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: „Macht Google gemeinnützig!“
Hauptquartier von Google in Mountain View, Kalifornien, USA (Symbolbild) : „Macht Google gemeinnützig!“ Johnny Häusler fordert, Google gemeinnützig zu machen. Seine Idee entstand nach einer Debatte mit Googles Vize-Präsidenten. Vergangene Woche lud der Internet-Konzern Vertreter aus der Presse und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen zu einer Diskussionsrunde mit seinem „Chief Internet Evangelist“ Vinton Cerf ein.
Ad-Systeme spielen zwar Tonnen von Geld ein, doch für Nutzer*innen haben sie längst das Internet kaputt gemacht. Konstantes Tracking hat uns uns die Online-Privatsphäre genommen und unsere Smartphones in Überwachungswerkzeuge verwandelt, selbst wenn es „nur“ für Ads genutzt wird. Wir brauchen bessere Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht mehr ganz so viel Geld einspielen, dafür aber der Allgemeinheit besser dienen. […]
Den Giganten in ein Non-Profit-Unternehmen zu verwandeln, würde nicht alle Probleme lösen. Aber es würde das Spiel völlig neu gestalten, denn die Motive von Google würden sich komplett verändern. Mit google.org investiert der Konzern bereits in gemeinnützige Organisationen und Initiativen. Warum wird es also nicht selbst eine?
Häusler ist Gründer des Blogs Spreeblick und der Konferenz re:publica. Eine ausführlichere Version des Artikels erschien zudem in englischer Sprache auf Spreeblick.
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: Report Nonprofit-Journalismus weltweit
: Report Nonprofit-Journalismus weltweit
Wir finanzieren unseren Journalismus vor allem über das Modell der Leserfinanzierung und haben dazu einen gemeinnützigen Förderverein, um Spenden anzunehmen. Das ist eher ungewöhnlich, weil gemeinnütziger Journalismus in Deutschland selten ist. Wir haben aber den Vorteil, dass wir auf ein Thema spezialisiert sind und Verbraucherschutz bei uns als Förderzweck funktioniert. netzwerk recherche hat jetzt einen interessanten Kurzreport zum Thema Nonprofit-Journalismus zusammengestellt und veröffentlicht. Den gibt es hier als PDF oder ePub.The Lens in New Orleans, Newstapa in Seoul, Oxpeckers in Johannesburg, Correctiv in Berlin – rund um die Welt gründen sich Nonprofit-Redaktionen. Was eint diese Projekte – und worin unterscheiden sie sich? Dieser Frage gehen netzwerk recherche und die GLS Treuhand e.V. in Bochum im Report „Gemeinnütziger Journalismus weltweit“ nach. Die Autoren Thomas Schnedler und Marcus Schuster haben eine Typologie von Nonprofit-Journalisten skizziert – mit Beispielen aus allen Teilen der Welt. In 20 Kurzporträts werden ausgewählte Institutionen, ihre Organisationsformen und ihre Arbeit präsentiert und charakterisiert.
Dabei wird eine große Bandbreite erkennbar: Organisationen mit und ohne eigene Redaktion, lokale und regionale Projekte, Investigativredaktionen, Special-Intererest-Angebote und weitere. Die Mehrzahl der Projekte setzt auf Online-Angebote, viele verstehen sich als Watchdogs. Deutlich wird: Der gemeinnützige Journalismus ist innovationsfreudig. Große Unterschiede gibt es in der Art der Finanzierung – und hier liegt gleichzeitig die größte Herausforderung: Wie lässt sich gemeinnütziger Journalismus nachhaltig und auf Dauer betreiben?