt offene Lizenzen aber auch für öffentlich finanzierte Datenbestände, Studien oder Software. Aus der Einleitung (meine Übersetzung):
Bundesbehörden setzen verstärkt auf offene Lizenzen um die Wirksamkeit und die Reichweite ihrer Arbeit zu steigern, um die innovative Verwendung bundesfinanzierter Materialien zu ermöglichen sowie um sicherzustellen, dass öffentlich finanzierte Ressourcen auch öffentlich verfügbar sind. […] Dieses Playbook liefert einen Praktiker-Leitfaden für die Nutzung offener Lizenzen auf Bundesebene, basierend auf dem gemeinsamen bisherigen Erfahrungsschatz.
Zu den Empfehlungen des Playbooks zählen unter anderem die Punkte, möglichst weit verbreitete Lizenzstandards wie eben Creative Commons zu verwenden, um Nachnutzung und Rekombination zu erleichtern, sowie die Nutzung offener, veränderbarer Formate. Beides wird exemplarisch auch am Playbook selbst vorexerziert, steht dieses doch unter der liberalsten Lizenz CC Zero, die quasi völliger Gemeinfreiheit entspricht, und ist es nicht nur als PDF sondern auch als veränderbares DOC-File verfügbar.
Jeder der neun Abschnitte („Plays“) enthält eine Checkliste sowie konkrete Umsetzungsbeispiele aus US-Behörden. An Hand dieser Beispiele aus den diversen US-Institutionen – vom Bildungs- über das Arbeitsministerium bis hin zu den National Institutes of Health – wird deutlich, wie sehr offene Lizenzen unter der Obama-Administration bereits als Querschnittsmaterie erkannt und implementiert worden waren. In Deutschland ist bis dahin noch ein weiter Weg.
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: USA versuchte in mehreren Ländern Social Networks zu etablieren
: USA versuchte in mehreren Ländern Social Networks zu etablieren Nicht nur in Kuba haben die USA versucht, ein soziales Netzwerk einzurichten, um ihre politischen Ziele voranzutreiben und die öffentliche Meinung von Innen heraus zu beeinflussen. Nach Angaben der New York Times hätten US-Regierungsvertreter am Freitag bestätigt, ebenfalls in anderen Staaten wie Afghanistan, Kenia und Pakistan derartige Versuche unternommen zu haben.
Wie in Kuba auch sind die Versuche in Afghanistan und Pakistan gescheitert, weil die Dienste nicht in der Lage waren, sich selbst zu finanzieren, da es an einer langfristigen Planung fehlte. Im Gegensatz zu Kuba und anderen Ländern, die durch das US-Entwicklungsministerium durchgeführt wurden und werden, war die Aktion in Afghanistan durch das Außenministerium koordiniert. In Kenia läuft das Projekt mit dem Namen „Yes Youth Can“ derweil noch, Nigeria und Zimbabwe stehen auf einer Liste zukünftiger Planungen.